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Der Israelit · 1867-11-27 · Heft 48 (27.11.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 48 (27.11.1867)
Date
1867-11-27
Page
– (sequence 13)
Language
German
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831 "Fakultät als Mitglied der k. k. Bibliotheks-Commission gewählt. (Abdld.) Aus Ungarn. Der erledigte Rabbinerposten von MuncacS, welchen Herr Rabbiner Perelß zu Magy-Karoly nunmehr definitiv abgelehnt hatte, wurde dem als tüchtigen Maggid rühmlichst bekannten Herrn Joachim Schreiber, bisher Rabbiner in Sz. Peter, übertragen; derselbe findet in der großen Gemeinde zu M. ein reiches Feld segensvoller Thätigkeit. — In Nagy-Mihaly ereignete sich unlängst eine Geschichte, die viel zu denken gibt. Ein chriftl. Advocat machte die Bekanntschaft der schönen Tochter eines reichen Israeliten und entfloh mit ihr nach Nagy- Karoly. Hier aber wurde das Paar von einem Durchreisenden erkannt, der die Eltern benachrichtigte. Diese eilten dorthin, und mit Hilfe des Rabbinen und des Viee-Gespans gelang es ihnen, die Tochter wieder zu erhalten und mit nach Hauie zu nehmen. Wie verlautet, will der Advocat nunmehr zum Judenthume übertreten apy» rau npurj upsj o. — Jedenfalls find die Eltern von Schuld nicht freizusprechen, da sie ein solches Verhältniß hatten aufkommen lasten. — Die Zwistigkeiten, welche bisher die isr. Ge- 'meinde zu Kaschau entzweiten, werden nun wohl beigelegt werden, da das K. Ministerium Herrn Rabbiner Hirsch aus Alt-Ofen zu diesem Behufe als Königlichen Commistär nach Kaschau gesandt hat. Möge es ihm gelingen, auf gütlichem Wege den Frieden herzustellen. A. S. Drahabitsch (Galizien). In der kürzlich stattgefundenen Wahl für den Bezirksrath waren von hiesiger Stadt 6 Bezirtsräthe zu wählen. Unter den Gewählten befinden sich drei Juden. Ebenso wählten die Großgrundbesitzer einen Juden Namens David Linden bäum. In Stery wurde Herr vr. Fruchtmann (Israelit) zum Vice-Präsident des Bezirksamtes und Herr Bernhard Kowler (ebenfalls Israelit) in 'den Bezirksrath gewählt. England. London Wir erfahren, daß von dem britischen "Museum beschlossen wurde, Herrn Deutsch, einen Äer tüchtigsten Beamten, mit der abestynischen Expedition nach diesem Lande zu schicken. Da dieser Herr Glaubensgenosse, der im Hebräischen und in der rabbinischen Literatur bewandert ist, so ist es ohne Zweifel, daß die Falaschah's eines der Hauptzwecke seiner Forschungen sein werden.*) (Jew. Ehr.) *) Anm. der Red : Herr Deutsch ist ein Studienzenosse 'ÄeS Herausgebers dieser Blätter. Rußland. Warschau, den 25. Oktober. Während des letzten Sommers herrschte in Warschau eine heftige Epidemie. Sie traf besonders die ärmeren Klassen, welche enge und dunstige Wohnungen innne hatten. Viele unserer Glaubensgenossen suchten die Noth der Unglücklichen zu lindern, und zwar war es besonders Herr Samuel Rosenstadt, Handelsmann dieser Stadt, der sich diese Sache angelegen sein ließ. Er bildete sogleich ein Hilfs-Comit«, um den Armen aller Confessionen, Krankenwächter und Medicamente unentgeltlich herbeizuschaffen. Er war Präsident des Comi- 16's und leitete daffelbe mit Intelligenz und Emsigkeit. Mehrmals veranstaltete er selbst Collecten und brachte auch beträchtliche Summen zusammen, wozu auch er seinen Theil gab. Dank seiner Verwaltung, seiner unermüdlichen Thätigkeit, ging Alles in Ordnung. Während der ganzen Dauer der Epidemie wurde Alles von dieser so gut verwalteten Gesellschaft herbeigeschafft. Hr. R. hatte es sich zum Princrp gemacht, täglich die Kranken zu besuchen und sich nach ihrem Wohle zu erkundigen. Um diesem Princrp nachzukommen, vernachlässigte er seine Geschäfte und seine Familie und beachtete nicht die Gefahr, welcher seine Gesundheit ausgesetzt war. Als die Cholera aufhörte, setzte Rosenstadt im Interesse der Wittwen und Waisen sein Werk fort Es gelang ihm auch durch Collecten und Subscriptionen einen kleinen Fond zu gründen. Sprechen wir diesem edlen, so uneigennützigen und muthvollen Glaubensbruder unseren heißesten Dank aus. (Arch. Isr.) Palästina. Jerusalem. Der Weg von hier nach Jaffa wird ganz energisch gebaut und geht bald seiner Vollendung entgegen. Ddotez für Muskkliebhaber. Bei einem Besuche in Bern hatten wir kürzlich Gelegenheit, das wahrhaft großartige Lager von Spieldosen und Musikwerken des Herrn I. H. Heller daselbst zu bewundern. Der Absatz dieses Fabrikanten, der in seinem Fache das Ausgezeichnetste leistet, soll ein fabelhaft großer sein und sich bis in die entferntesten Weltgegenden erstrecken. Bei den Erzeugnissen dieser Fabrik werden sowohl in musikalischer als decoratioer Hinsicht alle Fortschritte der Neuzeit sorgfältig berücksichtigt, es sollten demnach die Heller'schen Musikwerke in keinem Salon, in keiner Familie mehr fehlen. V.

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