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Der Israelit · 1868-04-22 · Heft 17 (22.4.1868) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 17 (22.4.1868)
Date
1868-04-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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w 7 M 17 IX. Jahrgang. Der Israelit. Ein Gentrat - Grgan für das orthodore Iudenlhum. Herausgegebm von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 22.April 5628 (1868). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 16 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder derm Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitender Artikel: Das Judenthum und die Statistik. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Worms. Aus Straubing. Würzburg. Frankfurt a. M. Posen. Aus der Provinz Posen. Königsberg. — Oe st. Kaisers^: Pesth. Prag. — Frankreich: Paris. — Rumänien. Bukarest. — Feuilleton: Elvire. Inhalt der ersten Beilager Telegraphische Depesche. ZeitnugSnachrichhen «uv Torrespoudenzeu: Deutschland: Mainz. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. — Donaufür» stenth.: Bukarest. Bukarest. Bukarest. — Frankreich: Paris. Paris. Paris. Paris. Paris. Paris. Nizza. Straßburg. — Belgien: Brüssel. — England: London. — Amerika: New-Pork. Cincinnati. — Feuilleton: Der Gefangene. Inhalt der zweiten Beilager Die Angelegenheiten des löbl Comite in Schippenbeil. Seeburg. Mehlsack. Osterode. Danksagung. Inserat. Inserat. Aus Ostpreußen. Inhalt der dritten Beilage. Zur Unterstützung der nothleidenden Glaubensgenoffen in Rußl. u. Polen. — Spenden für die Armen des hl. L. — Bau jüd. Armenu. Pilgerwohnungen in Jerusalem. - Leitender Artikel. Düs Iudenthum und die Statistik. Mainz, den 16. April. Wir haben in der zweiten Nummer des 7. Jahrganges das Werk des Hrn. Legoyt besprochen, in welchem derselbe mit statistischen Daten nachweist, daß unter den Juden eine geringere Sterblichkeit und eine längere Lebensdauer als bei den Bekennrrn anderer Religionen zu finden ist. Herr L. erklärt diese Erscheinung namentlich durch das jüdische Religionsgesetz, welches 1. durch viele sanitätische Vorschriften wohlthätig auf die Gesundheit einwirkt, 2. zu einem innigen Familienleben erzieht, 3. die Mäßigkeit fördert, 4. mit einem Geiste beispielloser Wohlthätigkeit beseelt und 5. einen geistigen Frohsinn verleiht, welcher die Widerwärtigkeiten des Lebens leichter ertragen und denselben besser widerstehen läßt. Herr Legoyt ist kein orthodoxer Jude; er ist überhaupt kein Judeer ist ein Christ und zwar ein hoher Beamter im ftanzösischen Handelsministerium. Kann man nun Herrn Legoyt des jüdischen Fanatismus beschuldigen? Gewiß nicht. Wenn aber einer unserer Correspondenten etwas Aehnliches ausspricht, da wird von gewisser Seite sofort ein Geschrei über Fanatismus erhoben. Unser Münchener Correspondent hat unlängst daraus aufmerksam gemacht, daß aus statistischen Daten hervorgeht, daß die Zahl der Juden in den Ländern, in welchen die jüdischen Religionsvorschriften mißachtet werden, abnimmt. Alsogleich erhebt ein Correspondent des „Mannheimer Tagblattes" seine Stimme, klagt unser Blatt des Fanatismus an und meint „eine solche ErklärungSweise könnte einem Eisenmenger Ehre machen." Wir müssen gestehen, der Correspondent deS „Mannheimer Tagblattes" besitzt eine rege Phantasie. Wir können in dieser „ErklärungSweise" auch keine Spur von Fanatismus finden, und was den seligen (?) Eisenmenger betrifft, so hatte es sich derselbe zur Aufgabe gemacht, die Religionsgesetze des Judenthums dem Hohne und der Verachtung preiszugeben, wovon in dem Passus, welcher den Zorn des M. T. erregt hat, gerade das Gegentheil der Fall ist. Doch führen wir statt unnützer Polemik einige Thatsachen an.

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