Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1867)
- Date
- 1867-08-21
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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VIII. Jahrgang. Extra Beilage zu Rr. 34 des Israelit. Diese Zeitschrift erscheint für'S Erste in zwanglosen Blattern als Gratis-Beilage des „Israelit". Zwei Antworten -es Dr. I. Hildesheimer «n die geehrten Einsender in Nr. 26 dieser Slällrr. (Schluß.) Sie kommen gegen Ende nochmals ausführlich auf Ihre schon Anfangs angedeutete Ansicht, daß die beiden Leiter des Vereins für je eines der Länder in denen er angeregt fast ausschließliches Bedürfniß, sie daher besser parallel bleiben, ohne sich zu vereint gen. Schon am Anfänge des Briefes glaube ich Ihnen bin Gegenbeweis genügend angedeutet zu haben. Ich füge das Meritorische betreffend hinzu, daß der deutsche Verein durch den österreichischen (der jetzt schon mehr als 500 Mitglieder hat und wo n"3 eine außerordentlich lebhafte Thätigkeit entwickelt wird, wovon in Deutschland im" Ganzen genommen noch nicht viel Spuren sind) nur gewinnen kann, und bin ich überzeugt, daß Letzterer viel leichter selbstständig bleiben kann, als crsterer. Beweis der vereinzelte Versuch, der schon vor Jahren in Hamburg und anderswo vergebens gemacht wurde. Ob sich nach so gräßlicher Zerklüftung seitens der Reform seit mehreren Decennien noch ein „einiges Deutschland" zusammen finden wird, das ist bis jetzt nur ein pium de- Biderium. In Oesterreich, Ungarn insbesondere aber gibt eS trotz alldem und alldem noch wahre feurige Dmrv, die noch Tausenden zählen, vielleicht nach Hunderttausenden, diese werden jene mitzieben. Ferner gebe ich außer der obenerwähnten praktischen Zusammengehörigkeit beider Seiten zu bedenken, baß bei der Seite der Plc^irung von Lehrlingen, Commis rc. das Interesse der Eltern ein persönliches ist; wird dieses nicht befriedigt, so erkaltet bei den Meisten das Interesse für den Verein, trotzdem Andere wirklich znm Zwecke kommen. Es wird daher aus dieser Seite den Mißvergnügten den jnn in' ’üisbs Thür und Thor geöffnet; eine durch gesetzte Verlegung des Wochenmarktes aber als universelle Errungenschaft wird den Kitt deS Vereines auch für die nicht unmittelbar Berührten bilden, den Verein moralisch heben und dauernd begründen. Uebri. ens wie- > deihole ich, daß ick mir * eiToue, in Ungarn und! Oesterreich selbstständig vorzngehn; nur wmde es mir wehe thun, daß gleiche Bestrebungen unter Brüdern zerrissen würden. — Diesmeine unmaßgebliche Ansicht über Ihren geschätzten Artikel. Da ich niemals ’rjn sage, vielmehr mich wahrhaft darnach sehne, die öffentliche Meinung über meine Ansicht zu Gericht sitzen zu lassen, so werde ich eine Copie dieses Briefes der löbl. Redaktion mit der Bitte der Veröffentlichung zusenden; und bitte Cie, falls Sie neue Momente für das Gegentheil anzuregen haben, solches nächst dem geschätzten Schreiben, da? ich erwarte, (allenfalls mit Bewahrung der Anonymität ebenfalls durch Vermittelung der löbl. Redaktion) auch im „Israelit" zu communiciren, dcmit der- Leser gleich entscheide. — Nehmen Sie, geschätzter Herr Anonymus, meinen besten Dank für das rege, dem Verein zugewendete Interesse und die lichtvollen Auseinandersetzungen, mit den sie uns beehrten. Hrchachtungsvollst rc. Herrn Skutsch, Nabbinalskandidat, Wg., München. Aus der Beilage zum Israelit Nr. 26 ersah ich Ihren geschätzt«« Statutenenlwurf; bei dem besonderen Interesse, das ich für diesen qnästionirten Verein hege, erlauben Sie mir wohl eine kleine Diskussion darüber zu eröffnen. Daß wir dabei beidersei.'s die Wahrheit und nur die Wahrheit suchen, bin ich überzeugt. Ich werde im folgenden Unbedeutendes und Wesentliches aneknanderreihen, mich genau an ihren Entwurf haltend: — „Satzungen" erscheint mir ein wenig zu gegesucht; warum nicht das Wort, das NUN schon so lange Bürgerrecht in Deutschland hat: „Statut" „eines" warum nicht „des"?; es wird ja die bereits erfolgte Constituirung des Vereines bei Annahme der Statuten vorausgesetzt. Uebrigens ist der Ausdruck: „Sabbattreuen" sehr gut gewählt. — Zum Artikel 2., dem wichtigsten von allen habe ich folgende Bemerkungen zu machen. Punkt a) setzt schon corporative Rechte des Vereines voraus, deren Erlangung aber noch zweifelhaft ist. Ganz besonders lück nbaft erscheint mir der Entwurf durch die vielzugroße Allgemeinheit