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Der Israelit · 1868-05-20 · Heft 21 (20.5.1868) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 21 (20.5.1868)
Date
1868-05-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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IX. Jahrgang. 'i J\ß 21. Der Israelit. E i n Kenlrat - Hrgan für das orlyodore Zudentyum. Herausgegcden von 1»^. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 2 0. Mai 5628 (166 6). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 8 Bogen. Preis deS Jahrgangs 3 Thlr. pu C- oder fl. S. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate H/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut CourS. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco eiuzusenden Inhalt. Leitender Artikel: Das Anrecht und die Befähigung Israels für die göttliche Offenbarung. — Die Vorgänge in Ungarn. AritungSnachrichtcn und Correspondenzrn: Deutschland: Fürth. Aus dem Norddeutschen Bunde. — Frankreich: Nizza. — England: London. — Amerika: Philadelphia. San Franz isko. — Heuilleto«: Elvire. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Rumänien. OettnaaSnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: «rrta. M. Aus Breslau. — Oesterr. Kaiserst.: Lemus NyireWhgza. - Inhalt der Extva-Beilager Zur Unterstützung der nothleidenden Glaubensgenossen in Preußen. — Zur Unterstützung der nothleidendm Glaubensgenossen in Rußt u. Polen. Spenden für die Armen des heil. L. — Für die Wittwcn und Waisen im heil. L. — Bau jüd. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Verein zur Förderung des Ackerbaues im beil. L — Inhalt der wissenschaftlichen Beilage: Literarisches. — Das Werk des Herrn Rabbinowitz.— sw'-'ob . mx>. — Leitender Artikel. Das Äurrcht und die Befähigung Israels für die göttliche Offenbarung. (Zum Wochenfeste.) Von Josef Edinger. Jeder unbefangene, vorurteilsfreie Denker wird sich zu Achtung und Ehrerbietung vor dem israelitischen Volke verpflichtet fühlen, wenn er den merkwürdigen, jedem Geschichtsforscher sich aufwerfenden Unterschied zwischen dem Berufe dieses und dem jedes and«n Volkes einer nähern Betrachtung unterzieht. Israel hat sich nicht wie die Phönizier durch Handel und Cr-findungen, nicht wie die Aegypter durch Astronomie und Mathematik, durch riesenhafte, bewunderungswürdige Pyramiden und Obelisken, nicht wie die Griechen durch Kunst und Wissenschaft, nicht wie die Römer durch wclterobernde Siege und Ausbauung der Rechtskunde,' auch nicht wie die andern ältern Culturvölker, welche die verschiedenen Künste auf eine bewunderungswürdige Höhe brachten, seine Bedeutung und seinen Einfluß, den es in der Geschichte behauptet, erworben; sondern dadurch, daß eS die Menschheit sich selbst erkennen und schätzen, die höchste, Alles in sich begreifende Wahrheit der reinen GotteSerkenntniß lehrte. „Cs lehrte die Menschheit sich selbst erkennen und schätzen," denn erniedrigt war dieselbe durch den damals vorherrschenden Fetischismus, die niedrigste Stufe der Abgötterei, da das vernünftige, gottähnliche Wesen Thiere, Steine, geschnitzte Figuren und dergl. anbetete. Von den damaligen ReligionSverhältnissen hätte man statt „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde", „der Mensch schuf sich Gott nach seinem Bilde" sagen können. Der zwar nicht so niedrige, doch nicht minder thörichte Sabäismus *), den die Menschen, durch Wahrnehmungen des mächtigen Einflusses der Himmelskörper auf die alljährlichen Veränderungen in der Natur und auf das damit zusammenhängende Wohlsein des Menschen,2) sich als Gottheiten vorstellten, war ebenfalls sehr verbreitet, und das kleine Völklein, das von den Aegyptern, die dem Fetischismus angehörten, als die niedrigste Kaste be- 1) richtiger Zabäismus von „toi". 2) v'v» '1 erc3 z"v ‘z pir nra und Abarbanel.

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