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Der Israelit · 1868-03-04 · Heft 10 (4.3.1868) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 10 (4.3.1868)
Date
1868-03-04
Page
– (sequence 13)
Language
German
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169 Meine Lage wurde dadurch allmählich verbessert, ich konnte mit den Meinigen correspondiren, mich mit der Lehre Gottes beschäftigen, selbst Bücher schreiben, wie ich im nächstm Kapitel ausführlich berichten werde. Nicht meine Verdienste waren es, die mir in meinem Elend so umfangreich bcistanden, sondern die Verdienste meiner Vorfahren und die der Vorfahren meiner geliebten Frau, oder vielmehr ihre eigenen Verdienste, denn Klara ist ein wackeres Weib, wer findet noch ein gleiches? Ich will mit einem ihrer gehaltreichen Sprüche das folgende Kapitel überschreiben, das meine Lebensgeschichte vor meiner Verhaftung enthält und Vieles von ihren Tugenden und Verdiensten erzählen wird. (Forts, folgt.) A W Z E (Gingef andt.) Altenmuhr in Mittelfranken. Die Nachricht von dem Hinscheiden eines echt religiösen Israeliten soll das Herz eines jeden Gläubigen mit Trauer erfüllen; zugleich soll aber auch eine solche Nachricht die Triebfeder sein, anzueifern, dem verstorbenen Muster und Vorbild nachzuahmen wjk hd ru^yo. So schloß dahier mp n"-n x dp ein Mann, Namens David Richard, seine irdische Laufbahn in einem Alter von 72 Jahren, von denen er 40 Jahre in glücklicher Ehe verlebte. Er war ein treuer Gatte und liebevoller Vater, und mit vollem Rechte stoffen reichliche Thränenströme von seiner zurückgelaffenen Gattin und seinen Kindern, welche Letztere aus der Ferne herbeieilten, um den Geliebten auf seinem letzten Gange zu begleiten. Er war ein ehrenwerthes Mitglied seiner Glaubensgemeinde. Seine Hingebung und Treue an dieselbe hat ihm die Achtung Aller erworben und herb ist der Schmerz seines Verlustes. Viele, viele Jahre hindurch versah er an D'*ou D’D’ die Stelle als nt”2n Und mit welcher Andacht und mit welcher Innigkeit stand er da vor seinem himmlischen Herrn; Alle, die ihn hörten, wurden zur Andacht hingezogen. Als npns ’fcoa genoß er das vollkommenste Vertrauen und wie freute er sich, wenn viele Armengelder eingingen, um dadurch das Wehe Anderer nach Umständen lindern zu können. Auch das Amt als Cassier der ^->x-Gelder versah er, und ganze Tage legte er sein häusliches Geschäft bei Seite, um diese Liebesgaben dahier einzuheben. Und diese Tage, wo ihm die Spenden in Fülle gereicht wurden, das waren seine Freudentage. Sein Seelenheil ging ihm über alles Vergängliche, sein religiöser Sinn bewährte sich in allen Lagen des Lebens; Nichts konnte ihn beirren, die Bahn der Tugend zu verlassen -n« mim niso na o. Sein ganzes Leben war ein liebevolles Benehmen gegen Jedermann mit herzlicher Offenheit und Redlichkeit. Im letzten Augenblicke — das Auge nach Oben gerichtet — spielte ein heiliges Lächeln auf seinem Angesichte und er starb — np’Bua. Ihm, den nun in den höheren Regionen Wohnenden, rufen wir zu: yizb *)Sn '1 “1DD1 i (; e Concurrenz - Eröffnung. Die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters in der israel. Religionsgemeinde Groß- Rohrheim, mit welcher ein fixer Gehalt von 150 fl. jährlich nebst freier Kost, Wohnung und Heizung, sowie Accidenzien im Betrag von etwa 30 fl. jährlich verbunden, ist erledigt. Concurrenzfähige Bewerber werden aufgefordert, sich binnen 6 Wochen, unter Vorlegung ihrer Legitimationspapiere und Zeugniffe, bei Unterzeichneter Behörde anzumelden. Bensheim, den 4. Februar 1868. Großherzogliches Kreisamt Bensheim. _Knon._ (ELin Rabbiner und Prediger, graduirter Doctor der Philosophie, mit den besten Zeugniffen über zurückgelegte theologische und pädagogische Studien, über oratorische Begabung und rühmliche Amtsthütigkeit, zugleich über vorzügliche cantorale Befähigung und musikalische Bildung (wodurch eine Gemeinde ein Individuum weniger anzustellen braucht), wünscht eine entsprechende Anstellung in einer Gemeinde in einer Stadt, wo öffentliche höhere Bildungsanstalten sich befinden. Franco-Offerten sud Nr. 222 an die Spedition d. Bl. oder an die Buchdruckerei von Sanders und Brandeis in Prag, Nittergaffe. in sehr tüchtiger Religionslehrer, Vorbeter, Droar, ^nioi tnip, welcher auch Vorträge hält, dem ntop von berühmten Dnm sowie glänzende Atteste von Vorständen zur Seite stehen, wünscht anderswo eine Stelle. Reflectirende wollen Franco - Offerten, gezeichnet R. G. 203 post. rest. Bifchosstein (O.-Pr.) einsenden._ in junger Mann (Israelit), der etwas Sprachkenntniffe besitzt, seit 6 Jahren in einem Weißwaaren- Geschöfte servirt, und mit guten Referenzen versehen ist, sucht ein anderweitiges Engagement. Offerten beliebe man unter K. L. 24§ an Herren Haasenstein «fe Vogler in Hamburg einzusenden. k^ür meine Tuch- und Modewaaren-Handlung suche O zum baldigen Antritt einen jungen Mann achtbarer Eltern, der mit den nöthigen Schulkenntniffen ausgestattet ist, als Lehrling. Arnswalde in der Neu-Mark, den 22. Febr. 1868. I. Goldfeld.

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