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Der Israelit · 1867-08-07 · Heft 32 (7.8.1867) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 32 (7.8.1867)
Date
1867-08-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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VULl. Jahrgang. M 32. T r Israelit. Ein Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehmann in Mainz. ^Mittwoch, den 7. August 5627 (186 7). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. % Inhalt: Leitende Artikel: Die Nationalfasttage. — Aus der Weltausstellung.' — ZeituagSaachrichten und Correspondenzeu. Deutschland: Reichenhall. Berlin. Köln. Aus Westphalen. Gera. — Oesterr. Kaiserst.: Sziget.Lemberg. — Italien:Padua. — Frankreich: Paris. Paris. Paris. Paris. — England: London. London. — Asien: Beirut. — Feuilleton: Des Königs Eidam. Inhalt der Beilager' Leitender Artikel: Die biblischen Verheißungen in Bezug auf die letzten Ziele des menschlichen Strebens. — ZeitanflSuachrichte« und Correspondenzeu: Deutschland: Berlin. — Schweiz. — Oesterr.Kaiserst.: Wien. Pesth. Brodi. — Türkei: Konstantinopel. — Feuilleton: David Rubeni und R. Salomo Molcho. Inhalt der wissenschaftlichen Beilage: Erläuterungen und Ergänzungen. — Die neue von Fischer (und Gelbe) besorgte Ausgabe des Buxtorf'fchen Lexicon Chaldaicum talm. et rabb. — fll fl'tfr) — Leitende Artikel. Die MationalsajUage. (Schluß) Fröhliche Gelage — und Trauertage; Bechergeklirre — und Trauergesänge hängen nicht einzig und allein von dem Bestehen eines jüdisch-nationalen Dtaatsorganismus oder der Zerstörung desselben ab, von physischer Freiheit — oder Abhängigkeit; nicht der stolz emporragende Tempel — oder die Ruinen desselben sind hier allem maßgebende Faktoren, daß ein äußerer Ersatz, eine formelle Entschädigung üne freier Grundbesitz-Erwerb, Unbeschränktheit im Handel und Verkehr, kunstgerecht gebaute Synagogen, geordneter und geregelter Ritus schon an und für sich den Ausschlag geben und jede herzliche und innerliche Rückerinnerung an die national-geschichtliche Vergangenheit aus der Brust zu reißen berechtigt sein sollen: denn wie kann ein Staatsorganismus — absolut als solcher — den Ton zur Freude anschlagen, wenn er siech und krank darniederliegt, an seinem Herzen der Wurm sittengefährlicher Uebel nagt, die Pfeiler von Recht und Gerechtigkeit erschüttert, dem Staatsbürger die rechten, richtigen Begriffe von Tugend und Wahrheit abhanden l gekommen sind, aus dem Kreise des bürgerlichen und staatlichen Lebens die echte höhere Freiheit verbannt ist? Oder können die weiten geschmückten Hallen eines koloffalen Tempels die ganze Summe der Religion in sich fasten, wenn sie mitten im thatkräftigen Leben erstorben ist, und diese Herz und Geist nicht zu erwärmen und zu durchdringen vermögen, und man sich mit Kälte oder gar Widerwillen von Allem abwendet, was den Stempelder Religion an sich trägt? Und kann nicht wieder anderseits ein tugendhaftes, sittliches Familienleben, auf Grundlage individueller Freiheit selbst bei Abgang äußerer streng nationaler Formen staatlicher Organisation, das Glück begründen, welches oft durch die Maschine eines Staatsmechanismus, wo der Mensch im Staate ausgeht, nicht erzeugt wird? Und kann ferner nicht eine warme religiöse Begeisterung die menschliche Brust erfüllen, ohne sich an die hohen stolzen Mauern imposanter Tempel anlehnen zu müssen, wenn man sich bemüht hat, das Wesen der Religion in seinen Tiefen zu erfassen, und im Innern ein reicher Quell von Liebe zu Gott und seinem Gesetze fließt, welcher sich nicht mit einem hohlen, trocknen, kalten Ceremoniell begnügt? Wohl wird Niemand in Abrede stellen wollen, daß ein strenges Staatssystem,

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