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Der Israelit · 1867-06-19 · Heft 25 (19.6.1867) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 25 (19.6.1867)
Date
1867-06-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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J\S 2S. VHL Jahrgang. Der Israelit. Gentr, Ein für das orthodoxe Judenthum. Herausgegedm von 1 £ >Jjl% Lehmann in Mainz Mittwoch, den 19. Juni 5627 (1867). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. b. 1b kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mit dem 1. Juli ein neues Quartal beginnt, so erlaube« wir uns, die geehrte» Abonnenten darauf aufmerksam znmache«, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitende Artikel: R6nan und der Judaismus. — Die biblischen Verheißungen in Bezug aus die letzten Ziele des menschlichen Strebens. — Zeitungsnachrichten und Lorres-ondeuzen: Deutschland: Aus Württemberg. Berlin. Bad Homburg. Breslau.—Oesterr. Kaisers!.: Nagy-KLroly. Pesth. — Donau für st ent h.: Jassy. — Rumänien: Bukarest. — Frankreich: Paris. Paris. Paris. Paris. Paris. Metz. — England: London. London. Türkei: Konstantinopel. — Afrika: Tunis. — Feuilleton: De Pmto von Amsterdam. — Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Die Vorgänge in Ungarn. — ZeituugSuachrichten und Lorrefpoudeuze«: Deutschland: Lübeck. Breslau. Stettin. Nordhausen. — Oesterr. Kaiser st. : Gr.-Wardein. — Amerika: New-Aork. — Feuilleton: David Rubeni und R. Salomo Molcho. — Inhalt der Extra-Beilage^ Spenden zur Linderung der Hungersnoth in Jerusalem. — Spenden für die Armen des hl. Landes. — Für die Wittwen und Waisen im hl. Lande. — Bau jüd. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Sabbat - Verein. — Leitende Artikel. Nönan und der Judaismus. Mainz, den 5. Juni. Herr Ernst RLnan, vormals Professor an der kaiserlichen Universität zu Paris, ist vielleicht einer der bekanntesten und populärsten Schriftsteller der Gegenwart. Seine Darstellung der Lebensgeschichte des Stifters der chr. Religion hat ihm ebensoviel Gegner wie Bewunderer erworben und h^t ihn seine Professur gekostet, in der ihn der verewigte Munk ersetzte. Herr Rsnan ist Rationalist, sein Buchist mehr Roman als ein wissenschaftliches Werk; daß unter diesen Umständen Juden und Judenthum in seinen Werken schlecht wegkommen, ist beinahe selbstverständlich; die Romanschriftsteller verkennen und mißbrauchen in der Regel das Judenthum. Bei der großen Populgrität der Renansschen Schriften ist es daher um so verdienstlicher, daß unser geschätzter Mitarbeiter, Herr vr. S u l z b a ch in Frankfurt«. M., das neuste Werk Renan's, „d i e A p 0 st e l," insofern dasselbe von Juden und Judenthum handelt, einer Kritik unterzogen hat. Herr Dr. S. weist in seiner Schrift, die den obenstehenden Titel führt, nach, daß Rönan ganz ohne Ortskenntniß Streifereien in das Gebiet des Judaismus gemacht und einige von einem Juden ihm gelieferte Citate in ein schon voraus fertiges System gebracht hat. Daß dabei die Dinge, und zwar häufig in possierlichster Weise, geradezu auf den Kopf gestellt werden, ist demgemäß ganz natürlich. So findet sich bei Rsnan in Bezug auf die im Judenthume zur Zeit der Entstehung des Christenthums herrschenden Parteiungen die grenzenloseste Verwirrung vor. Bald «erden die Saddncäer als die der orthodoxen, die Pharisäer als die einer freisinnigen Richtung huldigenden Juden bezeichnet, bald umgekehrt. Die Pharisäer werden zur fanatischen Kriegspartei gestempelt, während das gerade Gegentheil historisch ist. — An einer andern Stelle werden die Kana'im (Eiferer) mit den Siccariern (Meuchelmördern) verwechselt, oder vielmehr beide Parteien werden untereinander gemengt, während doch die ersteren von den edelsten Motiven geleitet, die letzteren hingegen gemeine Räuber waren. Mit Vorliebe wendet sich Herr vr. Sulzbach gegen die irrigen Ansichten Rsnan's in Bezug auf die alte jüdische Ehe. Der betreffende Passus ist wohl

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