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Der Israelit · 1868-04-01 · Heft 14-15 (1.4.1868) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 14-15 (1.4.1868)
Date
1868-04-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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IX. Jahrgang. ZweiteBeilagezu Nr. 14 & 15 desJsraelit. getturrgsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Berlin, 9. März. Der vor Kurzem verstorbene Zakob Salo non von hier bat der hiesigen man oum 1000 Thlr. und der aw nntp man ebenfalls 1000 Thlr. geschenkt zur Errichtung eines s^“ipn p-wt in der von diesem Verein demnächst zu erbauenden Synagoge. Die Frau deS Verstorbenen hat daS Versprechen gegeben, daß, wenn die Summe zu diesem Zweck nicht ausreichen würde, sie daS Fehlende bis zu 1000 Tbaler ergänzen wolle. Außerdem hat Herr S. 5500 Thlr. zur Ausstattung von 7 Mädchen, und weitere 5000 Thlr. vermacht, von welchen letzteren die jährlichen Zinsen einem Mädchen oder einem jungen Mann aus seiner Familie gegeben werden sollen. (Jbri An.) Oesterreichischer Kaiserstaal. Brody. Vor einigen Tagen waren es36Jahre» daß Herrn M. Kalltr dahier die Aufsicht über daS hiesige Hospital übertragen wurde. Bei diesem freudigen Anlaß spendete Herr K. 3t>00 fl. für das Hospital. Diese Gabe ist jedoch nicht die erste von demselben, denn im Jahre 1857, bei Gelegenheit seines 25jährigen Jubiläums, gab er 50 eiserne Bettstellen mit den dazu gehörigen Betten, nach dem großen Brande im Jahre 1859 3000 fl. und 1864, als ihn der Kaiser von Oesterreich mit dem Franz Josephs-Orden dekorirte, 2000 fl.; außerdem hat er im Hofe des SpitalS eine kleine Synagoge auf eigene Kosten erbauen lassm, die er auch allein unterhält. (Jbri An.) Feuilleton. Me Hteis« von Jaffa «ach Jerusalem. Die seit einigen Jahren stattfindenden Vergnügungszüge nach dem Orient, besonders aber der stets zunehmende Besuch Palästinas von Seiten unse er Glaubensbrüder aus Deutschland und Frankreich, veranlasien mich, über den Hafen von Jaffa und über die von da aus nach Jerusalem führende Straße einige, in industrieller Hinsicht vielleicht Inter-sie bietende Schilderungen zu veröffentlichen. Ist der Tourist so glücklich, an einem vom schönen Wetter begünstigten Tage vor Jaffa anzulangen, so kann er — trotz des felsenreichen Landungsplatzes, trotz der mannshoch sich thürmenden Wogen — ganz getrost sich den Barken der Araber anoertrauen, die ihn, zwischen dm gefährlichsten Klippen durchrudernd, in 10—12 Minuten wohlerhallen on's Ufer setzen. Sind jedoch die Wellen des Meeres vom Winde gepeitscht, von einer dem Ausschiffen ungünstigen, ja gefährlichen Bewegung ergriffen, so geschieht es häufig, daß die Passagiere in Jaffa nicht ausgeschifft werden, sondern entweder nach Beyrut oder nach Alexandrien weiter fahren müffen. So geschieht es im Winter, zur Zeit, wo heftige Seestürme wüthen, daß, außer der durch den Orkan veranlaßen Verspätung des Schiffes, der Dampfer wegen Unmöglichkeit der Ausschiffung sammt Passagieren, Briefen und Fracht unverrichteter Sache entweder weiter fahren, oder zurückfahren muß. — Da die türkische Regierung bis jetzt sowohl wegen Mangel am „nervus rerum“, als höchst wahrscheinlich auch auS strategischen Rücksichten, noch nicht die geringste Absicht zur Errichtung eines Hafens in Jaffa kundgab, so wäre cs — im Falle der erhaltenen Conosslon — ein dankbares Unternehmen, eine den Hafenbau betreffende Attien-Gesellschaft zu gründen. In Jaffa glücklich an's Mer gelangt, finden unsere Glaubcnsbrüder im „Hotel Blattner" eine recht komfortable Unterkunft. Tie Eigentümer des Hotels, strenggläubige Israeliten, bestreben sich, dem Touristen, besonders ab°r unsern Glaubensgenossen die Weiterfahrt in jeder H nsicht zu erleichtern, häufig sich ihm selbst als Cicerone bergesellend. Früher mußte man ans Sicherheitsgründen, um von den hcrumstreifeud n Bcduinenhorden nicht geplündert zu werden, immer entweder mir einer Karavane, oder in Begleitung einiger v'M Gouverneur Jaffas mitgegcbenen Kaoaffen (Gensdarmen) die Reise nach Jerus'lem fortfivcn; j>u t hingegen ist — Dank der Energie des ehemaligen Paichah Kiamil — die Straße d. rart sicher, dab selbst der (auch Geld mitiührende) Postknccht ganz allein den Weg von I iffa nach Jerusalem und ebenso retour zu üklegt. Außer den T'g und Nacht herumstreifeneen Mi irärpatrouillen ist auch jedes Dorf mit Gut und Blut veranlworr'ih für eine in seiner Nähe etwa slattfindende Piünd.run, deS Reisenden, oder Zerstörung des von Jerusalem nach Jaffa leitenden Telegr phen rratbrs. Jerusalem ist nicht nur du ch die regelmäßig stat findende Schifffahrt des österreichischen L oyd und der französischen Meffagerie Imperiale, sondern auch

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