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Der Israelit · 1867-07-31 · Heft 31 (31.7.1867) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 31 (31.7.1867)
Date
1867-07-31
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Vm. Jahrgang. Extra Beilage;u Rr. 31 des Zsraelit. mm Diese Zeitschrift erscheint für'S Erste in zwanglosen Blättern als Gratis-Beilage des „Zsraelit". Zwei Antworten des Dr. S. Hildesheimer an die geehrten Einsender in Nr. 26 dieser Mütter. Herrn Gg. M., Wg. Köln! Gestern p"& wurde mein natp jjijj durch die Lektüre Ihres ausgezeichneten Artikels im „Israelit" vermehrt, und danke ich Ihnen bestens für diese Freude. Rückstchtlich der Sache erlaube ich mir, vorausschickend, daß Ihre einleitenden Worte sich zweifach von der Wahrheit entfernen, indem Sie sich zu sehr unterschätzen und mich wenigstens noch weit mehr überschätzen, Folgendes ergebenst zu bemerken: Leitender Gedanke für meinen Statutenentwurf war keineswegs die eine, allerdings in demselben vorzugsweise ausgebaute Seite der Wochenmärkte am sondern beide, und habe ich nur deshalb letztere Seite vorwiegend behandelt, weil diese als die weit schwierigere, kostspieligere rc. vorzugsweise der Organisation bedarf. Die andere, ihr an Wichtigkeit selbstverständlich durchaus nicht nachstehende Seite wird meiner Meinung nach höchst einfach geordnet, indem sich Ehrenmänner zur Agentur dieser größten aller muß gleichsam als Makler offeriren; außerdem setzte ich voraus, daß sowie hiezu die Initiative in Deutschland ergriffen, auch die Organisation von dortaus stattfinden werde. Uebrigens habe ich schon vor einigen Wochen dem Herrn Redakteur des „Israelit" geschrieben, daß es höchst wünschenswerth wäre, auch für die in Rede stehende Seite ein Statut zu veröffentlichen, resp. mit dem meinigen oder ähnlichen zu einem Ganzen zu verbinden. Das große Bedürfniß, auch in Oesterreich jungen Leuten Geschäftshäuser zu vermitteln, sowie anderseits in Deutschland an die Wochenmärkte zu denken, ist ganz außer Frage. Hier die kurze Begründung. Unter den Geschäftslocalen der 30—40000 Seelen starken jüd. Gemeinde Wiens find vielleicht etwa 200 der namhaften Geschäfte an v"n na» streng geschloffen (solcher bei denen kaum ein Bedürfniß zum Engagement Fremder, die also hier nicht in Rede kommen, mögen wohl mehr sein, überhaupt kann ich , allerdings die Angaben nicht verbürgen, sie dürften aber der Wahrheit ziemlich nahe kommen); in Pefth, I einer wohl eben so starken Gemeinde ist es jedenj falls nicht besser, in Prag und anderen großen Städten Oesterreichs dürfte das Verhältniß im Allgemeinen nicht viel günstiger als in Deutschland sein, Zeuge dessen, daß schon eine außerordentlich große Anzahl von Meldungen zum Placement bei mir eingingen. Anderseits sind die Wochenmärkte am rat? auch in Deutschland leider viele. So erinnere ich mich noch sehr lebhaft aus meiner Universitätszeit des höchsten Kummers, der mich jeden p"w befiel, als ich die Geschäftsthätigkeit der Juden während des sehr bedeutenden Wochenmarktes mit ansah. So haben schon vor Jahren Herr Gotischalk Löwy und Consorten in Belgard bei dem hohen Oberpräsidium der Provinz Pommern ein Gesuch eingereicht, die Wochenmärkte der j Provinz, welche am sind, auf die Wockentage zu j verlegen, mw so wird es nn"yD noch an sehr vielen! andern Orten sein. Welche der 2 hochwichtigen Seiten des Vereins hüben und drüben die wichtigere ist, dürfte sich schwer entscheiden lasten; daß sie ein unzertrennbares Ganzes bilden, will mir trotz Ihrer lichtvollen Darstellung dennoch nach wie vor scheinen; schon um deßwillen, weil, wie ein Corresp. im „Israelit" bereits bemerkt, durch die Verlegung der Wochenmärkte bei sehr vielen, welche nur im djw des Wochenmarktes ihr Gewiffen beschwichtigen, gesetzestreue Geschäftshäuser hergestellt, also der Markt für gesinnungstüchtige Commis rc. noch mehr erweitert wird. — Daß diese Verlegung nur ausnahmsweise gelingen werde, wollen wir nicht gleich annehmen, gemeinsame Kraft vermag unglaublich Vieles und wird gewiß ganz besonders dieser größten aller Unternehmungen deistehen. Aber selbst zugegeben, daß der Zweck nur ausnahmsweise erreicht würde, so werden doch dabei sehr oft (in größeren Städten) mit einem Schlage der erfreulichen einzelnen Resultate bei den naiy pUK’n1? rray so viele erreicht, daß diese allein schon wahrlich aller Anstrengungen werth sind. — Was nun Ihren Vorschlag betrifft, eine Radicalcur von der Wurzel aus zu inauguriren; so stehe ich theoretisch aus ganz demselben Boden und räume

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