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Der Israelit · 1868-06-24 · Heft 26 (24.6.1868) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 26 (24.6.1868)
Date
1868-06-24
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Wissenschaftliche Seilage ja Nr. 26 des Israelit. Hebräisch-grammatische Änatekten. Von I. M. Zaphet. (Fortsetzung.) 1) Sowie durch die Wurzel zuweilen der Begriff des UnterliegenS, des Unglückes ausgedrückt wird (wie baa r6sj (Zes. 21, 9 und Zer. 51, 8) — n^sJi mim nn« (2. Chro. 25, 19) rjs1? '?£:'? n^nn nnx (Esther 6, 13)J; so liegt in cnp die Bedeutung des Emporkommens, des Proöperirens, des emporblühenden Glückes, wie dies aus den folgenden Stellen hervorgeht: DO'IL ia*V 0-0*01 D1X ->0O' Delfin Dl'a (PrvV. 28, 18) pcip1 je i’xjzrci (5. M. 93, 12) «-1 DLiiLX! pOip' (2. Sam 22, 39) und noch deutlicher ans den gegensätzlichen Zusammenstellungen: noin *6 t :i t -XPL" nbina Dip (AmoS 5, 2. 8,14) vergl. Zes. 24, 20 ^^2^ '3 'naux Tiottrn vx (Micha 7, 8) i^n^rri ’jna nsn (Pf. 20, 9) bs' yiv Dpi pns (Prov. 24, 16) — an welchen Stellen die Worte „fallen", „ a u f st e h e n " nur im figürlichen Sinne gedacht werden können. 2) Das Verbum aaD umgeben, umringen, hat bekanntlich auch die Nebenbedeutung deö feindlichen EinschließenS, deö Umzingelns, mag das Wort mit by, mit ‘rx, oder nx verbunden sein, oder auch ohne Partikel sichen, wie wir ans folgenden Beispielen ersehen: ’Jiaao O’U bs und oiaao ol ood (Pf. 118, 10. 11.) 'n na irvem pD (1. Sam. 2 z, 17.) 'b o-ixn (Richter 16, 2) Di-.v 'l^ax -r- , - -r D'an (1. M. 19, 4) und bei nzoaa (Richter 19, 22) non .-qDJ oa, ferner V I - t i -rnon nx 'by (das. 20, 5.) Vergl. auch Zos. 6, 4. 1. Sam. 22, 18 u. a. m. 3) Der nmy wird, außer seiner normalen Bedeutung , in zwei andern Bedeutungen angewendet. Cr drückt entweder aus, daß eine Handlung oft oder gewöhnlich zu geschehen pflegt, wie '"t£»n an verschiedenen Stellen nachweist (s. 2. M. 33, 7. n»oi ^r}2jn nN njT und 5. M. 32, 38. 2dn nm 'pl •PDN*’ ‘O’nar) — oder deutet eine Absicht, ein Streben an, wie ebenfalls und der xndov zu n»o -,'rv' ix hervorgeht. Nach diesen Voraussetzungen ist in der Uebersetzung des obigen Verses zugleich seine Erklärung enthalten: „Siehe," erzählt Joseph, „wir waren mit dem Binden von Garben beschäftigt, und siehe, es hatte sich meine Garbe emporgerichtet (sie war emporgekommen) — noj?, nicht 0(5^51 —Daß seine Garbe allein aus der Zahl der Garbenbrüder aufgestandeu, sollte unstreitig auf seine bevorzugte Stellung schon im elterlichen Hause Hinweisen. „Und siehe," heißt es im zweiten Theil des Traumes, „es strebten, oder es pflegten (thj/) eure Garben mich (feindlich) zu umschließen; aber sie mußten sich bücken vor meiner Garbe." Eure Anfeindungen wurden unschädlich gemacht, euer Bemühen, mir Böses zuzufügen, mißglückte. Umsonst war euer Haß; (mx ixjsch) vergeblich euer Neid; (o ixjpn) vergeblich euer Anschlag auf Leben und Freiheit: ihr mußtet meiner Garbe doch noch die Huldigung darbringen. Hierauf paßt denn auch die Antwort. der Brüder: Willst du den Rang eines Regenten (“|pö) über uns einnehmen, da du nur von der Erhöhung deiner Garbe sprichst? Oder denkst du gewaltsam über uns zu herrschen (npra D"32n ''2 daß wir gezwungen wären, uns vor dir zu bücken? Auf den zweiten Traum erwiderten die Brüder nichts, denn der Gedanke, der sich in ihm ausspricht, war bereits in dem ersten, und zwar in schärferen Ausdrücken, gegeben; höchstens, daß darin noch die freiwillige Unterwerfung enthalten ist. Neu ist nur der Zusatz, daß dieser freiwilligen Huldigung sich auch der Vater anfchließt. Die Schilderung hatte darum für die Brüder weniger Verletzendes, und der Vater, welcher seinem stolzen Sohne aus Klugheitsrücksichten in Gegenwart der Brüder einen Verweis ertheilen mußte, nahm diese Erzählung keineswegs mißfällig auf, wie dies aus dem Beifügen nx ns*«? v»axi nann hervorgeht. Es scheint dies aber auch noch aus einem andern Zusatze eiuzuleuchten. Jacob fragt nämlich n¥"iN ninrwr6 'o xa; xan während Joseph nur gesagt hatte onnn^s. Jacob schiebt ihm das Wort nsnx unter, das eine größere Anmaßung enthält, indem der Sohn doch unmöglich sich einbilden dürfe, der ehrwürdige Vater werde vor ihm sich bücken, und es war daher der Verweis um so gerechtfertigter. — Merkwürdig ist es, daß in der That vor der Erkennungsscene dreimal von den Brüdern gesagt wird: 2'£X nnn»'i (42, 6) n¥"]N Hnnan (43, 26) nOK i^sm (44, 14) und nach Jacobs Tode deren freiwillige Unterwerfung erzählt wird in den

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