Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 36 (2.9.1868)
- Date
- 1868-09-02
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 2× ep/1002670
- Żory 1× ep/1048188
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692 Gemerlumgen von D. Deutsch, Rabbiner in Sohrau (O.-Schl.). (Schluß.) Schließlich sei mir noch gestattet, einer schwierigen Stelle im Talmud Erwähnung zu thun. P2ttf 31,!: roiox '01 “jny romx rrn: 2 man na V'pd L""> "iax c~x i'D'jdck; njrtfu X2i iax O'yi? mo nr npoy mmP nmy nyap n:iox2 nrm nxct'j amaux -pna 121 njDri norm ”ynr"P rvss» nan: rm22 n?"xi "i2” ff. Tosaphot Sanhedriu Auf. x^x pa^. 7. 1, Kidduschin 40. 2, Auf. px, finden diese Stelle in Widerspruch mit einer anderen in pmrUD, welche lautet: mm '-,2-, Py onx Piy in nPnn. Sie suchen diesen Widerspruch in zwiefacher Weife zu lösen; nn:x ’ttMTn x"i:n"na schlägt einen anderen Weg ein. Sämmtliche Lösungen erscheinen jedoch etwas sernliegend und schwierig. Ich weiß nicht, ob ich irre? Ich mochte meinen, es existire durchaus kein Widerspruch, sondern beide Stellen sagen genau eins und dasselbe, nur auf verschiedene Art. Die Stelle pm.-UD besagt im Allgemeinen, daß der Mensch vor Allem dereinst wegen der Beschäftigung mit der mm werde Rechenschaft ab geben müssen; die Stelle rot? hingegen geht mehr auf das Einzelne ein. ut'pb zahlt nämlich die sechs Ordnungen des Talmuds auf und findet eine Anlehnung hiesür in den einzelnen Worten des Verses: "ny r.r.sx rvm ff. Hieran knüpft X2n an und spricht sich ans, daß der Mensch dereinst hinsichts der Beschäftigung mit allen diesen Ordnungen, i. e. mit dem gesammten Inhalt der mm, werde Rechenschaft geben müssen. Er wird gefragt werden: rtfiCiO nn:i r.xaa. mnax ist adäquat mit n:mox=D'>y">i. rrm nxtw bedeutet bekanntlich auch „geistig verkehren", „sich geistig beschäftigen" S.;"y 27, 2. Ferner mmp amy nyap. mny adäquat mit pny^-iyia. Ferner nnsa npoy, man nns adäquat mit ] di n; c* 1 ti' j. Hiermit fällt die von x"tjnn"a ZN t">2L7 angeregte Schwierigkeit weg, warum hier npüy steht und nicht r-.v"p? Eben weil nicht von der Ausübung dieser Vorschrift die Rede ist, sondern von der Beschäftigung mit deren Bestimmungen. Ferner nmu nyucMp. njnan adäquat mit mjntEnsi’p’TJ. rvss wie D’2c: nsis» „schauen", „betrachten". Ferner na2r>2, no3n adäquat mit nD2n D’^"ip, endlich "i2“ ima 12” nJ2n, ns 2.1 adäquat mit nyi-nrnna. Fast könnte es den Anschein haben, daß auch mit dieser Erklärung einverstanden ist; denn er erklärt „pm imn . n'on nnsa" ingleichen „njn u»n .ruan" woraus zu ersehen, daß er auf den Anschluß der Worte des xa-. an die des v"i hinweist. Mit Bedacht scheint , er eine Hinweisung vorzugsweise da nöthig erachtet zu haben, wo die Ähnlichkeit im Ausdrucke beider D^x-nox weniger in die Augen fallend ist. Die Worte Raschi'ö „nwa: na-6 .rvsB" sind mir ganz unbegreiflich. Wen:: es nicht zu kühn wäre, würde ich die Correctur wagen, ppas anstatt awaa. Möglich auch, daß ursprünglich bloß die Initialen s"”"P i. e. m3"6 pp'U gestanden haben und ein gelehrt sein wollender Abschreiber hat dies aus eigener Machtvollkommenheit in D’xau 'rnib umgewandelt, wie dergleichen Quiproquo bekanntlich nicht selten Vorkommen. Betrachte ich jedoch die Worte Raschi's zu „nyap", so kann ich wieder nicht umhin, daran irre zu werden, ob Raschi an meine Erklärung gedacht hat. Allein dem sei, wie ihn: wolle, so dünkt mich gleichwohl diese meine Erklärung zutreffend und naheliegend. S r m e r Ir u n g. In der wissenschaftlichen Beilage zu Nr. 26 d. gesch. Bl. befindet sich eine geistreiche Recension des von Bacr edirten siddur von Vr. A. Berliner, zu welcher ich mir eine kleine Bemerkung erlaube. nt£*np HDUODI können allerdings die unmöglich gesagt haben; indem es alö näj. ps^1"fp heißen müßte. Dennoch aber ist die in allen unseren gewöhnlichen Siddnriin vorkommende Leseart ganz richtig. Nur darf man n2jnp nicht zusammen sprechen, sondern so, wie ich eS in Prag von einem sebr correct lesenden Vorsänger betonen hörte, nämlich: na*y2in mn2 nsEQ zusammen, und dann □ aiy -in« übz nttf-Hp Sonach steht nttf-Hp richtig als noinen. In der nirPD von jap 2"' hat auch Ernst Wehli in Prag in dem von ihm edirten Siddur, weil bei nbiy kein psr ist, r6on nx dv-6 nr-isa5? mit der Bemerkung: Fürstenthal hat nbon nx nnsan nxi, welches nicht richtig ist; indem npD und nnsa eines nnd dasselbe bezeichnen. In dem Pismon ^"i ließ vbpy'?* uypx m"mo a.-,"rn, V'ox in Prag in feiner Synagoge die bewußte Stelle in der 1. Person sprechen, nämlich: ,d'2x rnsnn a:p »jb^i , ba^snx *) rny d'on-n ms bxpx D’Dm my iya: wenn auch Rhythmus und Reim dadurch alterirt werden. _ I. G. Adler. *) Anm. der Red.: Was soll aber dann heißen? Verantwortliche Redaktion: I)r. Lehmann. Verlag der Le R 0 uxschen Hofbuch Handlung. — Dampf» Schncllpreiiencn.ck von I. Gott slet en in Mainz.