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Der Israelit · 1867-12-04 · Heft 49 (4.12.1867) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 49 (4.12.1867)
Date
1867-12-04
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Wissenschaftliche Geitage M Nr. 49 des Israelit. Frankfurt a. M., im Mai. Dir nrue von Fischer (und Gelbe) besorgte Ausgabe des Äurtors'schen Lexicon Chaldaicum talm. et1 abb. (Leipzig 1866.) Besprochen von Dr. A. Salzbach. (Fortsetzung.) 8. V. (6. 76 f.) wird in sämmtlichen Citaten obiges Werk als Irans, detrandatio („Betrug") erklärt, jedoch mit Unrecht. Sätze wie -pht ’.t 'intys* obetnNi'iK ~»ytcro fm \byu onyaci io (B. mezia f. 59 a.), dahin zu deuten, daß man sich hüten solle, seine Frau zu betrügen („äa frande axoriL snae") und, daß bei Gott das Thor des Betruges („porta defraudationia“) niemals geschlossen sei, ist falsch. In angeführter Talmudstelle wird unterschieden zwischen poo und onm hnjin, und zwar bedeutet hnjin eigentlich „Bedrückung", „Beeinträchtigung", so daß ersteres eine Beeinträchtigung an Geld — Betrug, und letzteres eine Beeinträchtigung durch Worte — Kränkung ausdrückt, von der R. Simon den Jochai sagt, daß sie bedeutend schwerwiegender sei, als erftere. In den angeführten Talmudstellen ist aber nur von letzterer die Rede, so daß die Warnung Nicht meint, daß man seine Frau nicht betrügen solle, die auch eine höchst müfsige wäre, fou^ Dem daß man sich hüte, dieselbe mit einem Worte zu kränken, denn '121 nnjwn io wenn auch alle Thore bei Gott verschlossen scheinen , wenn auch Gott manches Gebet nicht erhören würde, nww *w jedoch, das Thor, durch welches das Gebet des gekränkten Gemüthes zu gehen bestimmt ist, ist niemals verschlossen, die Thräne des verwundeten Herzens, des Herzens, das durch Spott und Kränkung gebrochen, sie findet stets ihren Weg zu Gott. Durch ein Wort, das sehr häufig in uneigentlicher Bedeutung im Talmud vorkommt, hat sich B. auf merkwürdige Weise irre leiten laffen. 8. V. noumn (S. 77) wird citirt: /mao nay ttL' N'DH5JN3» Oltmb 8L' 6Ö OltMN ’J)i>Di> und übertragen : „8ervum meum vendidi Simoni Antiocheno, non valet: Simoni Antiocheno qui Antiochiae habitat, valet". (Gittin f. 44b.) Das Wort NU1 ist hier der Stein des Anstoßes gewesen, da bei demselben gewöhnlich die Worte iroin »T supplirt werden und es alsdann die Bedeutung, der Pflicht sich entledigt zu haben, hat. In diesem Sinne würde eine Uebersetzung wie valet und non valet („es gilt" und „es gilt nicht") ganz am Platze sein. Jedoch ist in unserer Stelle nicht sondern zu lesen. Es heißt nämlich kurz vorher, daß ein Sklave frei wird, sobald er von Palästina nach außerhalb des Landes verkauft wird; sagt nun Jemand, so wird deducirt: Ich habe meinen Sklaven dem Antiochäer N. N. verkauft, «s» e6 — so geht der Sklave nicht hinaus, d. h. aus dem Verhältniß der Sklaverei, er wird nicht frei; sagt er aber: Ich habe einen Sklaven dem Antiochäer N. N., der in Antiochien wobnt, verkauft, wodurch also ausdrücklich bemerkt wird, daß der Sklave nach auswärts zu kommen bestimmt ist, 8L', so geht er (der Sklave) hinaus, d. h er tritt aus dem Verhältniß der Sklaverei, er wird frei. 8. v. jruiSK (S. 104) meint B., daß das Verbot, mit dem Geldbeutel den Tempelbet g zu betreten (Berach. f. 62 b.), sich nur aus den Sabbat beziehe, was aber falsch ist; man betrachtete vielmehr das Betreten des Tempelbcrges mit dem Geldbeutel zu jeder Zeit als anstandswidrig. Das dunkele Wort nvs's-r (S. 105) ist von B. nicht glücklich durch „VTrono^ior, scabellum, Schemel" (-1 mit n verwechselt) als Ausdruck der Bescheidenheit, „quomodo 86 servum servorum vocat“ erklärt. Es ist nur zu verwundern, baß der Herausgeber der vorliegenden Ausgabe es nicht der Mühe werth gehalten, etwas mehr über dieses Wort als das verunglückte 'Qm> q'D des Castellus zur Erklärung dieses Wortes anzuführen. Ist ja hiernach das v nach dem zweiten s gar nicht zu erklären; das 1 aber auch noch als Abbreviatur aufzufafsen, ist eine etwas starke Zumuthung. Ansprechender ist doch wahrlich die von Sachs, freilich schon von ihm selbst als fraglich, aufgestellte Hypothese, daß das Wort eine Contraction aus nun äs wotvg sein könnte (Beitr. II, 112), und wäre der Hinweis auf Sacks jedenfalls ein besserer als auf Castellus gewesen. Das einzig Richtige jedoch scheint Wiener getroffen zu haben, der dieses Wort als Epipiero, „Nachfolger des Petrus" erklärt. (Vergl. Emek Habacha Note 176 a.) Eine andere Vermuthung, die das Wort “)P2’2N mit dem lateinischen Opiparus, „glänzend," „leuchtend," zusammenstellt, wollen wir noch erwähnen, ohne uns aber für dieselbe zu erklären. (Vergl. Löwy, Bikoroth Haialmud S. 316.) Das Wort jDip'DN wird im Talmud verschiedenartig nach Analogie gedeutet, welche Deutungen auch Buxtorf anführt (S. 106); unter den verschiedenen Deutungen wird auch gegeben «"an lps«, das B. „educite a vobis sc. cibos etc.“ Übersetzt. Jedoch ist dieses falsch, es darf nicht sondern es muH , „eure Gerät he," gelesen werden. Der Sinn

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