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Der Israelit · 1868-05-26 · Heft 22 (26.5.1868) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 22 (26.5.1868)
Date
1868-05-26
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Äus An-rnturg in Ostprrnßen. Wenn dich die Lästerzunge sticht, Laß Dir dies zum Droste sagen, Die schlechteste Früchte sind es nicht, Woran die Wespen nagen. bin jeder vernünftige und rechtl'ch denkende Mensch, der das Inserat in Nummer 13 Ihres gesck ätzten Blattes gelesen, und nur ein wenig dem Grund derselben auf die Epur gekommen, wird wohl sehr leicht herausfinden, daß lediglich Neid dasselbe diktirt hat. —- Wenn die edlen Schippendeiler in Folge des weisen Spruches D’pjn pvp oipca es wagten, zu solch einem hohen edlen Zwecke an die Spitze sich zu stellen, muß allerdings die so große Gemeinde Gumbinnen gegenüber der Duodez - Gemeinde Schippenbeil beschämt zurücktreten. — Wer weiß und kennt nicht die Armuth und die Noth unserer Glaubensbrüder in Polen und wer fühlt nicht mit ihnen ihr hartes Geschick; allein, wer tvie. wir so hart ander Grenze Polens wohnend, weiß auch recht aut, daß d-es Uebel nicht von heute und gestern ist. Don polnischen Bettlern war unser Land von jeher überschwemmt und das ganz natürlich, die so frühe Derheirathung daselbst ohne die geringste Aussicht auf Erwerb, macht Tausende zu Bettlern von Geburt. — Nicht dieses Nothjahr, sondern eine gar alle Krankheit ist's leider, an der die Polen laboriren, und der schwerlich abzuhelfen ist — noam D'sbvva rG. Dem deutschen Bruder hinge» en, den man selten als Bettler aulrisst, den hat lediglich bie Noth dieses Jahres ruinirt, in obre Lage versetzt, die selbst das härteste Herz zum Mitleid bewegen nmß , .uud das um so mehr, als der Deutsche in der Reg^k seine Noth gar lange zu verheimlichen sucht, und lieber den Hungertod erleidet, als sich der Oeffentlichkeit preiszugeben. Unbegreiflich ist uns daher wie die Gumbinner, und mit ihnen der Hamagid, so gegen alle Wahrheit sündigen, die Noch unserer ostpreußischen Brüder wegleugnen können, und indem sie einen Hilferuf für die Polen erlassen, unsere deutschen Brüder aitödrücklich nicht der Hilfe bedürftig erachten, und so den edlen Schippenbeilern ihre Hilfsquellen abzuschneiden gedenken. — Und wes ist's denn, daß Ihr Gumbinner so eifert gegen Schippenbeil? Ist die Gemeinde Euch zu klein, um Großes ausführen zu können? — Leset die Bibel? Wer waren alle die Großen und Edlen? Tn ^Mattf 'L>at£f ’JDpe« Wohl wahr, die Schippenbeiler sind klein an Zahl, aber groß an edlen Unternehmungen, haben Kopf und Herz an der reckten Stille. Sie haben vielen, vielen Kummer bereits gemindert, haben viele Thränen, viele Seufzer gestillt, haben vorzügUch verschämte Arme, die es nie gewagt hätten, ein Almosen öffentlich zu beanspruchen, hilfreich unterstützt, und das Alles an Auswärtige, die Schippenbeiler selbst, wie die öffentliche Rechnungen darthuu, sind dabei nicht betheiligt. Wahrlich Grund genug, ihr edles Streben zu unterstützen, nicht aber zu schmähen; Grund genug, die edlen Spender zu ferneren Gaben anzufeuern, nicht aber sie ihnen zu entziehen. Wir rufen darum aus vollem Herzen den edlen Gehern zu „öffnet Eure Hände, und lastet Eure Gakm nach wie vok auch Euren deutschm Brüdem fließen apy^> ca trrr.nas: ny 'v; -lafset Euch von Berichten, aus denen der Neid zu deutlich spricht, nicht täuschen. Aber auch an Euch Ihr edlen Männer Schippenökils ergeht unser Nus r, Wanket und schwarz ket nicht in Eurer hochherzigen Sache; lasset Euch von kleinlichen engherzigen Seelen in Eurem Borhäben nicht beirren, bedenket, daß trotz der Anfeindungen, dir jedes edle Unternehmen noch immer zu bestehen Hotte, das Gute endlich noch immer den Sieg davon getragen .k-ebh wnyDD, und daß je größer der Schmerr. desto größer der Lohn ana# xnys Das*?." Der ipprftutTfe -er bitf. Sy" ie Synagogengemeinde Lauferswciler, Kreis Simmern, Reg.-Bez. Coblenz, sucht einen jüdischen Elementar- und ReligionSlebrer und Vorsänger mtt einem jährlichen, fixen Gehalt von!?b0Thlr. nebst ^0 Thlr. Neben-Einküusten, 2 Klafter Holz, freier Wohnung und der Benutzung einiger Parzeum Ackerlandes. Die Stelle ist gleich zu besetzen. Restectirende belieben ihre Anmeldungen franco an Goltlieb Mayer I. einzuseuden. . V Der Vorfiarrd der Stznimogen-Gemeinde. Jsaac Frank-I'. -

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