Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 43 (23.10.1867)
- Date
- 1867-10-23
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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•amsssam 74ß diq ftamifie Thema« a«f, Wr ftptwti dahqr der Ansicht der I^X^X. nur beipflichten. Auch Jere« (25, 2ß)■ stellt, yn «op und ->2-102 o»j2wn 271p -2 zusammen. (Schluß folgt.) ntmB m nw, Anfangs - Unterricht in der Mosaischen Religion der Israel. Volksschulen im Kaiserthume Oesterreich. — 'trno m Mos. Religionslehre für die IH. u.IV. Klasse rc. Wien, k. k. Schulbücherverlag 65, resp. 63, beurtheilt von vr. J. Hildesheimer. (Fortsetzung.) Wir wollen endlich noch einige Stellen vorführen, in denen der Verfasser sich trotz allem demonstrativen Heiligenscheine in seinen Principien unbewußt zeigt, wider Willen verräth. Es interessiren uns hier nnr charakteristische Principien, weßhalb wir, solche antitraditionelle Ansichten, wie die I, dl ausgesprochene, daß die Seelen der (also aller) Gottlosen von Gott bestraft und nicht in den Himmel kommen dürfen, wogegen Joma 85, und Maim.. Teschub. I. End? zu vgl. von unserer Betrachtung ausschließen. Das beste Eriterium ist hierbei der Begriff des Wichtigen im Religionsgesetz. Suchen wir daher Aeußerungen dieser Art aus. Der traditionelle Standpunkt nun hierüber ist klar und deutlich Aboth II 1. ausgesprochen; „Halte die geringere Pflicht wie die schwere, denn du kennst nicht das Verhältniß des Lohnes derselben." Wohl will p"o-> zu exod. 20, 8, behaupten, daß nt?y höher stehe als nts'yn «■?, weil erstere in Collisionsfällen zuweilen letztere verdrängt, (nnn Nlvp npyp «d) allein auch dies ist schon lange durch Jebam. 7 a widerlegt; indeß würde die Stufenordnung des p"o-i, wenn sie mit der Quelle übereinstimmen würde (und t"20-» hat sicher diese Stelle nicht übersehen, sondern sich gerechtfertigt)eben in diesem traditionellen Grundsätze, (p''7"T'y) die Begründung haben. Was aber ist dem Vf. wichtiger und unwichtiger? 3un”vn ist wichtiger <xl$s"v”nuv"n Ariöembaä wichtigste nieüergeschrieben wurde" (I 3) (II. §. 40). Nun sagt der Vf. §. 307 und a. das Gegentheil; dieses ist aber durchaus keine objective Collision; vielmehr hatte der Bf. in letzteren Stellen seinen ganz anderen Adam bewacht, in erfterer seiner ungezügelten Natur die Zügel schießen lassen; 2) I, 22, und II. §. 40 wird festgestellt, die 40 Gebote seien das wichtigste der ggnzen Thora. Dieß erinnert stark an die schon oben angedeutete Stelle Ber., 12 a, wo es heißt, daß nmw damit umging, de». 40 Geboten eine Stelle, beiW VW p«'"sp anzuzveisen, eßx atze« Wterließ, weil dm verführerischen Minim dadurchsin ihrer Gottlosigkeit uU^. ihren Vorspieglungen, daß. nur dass, was Gott selbst, unmittelbar dem Volke verkündet hnbe, echtes und ty?, grünhetes Gotteswort sei, bestärkt würden. Für uns ist der Decalog um kM Jotg wichtiger, als die. anderen Gebote; so z. B. kann P2ff -wdw. nicht deßhalb nicht durch mv nmj werden, weil es eines der 10 Gebote ist, sondern nur, als ntc^^n «vi nwp, undmo 12 jtr>w nttrvn Alle Gebote sind gleich wichtige Wohl sind hiss Piuo> des Decaloges genereller; sie enthaften in vuo« Peziehungeu zu allen 6! 3, wie dies schon im Midrasch augedeutet, vom p*«n iw ">o«y; und von Spätern, zuletzt vom Oberlehrer Lasch in Halberstadt sehr geistreich ausgeführt; dieß hat, aber mit der innern Werthschätzung Nichts zu thun, und die Verhimmelung der nnbin mtev, und die prin? cipielle Absonderung derselben von den übrigen nwo ist ein seit Decennien oft bestiegenes Steckenpferd der Reform, nichts weiter. Ist das richtige (II. § 41) principielle Collision? freilich; jedoch dort ist wieder die Larve vorge,nommen, hier und im Anf -Unterr. für zarte Kinder der 1. und 2. Caffe schmuggelt man ausschließlich die Reform ein. 3) §488 wirdnmo s'P'OP wichtiger als dp der n'L-'L genannt; was einfach durch das 'oi n»sw rfcip» widerlegt ist. Nach der Tradition sind heiliger (nssonp); rvrr'rr nur niso und o’pnn nr’DB'n; allein von dem Unterschiede der Wichtigkeit wißen die Quellen nichts. 4) Mit Thorschluß (§ 694) wird nochmals, die PriyLipienfrage der Wichtigkeit tractirt und dabei behauptet, daß die„Vorbaunngsregeln und Einrichtungen (nnpni D’Ji'o) tv i ch-- :igcr als die Gebräuche (oopw); weßhalb wir her U(bung der Gebote wißen sollen, zu w?cher Clc-sse sie gehören, um Jrrthümer zu meiden, mp nicht das Minderwichtige dem Wichtigen vorzuziehen, was wir aber nur durch einen gründlichen Religionsunterricht lernen können". — Ja, durch einen gründlichen Religionsrmternchl wohl; Wein: wird dann unter andern, nach Mag. Abr. 690, 22. Nod. Bi-Chath. So., und allen D’jnn« den Kindern einprägen, daß sich die D’onjo nicht so mit 3 Wörtern auf die Seite schiebeu laßen, wie dieß die Herren Reformer gerne möchten, Wir wollen hier abdrechen, denn wir glauben sattsam nachgewiesen zu haben, daß die in Rede sie- Hendln Religionsbücher, rücksichtlich des Historischen verwirrend, und des Rituellen verderblich und gefährlich sind; und wäre es unverantwortlich, wenn die orthodoxe Partei länger anftehen würde, alle gesetzlichen Mittel anzuwenden, dieselben ihren Kindern aus den Händen zu winden. (Schluß folgt.) Lc.anrwortlrche Redaction: Dr. Lehmann. Verlag der Le Roux'schen Hofbuchbandluna. — Damvf-Schnellprevendruck von. I. trieben m Main».