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Der Israelit · 1867-10-02 · Heft 40 (2.10.1867) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 40 (2.10.1867)
Date
1867-10-02
Page
– (sequence 14)
Language
German
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696 22. ) 'Otpn p'i'n'in w rpyttn 'n R. Jesaia Levi Hurwitz, geboren ums Jahr 1612, war der einzige Sohn R. Scheftel Levi Hurwitz's. Er erhielt von seinem Vater einen sorgsamen Unterricht im Talmud und er wurde namentlich mit den Casuisten vertraut. Ein freigebiger Mann, Namens Salomon Mendels, wb-\:yü nobff anjn, gab ihm seine Tochter Miriam zur Frau. Im Talmud und in den Casuisten ebenso gelehrt wie seine Vorfahren, bekleidete er bald mehrere Rabbinerstellen in Polen, bis er im Jahre 1668 nach Fürth berufen wurde. Er wirkte dort segensreich sechs Jahre lang und wurde so berühmt, daß er 1674. in Frankfurt a. M. als Oberrabbiner angestellt wurde. Er zeichnete sich besonders durch tief ergreifende Vorträge aus, und zierte i das Rabbinat von Frankfurt über vierzehn Jahre! hindurch.! Gleich seinem Vater kam er von Frankfurt nach! Posen; dies geschah im Monat September 1686.! Einige Monate aber nach seinem Amtsantritte starb! er über 76 Jahre alt. Die Gemeinde, über seinen! Tod tief gerührt, fetzte den 15. März i689 seiner { Frau eine Pension aus. Diese Frau war seine zweite ( Ehegattin, denn die erste verstarb in Frankfurt 1665! und wurde neben ihrem Sohne Koppel, der ihr in die Ewigkeit voranging, begraben. R. Jesqia hinterließ zwei andere Söhne: R. Scheftel Levi Hurwitz, Rabbiner zu Filehne und R. Abraham Levi Hurwitz, Dajan, Richter zu Posen. Dieser Letztere war ein gelehrter und strebsamer Mann, er gab 1729 die N"3ünn ’ttnTri zum Talmud, Traktate Erubin, Tanit, Moed-Katon und Ketubot, nebst Zusätzen seiner Vorfahren Jesaia und Scheftel heraus. Früher, im Jahre 1717, war er Herausgeber des cpottf "W “ihd seines genannten Urgroßvaters Jesaia Levi Hurwitz. R. Jesaia Levi Hurwitz schrieb wenig; einige Gutachten indessen befinden sich von ihm zerstreut in verschiedenen Sammlungen, unter andern: {UN rY'iB' En&n Nr. 42., vom 20. Tamus 1686; rro "pjTi n"w mrp Nr. 145., vom 19. Kislew 1688, beide von Frankfurt datirt. Das Frankfurter Gemeindebuch enthält von ihm einen naw vom 28. Adar 1688; und von ihm steht an der Spitze des “icd seines Vaters, Amsterdam 1648, ein Gedicht. Auch schrieb er mehrere Approbationen z. B. zum Mekor Cha'i'm des R. Jakr Chajim Bacharach (*i»n» nin, S. 232 b.) im Jahre 1678; zum min» des R. Jehuda b. Nisin, im Jahre 1787, u. s. w. (Fortsetzung folgt.) A1VZE Für die zum vierten Quartal neueintretenden Abonnenten theilen wir mit, daß noch eine Anzahl Exemplare des dritten Quartals, das von Nr. 2u an die Erzählung „Des Königs Eidam" enthält, vorhanden ist. Auch auf das dritte Quartal nimmt fortwährend jede Postanstalt und Buchhandlung sowie die Unterzeichnete nachträglich Bestellungen an. _Die Expedition des „Israelit". Offene Lehrerftelle. In hiesiger Israel. Gemeinde ist die Religions¬ und Elementar-Lehrer-Stelle erledigt, und wollen sich tüchtige unverheirathete Bewerber wegen des Näheren an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Schotten, den 8. September 1867. _Jacob Kaufmann. Für israelitische Lehrer. Die israel. Gemeinde Nieder-Ohmen (Großherzoglh. Hessen, Prov. Oberhessen), welche einen Gehalt von fl. 250 bis fl. 300 (ohne Accidentien) zusichern kann, beabsichtigt einen Lehrer anzunehmen. Reflectanten wollen ihre Offerten an den Vorstand obiger Gemeinde franco gelangen lassen. IdEÜ. Lehrer-Gefach. Die Religionslehrer- und Vorsänger-Stelle dahier ist erledigt und soll in kürzester Zeit wieder besetzt werden. Jährlicher Gehalt fl. 250 bei freier Wohnung und Heizung und kann ein solider Mann auf fl. 40 bis 50 Nebenverdienste rechnen. Hierauf Neflectirende wollen sich baldmöglichst an Unterzeichneten wenden. König i. Odenw., im September 1867. Der israelitische Vorstand Benj. Strauß. Noai-Loliuls der isr. Religionsgeseüschaft in Frankfurt a. M. Durch königl. Ministerium zu Abgangszeugnissen für einjährigen freiwilligen Militärdienst berechtigt. Eltern, die ihre Kinder obiger Anstalt anvertrauen wollen, hält sich das Pensionat des Unterzeichneten bestens empfohlen. — Referenzen: die HH. Freiherr M. C. v. Rothschild in Frankfurt a. M., A. H. Hey mann in Berlin. Dr. 31. Hirsch.

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