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Der Israelit · 1868-03-18 · Heft 12 (18.3.1868) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 12 (18.3.1868)
Date
1868-03-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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IX. Jahrgang. >/ M 12 Zsraent. E i n Kentrat - Hrgan für das orthodore Audenthum. Herausgegeden von Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 18. März 5628 (1868). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. k. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungm und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate IV2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco ernzusenden. Da mit dem 1. April ein neues Quartal beginnt, lo erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post daS Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Berfendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt. Leitende Artikel: Uebertritte zum Judenthum. — Zur ungarischen israelitischen Conferenzversammlung. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Württemberg. Berlin. Halberstadt. Aus dem Norddeutschen Bunde. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Wien. Wien. Wien. Pesth. Pesth Samson. Holitsch. — England: London. London — Donaufürstenth.: Bukarest. — Schweden: Stockholm. — Palästina. — Afrika: Algier. — Feuilleton: Das Wirthshaus im Walde. Inhalt der Beilager ZritungSaachrichtru und Korrespondenzen: Deutschland: München. München. Frankfurt a. M. Aankfurt. Breslau. — Oesterr.Kaiserst.: Wien. Namesto. Aus Oberungarn — England: London. — Syrien: Damascus. — Afrika: Tripolis. — Inhalt der wissenschaftlichen Beilager Literarisches. — Rabbiner Hirsch und seme Gegner. — Die König - Ludwigs - Inschriften. — Eine Notiz über eine Judenverfolgung in Köln. — Leitende Artikel. Uebertritte zum Judenthum. Mainz, den 10. März. Wir haben in den jüngsten Nummern dieser Zeitschrift vielfach Gelegenheit gehabt, von den zahlreichen Nebertritten zum Judenthume zu berichten und dieselben aufrichtig zu beklagen; wir haben unfern geehrten Lesern mitgetheilt, wie die Helden der sogenannten jüdischen Reform bei derlei Angelegenheiten verfahren. Die Nr. 9 der in Berlin noch erscheinenden „Gegenwart", einer „Wochenschrift für jüdische Angelegenheiten",*) enthält eine glänzende Bestätigung des von uns Gesagten. Namentlich wird der erwähnte Artikel all den zahlreichen Freunden des Herrn Rabbinen Dr. Hildesheimer zu Eisenstadt zu nicht geringer Genugthunng gereichen. Wir lasten den Bericht der „Gegenwart" hier wörtlich folgen: „Königsberg i. Pr., 14. Januar. Seitdem die Habilitation der Juden an hiesiger Universität gestattet, sind zwei Juden als Privatdocenten in der medicinischen Facultät thätig, nämlich vr. Max PerlS und Vr. S. Samuel. Der erste ist vor vierzehn Tagen als Pro-Direktor der anatomisch-Päthologischen Klinik bestätigt worden, und das Christenthum erlitt dadurch ebensowenig eine Erschütterung, wie durch den vor einigen Monaten erfolgten Uebertritt eines gebildeten Christen zum Judenthum. Die Art und Weise, wie besten Aufnahme in^s Judenthum von Herrn vr. Jolowicz vollzogen wurde, verdient in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Nachdem Herr G...... aus Liebe zu einem armen jüdischen Mädchen aus der Landeskirche ausgeschieden war, kam er zu vr. Jolowicz und erklärte ihm feinen Entschluß, in die Gemeinschaft der Juden einzutreten. Diesen freien Entschluß nahm vr. Jolowicz in Gegenwart zweier tüchtiger christlichen Zeugen zu Protokoll, er mahnte zunächst Herrn G.. von seinem Entschlüsse abzustehen, da noch mancherlei sociale Vorurtheile gegen die Juden und ihre Religion obwalteten, erklärte ihm das Wesen der Religion des Judenthums im Unterschiede von der sogenannten jüdischen Religion, und wies ihn darauf hin, daß der wesentliche und eigentliche Unterschied zwischen dem Judenthum und allen *) Dieselbe hört mit dem 1. April zu erscheinen auf.

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