Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 28 (8.7.1868)
- Date
- 1868-07-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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541 wurde der Grund gelegt zu der späteren Größe R. Markus Benedikts. Liebevolle Lehrer brachten den mit seltenem Talente begabten Knaben in wenigen Jahren dahin, daß ihm Nikolsburg nichts des Neuen im Gebiete des talmudischen Wissens mehr bieten konnte und so verließ der zarte Knabe seine zweite Vaterstadt, um bei dem Rabbiner zu Oettingen in Bayern (dessen Name mir jedoch nicht zu ermitteln möglich war) sich weiter auszubilden. In seinem 13. Lebensjahre hatte der Knabe Mordechai bereits drei talmudische Werke in hebräischer Sprache verfaßt. Das eine war ein Commentar über die Peßach-Hagadah, das andere über die Bibel und das dritte waren halachische Studien über einzelne talmudische Traktate. Mit welcher innigen Freude der fromme und gelehrte Rabbi diese gedeihliche Entfaltung seines geliebten Zöglings betrachtete, läßt sich leicht denken. Doch diese Freude sollte sich bald in tiefen Schmerz verwandeln. Die Gattin des frommen Rabbi war nämlich über diese Erfolge eines fremden Bachurs schon lange neidisch gewesen, da ihr ebenfalls 13jähriger Sohn keinen Vergleich mit dem fremden Knaben aushalten konnte. Eines Tages nahm sie daher die drei Bücher Mordechai's und verbrannte sie im Feuer. Doch Benedikt verlor darüber nicht den Math, sondern widmete sich desto eifriger dem Talmudstudium. Zwei Jahre nachher verließ er seinen geliebten Lehrer und ging nach Fürth, wo damals R. Joses Steinhardt eine bedeutende Jeschibah hielt. Auch hier wurde er bald durch seinen ungewöhnlichen Scharfsinn und merkwürdigen Fleiß ein Liebling seines Lehrers, bei dem er auch mehrere Jahre verblieb. Im Jahre 1771, er war damals 18 Jahre alt, ging sein edler Gönner, der die Erziehung seiner Jugend geleitet hatte, R. Gabriel Markbreiter, mit dem Plane um, ihm eine würdige Lebensgefährtin zu geben, und ließ ihn zu diesem Zwecke nach Nikolsburz, seiner zweiten Heimath, kommen, um sich daselbst mit der Tochter eines frommen und wohlhabenden Mannes, R. Gumpel Proßnitz, zu verloben. Da aber beide die Zeit ihrer Heirath noch länger hinausschoben, ging R Markus noch nach Prag, wo er eifrig den damaligen berühmten R. Jecheskel Landau im Unterrichte des Talmuds unterstützte. Nach zwei Jahren heirathete er auch wirklich und wohnte in Nikolöburg, ganz dem Thora und Talmudstudium gewidmet, allen Sorgen und Mühen des Menschenlebens fern bleibeno, im heitern stillen Familienglücke mit der gottesfürchtigen i Gattin. (Forts, folgt.);• : I OZEICIEM, Öffentlicher Dank und dringende Bitte. Das gefertigte Central - Comito für den Bau der Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem erfüllt hiermit ein tiefgefühltes Bedürfnis, indem es Sr. Ehrw. H. Rabb. vr. M. Lehmann in Mainz, Redakteur des „Israelit", aus vollem Herzen für die so wesentliche Förderung des Unternehmens den tiefgefühltesten Dank abstattet. Hat unser echt jüdisches National - Unternehmen das hohe Glück, n"3 von Jahr zu Jahr rüstig vorzuschreiten , nicht nur längst das große prachtvolle Grundstück gänzlich ausgezahlt zu haben, sondern auch schon 5 Jahre einigen und vierzig armen Glaubensgenossen in Jerusalem in 16 vollständigen Wohnungen freies Unterkommen zu geben, eine von aller Welt bewunderte, Hunderte von Personen mit gutem, gesundem Wasser versorgende Cisterne für mehr als 2000 fl. zu renoviren und in neuester Zeit wiederum zwei auch schon bezogene Wohnungen mit Küchen und sonstigem Zubehör zu vollenden, so hat das herrliche Organ, der „Israelit" als öffentliches Medium für diese große Sache sowohl durch die vielen gediegenen, herzinnigen und begeisternden Leit- und sonstige Artikel und Correspondenzen, wie durch die regelmäßige kostenfreie Veröffentlichung der diesbezüglichen Spenden einen der bedeutendsten Antheile daran. Möge der Allvater im Himmel dem verehrten H Redacteur dieses so verdienstvolle Werk reichlich lohnen, und möge derselbe unsere Sache auch ferner mit seinem bedeutenden moralischen Einflüsse auf den so weiten Leserkreis des Blattes fördern! Aber auch Euch tausend, tausend Dank, Ihr geliebten Brüder und Schwestern, alle theure Zionsfreunde, die Ihr bisher so hochherzig das heilige Gott- und menschengefällige Nationalunternehmen der nDno »na n"3"in D»t>rn»i ji»s tcnipn in nauna gefördert und gestützt und ermöglicht habt, daß durch die milden Spenden alles Obige ausgeführt wurde zur bleibenden Ehre unseres Geschlechtes und zum ehrenvollsten Denkmale für spätere Zeiten, daß D'^nn p»s nan» noch lebendig in uns wohnt und uns zu Thaten ermuntert, die denen unserer Väter würdig zur Seite gesetzt zu werden verdienen. O, theure Brüder und Schwestern, wie viele Thränen habt Ihr schon von den Augen von tsnipn non« by D’om'i nuob>N D’oan '"i'vdn getrocknet , wie viele fromme, dankerfüllte Gemüther segnen Euch dafür an gottgeweihtester Stätte, und bit- Ü 1 il ..j u i * i J i i