Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 5 (29.1.1868)
- Date
- 1868-01-29
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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83 /Ls fei uns gestattet, mit kurzen Worten einem edlen VL Manne in diesem Blatte für einen Act der Pietät zu danken, der uns auf's Höchste erfreut hat und dessen Mittheilung allen Menschenfreunden den Beweis liefern wird, daß Wohlthätigkeit, diese Zierde des Judenthums, in unserer Mitte stets die reichsten Blüthen treibt. Herr Simon Harff aus Dülken schenkte dem iSrael. Waisenhause für Westphalen und Rheinland zu Paderborn fünfhundert Thaler in Berg.-Mark. Prioritäts-Obligationen nebst den halbjährig verfallenen Zinsen. Der edle Geber traf dabei die Bestimmung, daß nach seinem dereinstigen Ableben, was Gott noch lange, lange Jahre verhüten möge, sein Name auf der Gedächtnißtafel unseres Hauses verzeichnet werde und daß die Waisenkinder nach alter Sitte das Kaddrsch-Gebet für ihn verrichten sollen. Bezeichnend für die Sinnesart des Herrn Simon Harff ist aber, daß derselbe diese Bestimmung nicht nur für seine Person traf, sondern auch für die des greisen Gemeinde- Lehrers, Herrn Franck. Auch dessen Name wünscht der edle Mann dereinst auf der Gedächtnißtafel unserer Anstalt verzeichnet zu sehen, und das Kaddisch- Gebet unserer Waisenkinder auf seinem Jahrzeitstage soll seinen Namen, im Sinne unserer Religion, unsterblich machen. Wir sprechen demnach dem hochherzigen W -hlthäter unfern innigsten Dank aus. Derselbe hat durch seine bedeutende Gabe den Wohlstand unserer gemeinnützigen Anstalt vermehrt und gleichzeitig die zarteste Huldigung dem Lehrerstande dargebracht wie sie sinniger und edler nicht ausgedrückt werden kann. Paderborn, im Januar 1868. Das Kuratorium des isr. Waisenhauses für Wests phalen und Rheinland._ ©ncatur. Die Lehrer -, Vorbeter- und Schächterstelle der Israel. Gemeinde Osthofen ist vacant geworden, und wollen sich qualificirte Bewerber gefälligst unter Beifügung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten wenden. Der fixe Gehalt beträgt 275 fl. Die sehr einträgliche Schächterstelle veranschlagt zu 175 fl. nebst freier Wohnung und Schulgarten; außerdem ist dem Lehrer vermöge seiner freien Zeit zu Nebenverdiensten viel Gelegenheit geboten. Osthofen (Nheinheffen), im Januar 1868. Der israel. Vorstand M. Levy. Mn der hiesigen jüdischeu Religions-Schule sind zwei Lehrerstellen, verbunden mit einem Gehalte von 300 bis 350 Thlrn., zum 1. April d. I. zu besetzen. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Franco-Einsendung ihrer Zeugniffe melden. Pleschen, den 1. Januar 1868. Der Corporatiorrs - Vorstand. A. Danielewicz. H. Guttmacher. Annonce. Zum 1. Juni d. I. wird in hiesiger Gemeinde die Schächter- und Cantor-Stelle, verbunden mit einem Gehalte von 200 Thlr. und freier Amtswohnung excl. Nebeneinkommen von ca. 150 Thlr. vacant. Qualificirte Bewerber, die auch *mp sind, wollen ihre Zeugniffe franco an Unterzeichneten Synagogen-Vorsteher einschicken. Reisekosten werden nicht erstattet. Schmiegel im Großherz. Posen, im Jan. 1868. Der Synagogen-Vorsteher Jacob Hamburger. C^te Gemeinde zu Dover beabsichtigt einen jin (auch &nip ty3)unb Dnw zu engagiren, der sogleich eintreten kann. Befähigte Bewerber, welche genügende Zeugniffe eines altgläubigen Rabbinen beibringen können, werden gebeten, dieselben an den Unterzeichneten einzusenden. Das jährliche Gehalt beträgt 70 Pfund Sterling (— 840 fl.); für gebildete Inhaber dieser Stelle, welche Privatunterricht in deutscher und hebräischer Sprache zu ertheilen vermögen, steht reichlicher Nebenverdienst in Aussicht. Kenntniß des Englischen wird nicht gefordert. Frankfurt a. M._I. M. Japbct. /Lin tüchtiger Elementarlehrer pm Dmip, der VE auch Unterricht in tnmi ruarD i'Vn erx theilen kann, sucht in einer größeren Gemeinde l# eine paffende Stelle. Franco - Offerten unter f) Nr. 120 besorgt die Expedition d. Bl. /Lin geübter Kanzelredner erbietet sich zu Ausarbeitung von Predigten und andern Vorträgen. Honorar mäßig. Strengste Discretion. Frankirte Briefe unter Chiffre D. K. nimmt die Meßner'sche Buchhandlung in Caffel entgegen. (Tür meinen 14 jährigen mit guten Schulkenntniffen O versehenen Sohn suche ich eine Stelle als Lehrling in einem Geschüfte, welches Sabbat- und Feiertage geschlossen ist. Fellheim in Bayern, den 21. Januar 1868. Sal. Scbnaier. /Lin Sohn achtbarer Eltern, jüdischer Religion, mit VE den nöthigen Kenntnisien versehen, kann in meinem Tuch-, Mode- und Kurzwaaren- Geschäft sofort oder auch zu Ostern als Lehrling ausgenommen werden. G. Kästner, _Polzin in Pommern. QJür mein Manufactur - und Materialwaaren-Ge- O schüft, welches Sabbat- und Feiertage geschloffen ist, wird zum sofortigen Antritt ein kräftiger mit guten Schulkenntniffen versehener junger Mann als Lehrling gesucht. Louis Jaeoby, Belgard, Pommer«.