Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 36 (2.9.1868)
- Date
- 1868-09-02
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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665 eingeführt und beständen diese auch nur in der Abschaffung des — pp’tna noa fp"ns Dip» pipo inn« in der Modernistrung des d'J'b6d^i oder in dem Aufrufen zur Thora nach Karten u. dergl. m. Nur noch in wenigen Synagogen wird die heil. Thora mit den no’ju vorgelesen und in vielen an den vt'bv kein nm on»»n , nPnp mehr gesagt. — Nur um die Inconsequenz, mit welcher man in einigen Gemeinden bei Einführung ged. Reformen (?) verfährt, zu zeigen, erlaube ich mir, einige Gemeinden namhaft zu machen. So wird in Iserlohn das ganze Jahr kein dvs gesagt, wahrend man für die Q’ioun D’ö’ auch nicht einen einzigen abgeschafft hat. In Bochum, wo der Reform - Gottesdienst seinen Culminationspunkt haben soll, werden sogar, wie man uns erzählt hat, die mmn mma auf deutsch gesungen, und in Soest, wo der Vorbeter die mspy ruoff nicht wiederholt und wo man kein *)oio mehr betet, wird doch die ntmp recitirt. Sag', lieber Leser, ist das nicht die größte Inconsequenz, die fürchterlichste Willkür? — Doch was Soest betrifft, brauchst Du Dich nicht so sehr zu wundern; ist ja S. diejenige Stadt, wo der große Reformator (?) Hellwitz gelebt und gewirkt, der, als Obervorsteher von Weftphalen den Gemeinden mit gutem (?) Beispiele vorangegangen ist durch Abschaffung des Per ’J67 21a c>n und anderer auch auf andere Gemeinden gefährlich einwirkender Reformen; ist ja Soest diejenige Stadt, von wo aus die Sonne der Aufklärung (?) ihre Strahlen über ganz Weftphalen verbreitet und wo gedachter Hellwitz noch am Ende seiner Tage Gott und die Welt betrogen und im Zuchthaus ein klägliches Ende genommen hat! — Und nun, lieber Leser, nehme ich Abschied von Dir; gebe Gott, daß ich Dir recht bald Erfreulicheres über westphälisch-religiöse Zustände mitzutheilen. im Stande bin! — Oestrich. M. Rosenwald, Lehrer. ANZEIGE!. D’Dim üvirinN- Unfern geehrten Kunden die ergebene Anzeige, daß die Corsicaner und Corfuer Paradiesäpfel eingetroffen sind. Weisstock Boas B erlin._Klosterst. 11._ mn^o Seidene und wollene ,nunn ,onno ,omina ,mn?D wie auch alle Talmudische Werke in großer Auswahl zu den billigsten Preisen. Berlin, Klosterstr. Nr. 1 i 1. Tr. bei C Boas. in russische „ französische „ italienische ,. dänische „ schwedische „ englische „ amerikanische „ holländische sowie „ sämmtliche deutsche werden prompt und billigst befördert durch die Zeitnngs-Aimonceii-Expeditioii v°n Rudolf Mosse in Berlin. Auf Wunsch erfolgt vorherige Preiöcalculation! Complete Jnfertionstarife gratis und franco. Anbei ein Verzeichniß jüdischer Werke der LouiS Gerschelffchen Varlagsbuchhandlung zu Berlin! Annonce. Ein tüchtiger isr. Cantor, Religions- und El^ mentarlehrer, sucht ein seine Fähigkeiten angemessenes Engagement. Gefall. Franco-Offerten unter N. Ö. 8. Nr. 884 befördert die Exped. d. Bll^_ Entgegnung. In Nr. 34 des „Israelit", befindet sich eine Annonce des hiesigen Vorstands-Mitgliedes I. Marx, welche derselbe aus Rache, weil ich vor den Brutalitäten desselben beim hiesigen Wohllöblichen Kreis-Amte Schutz suchte, in jenes Blatt einrücken ließ. Derselbe möchte mir nun in jeder Beziehung wehe thun. Es ist eine Unwahrheit, daß mein Einkommen dahier 500 fl. betrage. Ich erhalte laut Contract 300 fl., muß dabei Heizung selbst besorgen. Ueber meinen religiösen Lebenswandel sprechen meine Zeugnisse, und glaube ich nicht, daß ein Vorstand competent sei, hierüber ein Urtheil zu fällen, der nur wenig Kenntnisse im Hebräischen besitzt. Daß es mir bei einem Gehalte von 300 G. kaum möglich, meine zahlreiche Familie, aus neun Personen bestehend, wovon Eine, welche seit Jahren an der Knochenkrankheit leidet, der fortwährmden Heilmittel bedarf, zu ernähren und zu kleiden, wird Jeder leicht einsehen. Doppelt schwer ist die Verantwortung eines Vorstandes, der in der oben erwähnten Weise gegen einen armen Familienvater verfährt und dessen eigenes religiöses Verhallen noch gar Vieles zu