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Der Israelit · 1868-05-20 · Heft 21 (20.5.1868) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 21 (20.5.1868)
Date
1868-05-20
Page
– (sequence 14)
Language
German
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398 Aufforderung und Bitte. Wir erbalten soeben ein Schreiben von demRabdinatsverwalter Herrn Matthias Fink zn Rawaruöka in Galizien des Inhalts, daß ein gewisser Pinchas Horwitz von dort vor einem Jahre seine Frau verlassen und derselben nicht ein einziges Mal geschrieben hat. Da, wie wir vernehmen, der Genannte sich noch in hiesiger Gegend aufk ält und das Mitleid unserer Glaubensgenossen in Anspruch nimmt, so ersuchen wir die geehrten Leser dieses Blattes, die von seinem Aufenthalte wissen, denselben zu veranlassen, zu seinem bedauernswerten, verlassenen Weibe zurückzukehren und zu diesem Zwecke alle gesetzlichen Mittel in Anwendung zu bringen. Mainz, den 15. Mai 1868. Die Nedaction des „Israelit" Pr. Lehmann. Dringender Aufruf! Abermals erheben wir unsere Stimme für die nothleidenden Glaubensbrüder im benachbarten Rusland und Polen, und rufen Euch zu: Helft! Rettet! Die Noth währt leider mit ungebrochener Stärke fort, und vor der neuen Erndte ist keine Milderung zu erhoffen. Die Zahl der vollständig Vermögens- und erwerbslosen Individuen, einzig in dem unserer Thäiigkeit unterzogenen Rayon von etwa 50 OMeilen, beträgt in 24 Ortschaften mindestens 10—12,000, und für diese muß noch vier Monate lang gesorgt werden. Die wenigen wohlhabenden Juden jenseits der Grenze thun aus eigenen Mitteln das Mögliche; aber bei der großen Last müssen ihre Kräfte erschöpft werden. Deshalb richten wir an alle edle Menschen, die für die Leiden ihrer Brüder Gefühl und Theilnahme hegen, die Bitte: uns ferner mit Gaben zu unterstützen, und die größteWoblthat dadurch auszuüben, daß Sie Menschen vom Hungertode erretten! Tilsit, im Mai 1868. Das UnterstützirrrgS Comit6. Julius Lebegott, Salomon Friedeberg, Kaufmann. Rabbiner. I. N. Engel, Partikulier. C^i der russischen Stadt T-lscken, welche fast nur von «O Glaubensgenossen, ca. 8000 Seelen, bewohnt ist, sind schon viele Hungers gestorben. 21 iörael. Handwerker Familien, 1 Tischler, 4 Buchbinder, 3 Schneider, 1 Kürschner, 1 Maler, 1 Klempner, 1 Fuhrmann, 1 Schlachter, 1 Glaser, 1 Schuhmacher, 1 Maurermeister, 5 Musikanten, haben bei dem hiesigen Vereine um eine Unterstützung zu ihrer Auswanderung und Ansiedlung im Innern Rußlands nachgesucht. Der Verein ist nicht in der Lage, diesem Gesuche entsprechen zu können. Da haben sie sich nochmals an den Unterzeichneten mit der Bitte gewandt, ihr Gesuch den deutschen Glaubens- und Handwerksgenossen vorzutragen. Ich thue dies mit dem Zeugniß der vorzüglichen Würdigkeit dieser Leute und wärmsten Befürwortung dieser Bitte, und werde die einlaufenden Gaben bestens besorgen. Um weiteste Verbreitung Dieses wird gebeten. Memel, den 6. Mai 1868. »r. Rülf. _Schriftführer der hiesigen Rothstandsvereine. Bekanntmachung. Die israel. Religionslehrcr- und Vorsängerstelle zu Egelsbach, Kreis Öffenbach, mit welcher ein Gehalt von 230 bis 250 st. baar und freier Wohnung verbunden ist, soll alsbald wieder besetzt werden. Der Schächterdienst, wenn solches der Lehrer versteht, kann per Jahr auch 40 fl. eintragen. Concurrenzfähige Bewerber wollen sich binnen 4 Wochen unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei dem Unterzeichneten Vorstand unter portofreien Eingaben melden. _Der iSrael. Vorstand Marx Kahn. in guter iörael. Elementarlehrer wird gesucht. _Pr. H Reckendorf, Heidelberg. Lack Homburg. Ich babe zur diesjährigen Saison einen berühmten französischen, israelitischen Koch engagirt. A. Braunschweig, Restaurateur zur „Krone". Ein Destillateur, mit der Buchführung und Correspondenz vertraut, und im Besitze einer schönen Handschrift, sucht, auf gute Referenzen gestützt, ein Engagement. Gefällige Offerten beliebe man an Adresse I. G. StHerek in Posen, Wronkerstraße Nr. 4, zu richten. in gewandter Comptoirist, Israelit, in verschiedenen Branchen erfahren, sucht als solcher oder als Reisender anderweitiges Engagement. Franco-Offertcn sud W. 3L O. poste restante Frankfurt a. M. erbeten._ in im Bankgeschäft erfahrener, militärfreier, junger Mann, aus achtbarster Familie, wünscht in einem Frankfurter Bankhause, welches Samstags geschlossen ist, passende Stellung. Franco - Offerten erbitte sud Nr. 499 an die Expedition d. Bl. in israel. Mädchen, aus achtbarer Familie, sucht eine Stelle als Stütze der Hausfrau, auch würde es die selbstständige Leitung eines Haushaltes übernehmen. Auskunft ertheilt H. Moritz MaaS in Mannheim.

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