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Der Israelit · 1868-09-16 · Heft 38 (16.9.1868) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 38 (16.9.1868)
Date
1868-09-16
Page
– (sequence 14)
Language
German
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786 Durchlaucht, aus Höchster Gnade dazu zu bewilligen geruht haben, auf ihren Gottesacker unter erwähnter Begleitung gebracht und daselbst nach einer Leichenpredigt, mit den bei ihnen gewöhnlichen Ceremonien, zur Erde bestattet wurde." „Den 15. darauf wurde seinetwegen ein besonderer Fast- und Bettag angeordnet, und in ihrer Synagoge, bei versammelter sämmtlicher Judenschast, eine nach ihrer Art solenne Klage-, Dank- und Buße-Predigt von 3 Rabbis gehalten, welche 4 Stunden gedauert. An demselben Tage geschah ein Gleiches auch von der Judenschast in den Hochfürstlichen Baden-Badischen Landen, und wird, dem unter den Juden gewöhnlichen Gebrauch nach, auch nach und nach in allen jüdischen Synagogen durch ganz Europa geschehen, zur Ehre eines Mannes, der bei den Juden, wegen seiner hohen Gelehrsamkeit berühmt, geehrt und geliebt war." R. Nathanael Weil hinterließ zwei gelehrte Söhne, Namens Tiah Weil, von dem wir weiter sprechen werden, und Hirsch Weil, der folgende drei Werke seines Vaters nach seinem Tode herausgegeben hat: n«n dtij, kritische Scholien zu dem Ritual- Codex Orach Chaijim, so wie zu dessen Commentaren und Fürth 1779 in 4°; bjupj mm, erster Theil, enthaltend eine Sammlung von Gutachten ertheilt an rabbinische Zeitgenossen, 39 an der Zahl. Fürth 1795, in 40; twnj rhin, zweiter Theil, Deraschoth über den Pentateuch in halachischer Erörterung. Fürth 1795, in 4°. Der Verfasser selbst hatte im Jahr 1755 sein Hauptwerk ‘rNJru pnp, einen Commentar zu R. Ascher ben Jechiel's nv-.i 'pvs, über vier Talmud-Traktate von nyio und b’sm, in Carlsruhe 1755, in Folio, 302 Blatt stark, herausgegeben. (Fortsetzung folgt.) £ <G ingefandt.) Es ist in der letzten Zeit von den Oeconomen der Main- und Rheinebene einerseits und den Producenten des Odenwalds andrerseits vielfach der Wunsch nach einem Centralpunkte für den in der Gegend bedeutenden Viehhandel, welcher seither nur durch verschiedene kleinere Märkte Vermittlung fand, ausgesprochen worden. j Der Gemeinderath der Stadt Darmstadt hat dai her die Errichtung eines großen Marktes für Milchvieh,! Zuchtvieh und Arbeitsvieh beschlossen und sofort die j nöthigen Maßregeln zur Ausführung dieses Unternehj mens getroffen. Der erste große Markt wird am j 13. und 14. Oktober d. I. abgehalten werden und l sind Preise ausgesetzt für diejenigen Verkäufer, > welche die an Anzahl und Qualität vorzüglichsten Partien zu Markte bringen. Auf einem unmittelbar an die Stadt grenzenden, in der Nähe der Bahnhöfe gelegenen Wiesengrundstücke sind hinreichende Stallräume hergestellt; auch für Unterbringung von Futtervorräthen ist Vorsorge getroffen Md ein besonderes Bureau für die Vermittlung des geschäftlichen Verkehrs eingerichtet. Die günstige Lage der Stadt Darmstadtt als Knotenpunkt vieler bereits bestehender und noch im Bau begriffener Eisenbahnen, am Fuße des durch den Umfang seiner Viehzucht bekannten Odenwalds, leicht erreichbar durch die Viehzüchter und Händler aus den benachbarten Staaten namentlich aus Franken, Rheinbaiern, Hessen, Nassau, Nheinpreußen rc. bietet in Verbindung mit den reichen Unterstützungen, welche die Stadt dem Unternehmen znsichert, gegründetste Aussicht für einen durchaus befriedigenden Erfolg dar, weßhalv wir nicht Unterlasten wollen, das betheiligte geschäftstreibende Publikum ans diese neue Verkehrsgelegenheit hierdurch aufmerksam zu machen. lenes Pensionat für Töchter mosaischen Glaubens* Nach langjähriger pra ctisch er Wirksamkeit als Erzieherin eröffne ich am 1 Ottoher fc. I. ein Prziehiingsinstftnt und Pensionat zur Aufnahme junger Mädchen, die ihre Ausbildung hiersclbft beginnen resp. vollenden wollen. — Außer einer sorgfältigen, häuslichen Erziehung im geselligen Kreise, biete ich den jungen Damen mit Hilfe meiner gleichfalls praktisch im Erziehungsfache gebildeten Schwester auch Gelegenheit zur wissenschaftlichen und MNstValischen Bildung, Conversation in französischer, englischer und italienischer Sprache rc. rc. — Auch werde ich auf gute leibliche Pflege bei strengster Gewissenhaftigkeit mein besonderes Augenmerk richten. — Die besten höheren Töchterschulen sowie die Religionsschule des Herrn vr. Landsberg befinden sich ganz in der Nähe meines Instituts. Ueber meine bisberige Wirksamkeit liegen Zeugnisse vor vom Herrn Geheimrath Dr. B ehrend in Berlin, Rechtsanwalt Raue in Löbau und Fabrikbesitzer Morawitz in Eipel und Profester Kahn in Dcttelbach. Die Herren Rabbinatsastestor Rofkensleinund Banquier Lachmann Hierselbst werden jeder Zeit zur näheren Auskunft über mich bereit sein. — Meldungen werden vom 15. September ab erbeten. Lydia Cronbach in Berlin, examinirte Lehrerin, Oranienstr. 63.

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