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Der Israelit · 1868-05-06 · Heft 19 (6.5.1868) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 19 (6.5.1868)
Date
1868-05-06
Page
– (sequence 17)
Language
German
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IX. Jahrgang. Zweite Beilage z« Nr. IS des Israelit Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. □ München, im April. Herr vr. Friedmann dahier, der mehrere Jahre als Sanitätsoffizier in niederländischen Diensten stand, hat dieser Tage vom König der Niederlande den Ritterorden der niederländischen Eichenkrone zugesandt erhalten. — Se. Maj. der Kaiser von Oesterreich hat dem Wiener Kausmanne Joseph Wertheimer in Anerkennung seines vieljährigen verdienstlichen Wirkens, insbesondere in der Leitung der isr. CultuSgemeinde von Wien den Orden der eisernen Krone 3. Nasse taxfrei verliehen. Das letzte ebenausgegebene „Gesetzblatt für das Königreich Baiern" (Nr. 25) publizirt das von Sr. Maj. dem Könige Ludwig II. sanktioniere Gesetz, Heimath, Verehelichung und Aufenthalt betreffend. (Sozialgesetz.) Dasselbe enthält folgenden sehr wichtigen Absatz. Titel IV. Schlußbestimmungen. Art. 53. Gegenwärtiges Gesetz tritt mit dem 1. September 1868 in Wirksamkeit. Mit demselben Tage erlöschen alle entgegenstehenden Gesetze und Verordnungen, insbesondere: das Gesetz vom 11. September 1825, die Heimath betreffend; die Gesetze vom 11. September 1825 und vom 1. Juli 1834, die Ansässigmachung und Verehelichung betr. u. s. w.; die Verordnung vom 12. Juli 1808, unerlaubte Verehelichung im Auslande > betreffend; jj das Gesetz vom 24. Dez. 1849, Ansäffigl machung und Verehelichung der S ch ulleh- I rer betr.; alle Ausnahmsbestimmungen in Be- \ zug auf die Einwanderung von Juden betr.! Hierauf folgen noch andere, sehr wichtige Bestimj mungen, die jedoch uns Israeliten nicht direct bej rühren. I Fürth. Der Festtag nvs bttr pn« o"' hat sich | für die hiesigen, insbesondere für die gesetzestreum 1 Israeliten in einen Tag der Bestürzung und der Trübj sal umgewandelt. An demselben verlor die hiesige Gemeinde einen ihrer edelsten Männer jbsmn pwn 3TJ aenoj-iKD ^y syrinio nstm pois mina und zwar unter Umständen, die sein Hinscheiden zu einem tragisch-erschütternden Ereignisse machen, bysyn'i vby ODinff’ yown bz bUmt fyatte nämlich in der Synagoge, genannt „Mannheimerschule", wie gewöhnlich den Segen t runo gesprochen, mit schwacher Stimme zwar, aber ohne daß dies auffiel, da er seit Jahrm leidend war. Er betete das leise gesprochene y"^ von 'n und als er es geendet — da hatte auch sein, für Alle, die ihn kannten, so theures Leben geendet: ein Herzschlag warf ihn leblos nieder. Wer beschreibt den Schrecken und die Bestürzung der Anwesenden, das laute Jammern seiner Angehörigen! Alle möglichen Wiederbelebungsversuche wurden^ angewendet, leider vergebens! bysyn Ji reine Seele war mit den Worten i'vnva npiy zum ewigen Frieden eingegangen in des Himmels Höhen, wie dies in dm trefflichen Worten des Herrn vr. Auerbach, Direetors der hiesigen Israel. Bürgerschule, entwickelt wurde, in dessen Trauervortrag (nsDn), den er in der obmgenannten „Mannheimerschule" unmittelbar vor dem Leichenbegängnisse des Verewigtm hielt. Mit aus der Tiefe seines Herzms kommenden Worten sprach Herr vr. Auerbach zu den Herzm seiner zahlreichen, aus Männern aller religiösen Richtungen bestehenden Zuhörer; unter Zugrundelegung seinereichen Schatzes jüdischen Wissens beklagte er das Hinscheiden dewahrhaft frommen Mannes, dem es nicht länger als 64 Jahre auf Erden zu weilen vergönnt war, während durch viele Jahre körperlichen Leidens, sowie Kümmernisse verschiedener Art, worunter früher auch Nahrungssorgen, allerdings auch durch das tiefe stets fortgesetzte Thorastudium sein Haar gänzlich gebleicht, sein Aussehen das eines Achtzigers war. Herr Dr. A. hob die Verdienste des Verblichenen in ,mm n":n rrray hervor: „Sohn eines Biedermannes von echter Religiösität — wir citiren hier den verehrtm Redner fast wörtlich — ward er gleichsam 'rna by min bv erzogen, war er einer der vorzüglichsten Schüler von zwei der größtm Sterne am Fürther Gelehrtenhimmel: dem unvergeßlichmmaoan m"mi> und dem ebenfalls sehr bedeutendm buyo -n"mD 2>pi"rtt NJnNp; bereits in seinem 18. Jahre erhielt er die rwnin mnrt — in Fürth, damals in Wahrheit DnsiDi D'DDn -vy, gewiß eine große Auszeichnung! Sein ganzes Leben war der heil. Gotteslehre gewidmet, und wenn nicht ausschließlich dem Studium derselben, da er pte yn Dy mm .iS' durch Führung eines Kaufladens in dm letzteren Jahren bethätigte, so war jenes doch seine Hauptbeschäftigung;

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