Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1867)
- Date
- 1867-06-05
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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394 keine noch so heilige Ceremonie, welche nicht von Feinden der Religion in's Lächerliche gezogen und dem Gespülte Preis gegeben werden; gewiß eine ernste Mahnung an alle Freunde der Religion, solche Waffen zu verschmähen, welche nur die Lacher gewinnen, der Wahrheit aber niemals förderlich sind.12) Auch bei Verschiedenheit der Meinungen wollen wir die Liebe wahre» und den Gegner ebensowenig dem Spotte Preis geben, als ihm unwürdige Beweggründe unterschieben. Sie wollen insinuiren, daß die S.-O. gegen den Willen unseres verehrten Herrn Rabbiners eingeführt worden. Sie täuschen sich hierin jedoch sehr, denn es ist keine Bestimmung in die S.-O. ausgenommen worden, welche aus den Widerspruch des Herrn Rabbiners gestoßen wäre, vielmehr ist dieselbe vom Herrn Rabbiner unter Beisitz der Verwaltung entworfen worden und nur im Einverständnisse beider Parteien konnte die S.-O. in Wirksamkeit treten.^) Wir hoffen übrigens, daß unser verehrter Herr Rabbiner mit seinem Eifer für Hebung der Religion und des Gottesdienstes verharren werde. Sein frommer Sinn und sein tüchtiges Wiffen wird uns vor Mißgriffen und Ueberstürzung bewahren.") 12) A. d. R.: Wir sind im Gegentheil der Ansicht, daß es der Wahrheit nur förderlich sein kann, wenn man das in sich Unwahre, allerdings nur dieses, als der Lächerlichkeit verfallen darstellt. 13) A. d. R.: Der Herr Einsender ist es — nicht wir — der sich hierin täuscht. Man sehe die wissenschaftliche Beilage. 14) A. d. R.: Auch wir hegen die besten Wünsche für die isr. Gemeinde zu Bamberg, an die uns noch ein besonderes Band der Pietät knüpft, da unsere Familie jener altehrwürdigen Gemeinde entstammt, der sie im vorigen Jahrhundert zwei bedeutende Rabbinen gegeben hat. Umsomehr aber wünschen wir, daß Bamberg seinen alten Glanz als '(nt’j ob, ra’ wiedergewinne. Möge der gegenwärtige Herr Rabbiner das Seinige dazu beitragen. Wir wiederholen es, wir zweifeln weder an seinem Wissen noch an seinem Willen! — in geprüfter Religionslehrer und der auch ein guter &mp ist, wünscht in einer orthodoxen Gemeinde zum 1. August d. I. eine dauernde Anstellung. Auf Wunsch kann auch französischer und englischer Sprachunterricht erlheilt werden. Franco-Offerten durch die Expedition d. Bl. unter Chiffre A. B. 24. n meiner Colonial - Waarenhandlung, die an Sabbat- und Feiertagen geschloffen, wird zum sofortigen Eintritt, unter sehr vortheilhaften Bedingungen, ein Lehrling mit guten Vorkenntmffe», sowie ein angehender Commis gesucht. Offerten franco. Mainz, 1. Juni 4867. David Reilürg. Bekanntmachung. Da bei uns circa 1000 die Heimannsche Stiftung betreffende Gesuche eingegangen sind, deren Prüfung und Beurtheiluug bedeutende Zeit in Anspruch nimmt; so werden wir erst in einigen Monaten das Resultat mittheilen können. — Wir sind jedoch schon jetzt zu der Ueberzeugung gelangt, daß große Summen gar nicht bewilligt und selbst kleinere nur einem Theil der als begründet befundenen Gesuche zuerkannt werden können, da 25000 dänische Thaler (gleich 18750 Preußische Thlr.) selbst bei Bewilligung des uns vorgeschriedenen Minimums von 200 Thlr. Pr. C. noch nicht zur Befriedigung von 100 Gesuchen ausreichen; weshalb auch zu unserem großen Bedauern so viele höchst achtbare Empfehlungen nicht nach Wunsch berücksichtigt werden können. — Dies zugleich als Antwort auf die über das Resultat ihres Gesuches bereits eingegangenen Anfragen. Altona, Würzburg und Eiscnstadt im Jjar 5627. Jae. Gttltrrger. S. B. Bamberg er. l)r. I. Hildesheimer. ie Israel. Gemeinde Randerath, unweit Aachen, wünscht womöglich zum sofortigen Eintritt einen jungen anständig gebildeten Mann als ReligionSlehrer und Cantor. Vorläufig betheiligen sich vier Kinder. Da nur Samstag der Cantordienst zu versehen ist, so würde ein junger Mann eine angenehme Stellung haben. Franco-Meldungen sind an den Vorstand zu richten. tLine moralisch religiös pädagogisch gebildete Dame wird zur Ertheilung des französischen Unterrichtfür ein 13jähriges Mädchen unter annehmbaren Bedingungen gesucht. Bewerberinnen wollen sich mit genauer Charakteristik franco unter R. 860. Bamberg melden. Gleichzeitig sucht man daselbst für ein Großhandlungshaus einen routinirten, militärfreien, cautionsfähigen Reisenden von gefälligem Exterieur, dem sich bei erprobter Fähigkeit günstige Auspizien eröffnen._ <7^n meinem Kurz- und Wirkwaaren-Geschäft, welcher y an Sabbat- und Festtagen geschloffen ist, wird ein Lehrling aus ordentlichem Hause, welcher die nöthigen Schulkenntniffe besitzt, ausgenommen; derselbe erhält die Mittagskost. Simon Austerlitz Stadt, Sterngaffe Rr. 5 _in Wien._ Lehrlings - Stelle. cyn dem Tuch- und Modewaaren- Geschäft des H. \) I. Rothschild in Brette» ist eine Lehrlingstelle frei, welche sofort besetzt werden kann; an Sabbaten und Festtagen ist daL Geschäft geschloffen. H. Ä. Rothschild.