Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 29 (15.7.1868)
- Date
- 1868-07-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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IX. Jahrgang. *. J\2 89» Der Israelit. Gin Kentral - Hrgan für das ortyodore Zudentßum. Herausgegeben von Di-, Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 15. Juli 5628 (1868). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. E. oder st. v. IS kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1% Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut CourS. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Der öffentliche Gottesdimst. Leitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Württemb«g. Stuttgart. Laupheim. Buttenhausen. — Oe st. Kaiserst^: Wien. Wim.Wien. Wim. — Frankreich: Paris. Paris. England: London. — Donaufürstenth.: Bukarest.Jaffy. Galatz. — Türkei: Constantinopel. Damaskus. — Amerika: New-Jork. New-Dork. Chicago. San Francisco. — Feuilleton: Der kleine Jan. ^^^^^' ^Anhalt den «etlaäer " rettender Artikel: Der Orient. Leitnu-Snachrichten »ad Korrespondenzen: Deutschland: Darmstadt. Berlin. Königsberg. Belgard. — Oesterr. Kaiser st.: Krakau. — Holland: Amsterdam. — Frankreich: Paris. Paris. — Belgien: Brüssel. — Rußland: Petersburg. — Afrika: Oran. — Feuilleton: Zur Geschichte der Juden am Ausgange des Mit- ~ telalters. — Leitender Artikel. Ser öffentliche Gottesdienst. i. Altona 3pp> «iv no yiob banfr» -pnwaBfD Nach Verlauf zweier Decennim ertönt von Neuem der Posaunenruf im Lager deS Judentums deS 19. Jahrhunderts. Auf, auf, ihr prägen und Faulen, erwachet aus eurem Schlafs HÄM rettet, schon droht der letzte Frmke zn -erglimm m, enmmtert euch, lasiet uns mit verünter Kraft den Funken schüren, Zündstoff herbeischaffen/ daß wieder eine Flamme entstehe, die hell bis an den Himmel emporlodere. Hin ist jeder Sinn für das Religiöse im jenseitigen Lager, das bjjö BHpnn ri'3, die Gotteshäuser stehen leer, Niemand kommt, die Worte des begeisterten Redners zu hören, vergebens erschallen Orgeltöne und Gesang deS vierstimmigen Chors, und mit dem Propheten Nagen die Herren Rabbiner und Prediger: ptö »n«3 yno ruiy pxi »ntnp erst. Diesem Uebel muß gesteuert werden, darum ihr Herren, frisch herbei, schaffet Rath, lasset uns zusammmkommm, was uns nicht in dem 5. Decennium dieses Jah'^MdertsHS«Ag/>dVp tMd und muß uns gelingen^.im 7. Decennium. War eS ja in diesem Decennium möglich, in politischer Beziehung nach Jahrhunderten vergeblichen Ringens eine Einheit Deutschlands zu gründen, warum sollte eS nicht möglich sein, auch in religiöser Beziehung das längst Erwünschte herbeizuführen. Besitzen wir auch kettle Hinterlader und keine ChaffepotS, so haben wir doch andere Mittel, die uns eine frohe Aussicht gewähren, darum frisch herbei, ihr Camchaden! So ungefähr ist der neueste Ruf des Herrn Redacteurs der «Allg. Ztg. d. &*; Um eine größere Betheiligung des öffentliche^ Gottesdienstes zu erzielen, soll eine Rabbinerversammlung tagen. Dazu hat derselbe in den jüngsten Nummern seines Blattes einige Artikel verfaßt, die wir uns nun näher bettachtm wollen, um zu sehen, was wir daraus Nützliches erfahrt. In Nr. 21 sagt uns der Herr Red. zunächst, weshalb er die CultuSfrage (für dm Redaeteur der „JudmthumSztg." sind Cultus und öffmtlicher Gottesdimst identische Begriffe) wieder zur Sprache bringe. Er, der geistige Arzt des Judmthums, habe nämlich einige Symptome entdeckt, die das Nahen einer gewissen Strömung der Zeit bedeutm, und deshalb konnte er sich nicht diesem Gegmstande entziehm; und