Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 6 (5.2.1868)
- Date
- 1868-02-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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jy-4BC IX. Jahrgang. Zsraelit. Ein Aenlrat-Hrgan für das orlhodore Iudenthum - Herausgegedm von V». Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 5. Februar 5628 (1868). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder f£ 5. 16 fr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postgüter nehpren Bestellungen an. Inserate i% Sgr. die Petitzeile öder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direct«; ^r'ancozusendung unter ' SKeifband pro 3o$*gang 4 Thlr. pr. C. ober 6 fl. öfierr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Die , Noch in Preußen und in den russischen Grenzdistricten. — Zur Genesis des neuen bayerischen Wehrgesetzes. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. , Aus dem Norddeutschen Bunde. Aus Holstein. — . Oestrrr. Kais erst.: Wien. Lemberg. Eifenstadt. Drahabitsch.?— Holland: Amsterdam. Amsterdavisk'WMedam. — Donaufürstenth.: Bukarest. — England: Portsmouth. — Amerika: New-Pork. Chatanoga. — Afrika: Tunis. — FevMeton: Der Kabalist. Inhalt dev Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. Berlin. Berln. Berlin. — Oesterr.Kaiserst.: Wien. Brünn. Eisenstadt. — Holland: Amsterdam. — Italien: Venedig. — Australien: Melbourne. — Kevilleton: Der Gefangene. Lettevbe Artikel. Die Nsth in Preußen und in den russischen Grrnchisirtcten. Mainz, de» 29. Jan. In voriger Nummer hat uns eine Korrespondenz auS Memel auf die Roth, die auch unter unfern Glaubensgenossen in den in der Üeberschrift genannten Ländern herrscht, aufmerksam gemacht. Seitdem haben zahlreiche Briefe aus Königsberg, Memel, Gumbinnen, Echirmmdt rc. jene Nachrichten bestätigt. Reisende, die von dort hierhergekommen, machen uns haarsträubende Schilderungen des furchtbaren Elends, dem namentlich die jenseits und diesseits der Grenze wohnenden russischen Israeliten ausgesetzt find. In vielen Briefen werden wir aufgefordert, EMammlungen zu veranstalten und speciell für unsere Glaubensgenossen zur Vertheilung zu bringen. So gern wir nun auch in der angegebenen Weise helfen möchten, so sehen wir doch nicht ab, wie das möglich ist, solange sich nicht zü dem erwähnten Zwecke in den nothbedrängten Gegenden selbst Comitö's gebildet haben, welche die Angelegenheit in die Hand nehmen. Denn, wenn wir auch Geld zur Disposition haben würden, so wüßten wir doch nicht, an wen wir es einschicken könnten, damit es in die rechten Hände komme. Es wäre vor Allem erforderlich, daß, wohlhabende, ehrenwerthe, allgemeines Verträum genießende Glaubensgenossen in irgend einer der ostpreußischm Grenzstädte sich zu einem Comitö constituirtm und es fich zur Aufgabe machten, die zu sammelnden Gelder ersprießlich zu verwende». Möge daS recht bald geschehm; wir werden dann gern bereit sein, mit unfern schwachen Kräften dahin zu wirken, die Darbmden vom schrecklichen Hungertode zu retten. In den obenerwähntm Briesm wird hervorgehoben , daß unsere armen Glaubensgeuofien je* fürchten, bei der Vertheilung der Gaben durch die allgemeinm HilfS-Comitö'S zurückgesetzt werden. Inwiefern diese Befürchtungen gegründet find, können wir nicht beurtheilen. Aber abgesehen davon, handelt es fich hier um ganz etwas Anderes; eS handelt sich hier in erster Linie um die Unterstützung und Erret-' tung der russischen Israeliten, die — mögen,sie nun auf der preußischen oder auf der russischen Seite der Grenze wohnen — dem furchtbarstm Elende preiS- * I