Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 38 (18.9.1867)
- Date
- 1867-09-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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VIII. Jahrgang. <> ar) Der Israelit. E i n 38 Lentral-Organ für das orlyodore Iudentyum. Herausgeaeben von Dt. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 18. September 5627 (1867). Inhalt: Leitender Artikel: Teschubah. LeitungSaachrichten vad Correspondenzen: Deutschland: Aus Westphalen. Lübeck. — Holland: Amsterdam. — Oe ft. Kais erst.: Wien.— Frankreich: Paris. Colmar. — Spare ien: Gibraltar. — Asien: Saida. — Feuilleton: Des Königs Eidam. Inhalt der Beilager Leitender Artikel: Die Colonisation von Palästina betreffend. KeituvpSnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Jchenhausen. Berlin. — Oesterr. Kais erst.: Wien. Pesth. — Italien: Venedig. — Donaufürstenth.: Jassy. — Feuilleton: Die amerikanische Colonie in Palästina. Inhalt der Extra-Beilage: Spenden für die Armen des hl. Landes. — Zur Beförderung des Ackerbaues im hl. Lande. — Für T. CH. im hl. Lande. — Bau jüd. Arnien- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Für die Suppen-Anstalt in Jerusalem. — Für die Alliance Jsraelite Universelle zu Paris. — Für die Abgebrannten in Kittsee. — Für die durch Brand Geschädigten in Brovi. — Für dm Sohn der Wittwe im Kreise Dieburg. — Leitender fltttf el Trschutmh. (Fortsetzung.) II. Mainz, den 11. September, uierrp vk di« mp« ,nNDn ’idd ,j?»b ’ittü npa rpcn innn pp 'n Heil Dem, dessen Verbrecher; verziehen, dessen Sünde bedeckt ist! Heil dem Menschen, dem Gott nicht anrechnet Sünde und iy dessen Geist kein Trug ist. (Psalm 32, 1. 2.) Nicht der in der Sünde beharrende, sein Unrecht nicht einsehende Mensch hat Anspruch auf Verzeihung; nur Derjenige, welcher selbst mit sich abrechnet, der sich seines lasterhaften' Wandels, seiner vielen Verstöße gegen Sitte und Recht bewußt ist, dem vergibt der Allbarmherzige und rechnet ihm die Sünde nicht an; aber rrcn inra pro, es darf im Geiste des Menschen kein Trug herrschen, er darf sich selbst nicht betrügen, darf nicht durch Ausflüchte und Entschuldigungen sein böses Thun zu beschönigen suchen. Deßhalb muß er Abrechnung halten mit seiner Seele; genaue, strenge Abrechnung, muß durchgehen das verflossene Jahr, muß sich fragen nach Allem, was es ihm gebracht hat und muß sich selbst aufrichtige, wahrhafte Antwort geben. Wir wollen einige von diesen Fragen, die am Meisten zur Rückkehr zu Gott zu erwecken geeignet sind, hier durchgehen: „Warst Du stets redlich in Deinen Geschäften, mein Bruder?" Siehe, das Jahr ist lang und gar vielfach hast du verkehrt mit deinen Mitmenschen. Hast du Niemanden übervortheilt, Niemanden hintergangen? Hast du nicht, um deinen Vortheil zu suchen, Andere auf Irrwege geführt? O, denke nach! Hast du Eins oder j das Andere gethan, so bereue es und suche das Unrecht wieder gut zu machen. Der VersöhnungStag sühnet sonst nicht die Vergehen zwischen Mensch und Mensch! „Hast Du fleißig in der Gott'Slehre geforscht?" Siehe, mein Bruder, die Gotteslehre ist der höchste Schatz, den wir besitzen, das köstlichste Kleinod, ein Gnadengeschenk unseres barmherzigen Gottes. Aber, was nützt sie uns, wenn wir sie im Winkel ruhen lassen und uns nicht mit ihrem Geiste durchdringen? Was nützt dem Reichen der Reichthum, den er in seinem Garten vergräbt und ihn nicht genießt? WaS nützen mich zur Winterszeit die wärmenden Kleider, Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder st. 8. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut CourS. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 st. österr. an die Expedition franco einzusendm. Da mit dem 1. Oktober ein neues Quartal beginnt, fo erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post daS Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Berfendung keine Unterbrechung erleide.