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Der Israelit · 1868-02-12 · Heft 7 (12.2.1868) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 7 (12.2.1868)
Date
1868-02-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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IX. Jahrgang. J\f 7. Der Israelit. Ein Gentrat-Hrgan für das orthodoxe Audenthum. Herausgegedm von Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 12. Februar 5628 (1868). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens % Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate IV2 Sgr. die Petitzelle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. In halt. Leitende Artikel: Ein Attentat, veriibt gegen das Leben und die Freiheit mehrerer Israeliten von Seiten des Amerikanischen Consuls zu Jerusalem. — Die Bewegungen in Ungarn. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: München. Aus Westphalen. Königsberg. — Oesterr. Kaiser st.: Pesth. Pesth. Prag.— Italien: Neapel.— Frankreich: Paris. Paris. — England: London.— Rußland: Petersburg. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Das Wirthshaus im Walde. Inhalt der Beilager Leitender Artikel: Zur Genesis des neuen bayerischen Wehrgesetzes. — » ZeitnugSoachrichte» und Korrespondenzen: Oesterr. Kaiser st.: Eisenstadt. Pesth. — Frankreich: Paris. — Belgien: Brüssel. — Palästina: Jerusalem. — Afrika: Tunis- — Feuilleton: Kaiser Friedrich II. und die Hagenauer Juden. Leitende Artikel. Gin Attentat, verübt gegen das Leben und die Freiheit mehrerer Israeliten von Seiten des Amerikanischen Consuls zu Jerusalem. Mainz, den 5. Februar. Unsere Leser werden beim Erblicken der Ueberschrift nicht wenig erstaunt sein. Der Vertreter der freiesten Nation der Welt, der Vertreter der Nordamerikanischen Union hat sich erkühnt, durch rohe Gewaltacte das Leben und die Freiheit von Israeliten zu gefährden, gegen die nicht einmal der Schein einer Anklage vorlag. Es ist unerhört und wird nicht verfehlen, die Entrüstung der ganzen gebildeten Welt wach zu rufen. Doch, wir wollen die Tatsachen reden lassen, wie sie uns von glaubwürdigster Seite in vielen, hebräischgeschriebenen Briefen mitgetheilt werden, von denen wir die folgenden in deutscher Uebertragung veröffentlichen: „Jerusalem, Sonntag, den 17. Tebeth 5628, d. i. den 12. Januar 1868. „Mit betrübtem Herzen sä reibe ich Ihnen heute im Aufträge sämmtlicher Rabbinen und Vorsteher der isr. Gemeinden in der heiligen Stadt, um Sie zu bitten, durch Ihre geschätzte Zeitschrift Vorfälle zu veröffentlichen, die das Leben und die Freiheit, vor Allem aber das Recht und die Freiheit der Gewissen gefährdet haben und gefährden. Herr Victor Beauboucher, Consul der vereinigten Staaten von Nordamerika in hiesiger Stadt, ist der Urheber von unerhörten Gewaltthaten, die ich Ihnen sogleich berichten werde. „Vor einigen Jahren starb hier ein aus Preußen gebürtiger Israelit, Namens Morvechai Steinberg, welcher einen Sohn Namens Jukob und zwei Töchter hinterließ. Die ältere von diesen hatte sich schon bei Lebzeiten ihres Vaters taufen lasten und einen zum Christenthume übergegangenen Rüsten, der sich unter amerikanischen Schutz begab, geheirathet; die jüngere blieb bei ihrem Bruder Jakob und verharrte in der jüdischen Religion. Da aber der Bruder sehr arm war, so nahm sich der rühmlichst bekannte Rabbi Arjeh Markus des verwaisten Kindes an, kleidete es und nahm es in sein Haus auf. Vor drei Wochen nun starb auch Jakob Steinberg. Um dieselbe Zeit wurde seine jüngere Schwester krank und kam in das Rothschild'sche Hospital, woselbst sie bis Donnerstag den 14. Tebeth blieb. Während fie im Hospttal war, kam die getaufte Schwester täglich, um fie abzuholen und zu sich zu nehmen; aber der Arzt gab fie nicht

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