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Der Israelit · 1867-06-12 · Heft 24 (12.6.1867) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 24 (12.6.1867)
Date
1867-06-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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VHI. Jah^. Der Israelit. Ein M ax %' r amff - Genlrat - Organ für das orlhodore Iudentßum. Herausgegeben von Dr. Lehmarrn in Mainz. Mittwoch, den 12. Juni 5627 (186 7). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate IV2 Sgr. die Petitzelle oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mil dem 1. Juli ein neues Quartal beginnt, Io erlauben wir «ns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitender Artikel: Die biblischen Verheißungen in Bezug auf die letzten Ziele des menschlichen Strebens. — Zeitungsnachrichten und Eorrespondevzeu: Deutschland: Mainz. Heilbronn. Ulm. Berlin. Berlin. Aus Mecklenburg- Strelitz. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Arad. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: De Pinto von Amsterdam. — Inhalt der Beilager Leitender Artikel: Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondrnzen: Deutschland: Vom Neckar. — Oesterr. Kais erst.: Wien. — Frankreich: Paris. — Rußland: Warschau. — Feuiüeto«: David Rubeni und R. Salomo Molcho. — rvn D’DDnS — Leitender Artikel. Die biblischen Verheißungen in Ärzug auf die letzten Ziele des menschlichen Strebens. Von Julins Haas.*) „Die Erde schenkte Gott dem Menschen," sagt die heilige Schrift. Die Erfahrung lehrt, daß der Mensch nur insofern dieses göttlichen Geschenkes theilhaftig wird, als er von der Eigenthümlichkeit, die chm als Mensch besonders zukömmt, nämlich von sei- - ner Vernunft vollständigen Gebrauch macht, als in- *) Lehrer in Zsambok bei Gödöllö irchUngarn. telligentcs Wesen lebt; denn wenn er nicht als solches sich mit seinen Mitmenschen verbindet, um das Gewild mit ihnen gemeinschaftlich in den Wäldern zu bekämpfen, so wird er von diesem angefallen und der Vernichtung preisgegeben; wenn er nicht als vernünftiges Wesen die Elemente in ihre Geleise bannet, wenn er nicht durch Klugheit ihr wildes Toben begränzt, so! bearbeitet er vergebens das Feld, bauet er vergebens sein Haus und sammelt vergebens Vorrath um sich, die wilde Fluth spült in einem Momente den Fleiß vieler Jabre hinweg: wenn er ferner nicht als vernünftiges Wesen Ordnung im Cirkel seiner Gesellschaft schaffet, hat er unablässig gegen Räuber zu kämpfen, die ihm unaufhörlich Habe und Leben gefährden. Ist nun der Mensch schon hinsichtlich seines irdischen Wesens darauf hingewiesen, die Stimme seiner Vernunft zu hören, um wie viel mehr ist er als geistiges Wesen, um wie viel mehr muß er als solches mittelst seiner Vernunft zu ergründen streben, was das Ziel seines Daseins sei, was der Schöpfer mit ihm beabsichtigte, als er ihn in das Leben gerufen, was er im Leben zu leisten habe, um sein Ziel zu erlangen. Dieses aber muß er noch um so mehr zu erkennen suchen, da diese Erkenntniß bedeutenden Einfluß auf sein materielles Wohl übt; denn lebt der Mensch dem von der Vorsehung ihm vorgesteckten Ziele gemäß, so stimmt sein Wirken mit dem Willen besten überein, der die ganze Schöpfung um seinetwillen hervorgebracht und dieselbe ihm zur Verfügung gestellt, damit er sein Lebensziel erreiche, d. h. damit er glücklich sei. Strebt aber der Mensch irgend einem andern Zwecke nach, so kann er, im Widerspruche mit dem zu seinem Dasein zu Grunde liegenden Endzwecke lebend,

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