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Der Israelit · 1867-07-10 · Heft 28 (10.7.1867) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 28 (10.7.1867)
Date
1867-07-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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VIII. Jahrgang. JW 28 Der Israelit. Ein Kentrat - Grgan für das orlhodore Iudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 10. Juli 5627 (1867). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate H/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt» Leitende Artikel: Die Juden in Daghestan. — Die biblischen Verheißungen in Bezug aus die letzten Ziele des menschlichen Strebens. — Zeitungsnachrichten »nd Correspondenzen: Deutschland: Aus Oberbayern. Fürth. Freudenthal. Bad Oynhausen. Neu- Buckow. —Oesterr. Kaiserst.: Wien. Wien. Pesth. Pesth. Kesteli. Arad. — Italien: Florenz. — Frankreich: Paris. Paris. Bordeaux. — England: London. London. Oxford. Manchester. — Türkei: Konstantinopel — Palästina: Jerusalem. — Kleiitaiien: Smyrna. — Amerika: New- Aork. — Algerien: Tlenccm. — Australien: Ballarat. Feuilleton: De Pinto von Amsterdam. — Inhalt der Beilage» Leitender Artikel: Die Vorgänge in Ungarn. ZeitnnflSnachrichten «nd Eorrefpondenzen: Deutschland: Eltville. Aus Mecklenburg. — Schweiz: Bern. — Italien: Neapel. — Frankreich: Paris. — England: London. London. London. — Donaufürstenth.: Jassy. — Palästina. — Amerika: Philadelphia. — Feuilleton: David Rubeni und R. Salomo Molcho. — Leitende Artikel. Die Juden in Daghestan. Vor zwei Jahren*) haben wir unfern geehrten Lesern mitgetheilt, daß Herr Joseph Tscharni aus Minsk eine jweite Reise nach Daghestan, einer Landschaft in Asien am User des kaspischen Meeres, woselbst 10,000 jüdische Familien wohnen sollen, zu einer wiffenschaftlichen Erforschung jener noch ziemlich unbekannten Landschaft und deren jüdischen Bevölkerung unternommen und der verstorbene Professor Munk in Paris *) Man sehe Jahrgang 1865, Nr. 51. demselben eine Reihe von Fragen zur Beantwortung mitgegeben hat. Heute nun entnehmen wir die theilweise Beantwortung dieser Fragen aus einem im „Hakarmel" veröffentlichten Bericht des jüdischen Reisenden Herrn M. Gudawitsch, der mit Herrn Joseph Tscharni den Kaukasus bereist und sich in Daghestan und in den naheliegenden Ländern fast 10 Jahre aufgehalten hat. Der Bericht lautet: 1. Die Juden in Daghestan sind Rabbaniten und glauben an ns byzvi sro:ist* nmn. Einige unter ihnen beschäftigen sich fortwährend mit dem Studium des ’tou mOvn und der D’ir.riNi D’pDis wie die jüdischen Gelehrten anderer Länder. Die kara'i'tischen Grundsätze sind ihnen gänzlich unbekannt. 2. Es ist eine Tradition unter ihnen, daß sie von den vertriebenen 10 Stämmen des Reiches Israel abstammen und um das Jahr 720 vor der gewöhnlichen Zeitrechnung dort eingewandert seien. Viele Gelehrten im Kaukasus bestätigen diese Überlieferung. Ich aber glaube einen guten Beweis hierfür zu haben. Es ist bekannt, daß die Könige des Reiches Israel die cpi*> und D’jrp aus ihrem Lande verdrängt haben und daß alle und dot nach Jerusalem gezogen sind. In Wirklichkeit befand sich unter den Juden in Daghestan bis vor kurzer Zeit kein einziger jro. Erst im Jahre 1835, als viele europäische Handwerker nach Daghestan und Grusien einwanderten, kamen europäische Juden, unter diesen auch einige triro dorthin, die aber von den eingebornen Juden mit großem Mißtrauen behandelt wurden. Durch die Länge der Zeit wurden die Eingebornen verträglicher gegen dieselben. Ein Schneider, Namens psn pnb«, ließ sich in Derbend, dem Sitze des Oberrabdiuen, nieder.

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