Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 21 (22.5.1867)
- Date
- 1867-05-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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VHL Jahrgang. JSS 21 J Der Israelit. für das ortljodore Iuden1huMz.Hr Herausgegeben von Dp. Lehmann in Mainz. Hentral Diese Zeitung erscheint wöchmtlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitender Artikel: Die Falascha's. LeitUvstSvachrichtkN »uv Correspondeuzen: Deutschland: München. Berlin. Berlin. — Oesterr. Kaiscrst.: Wien. Wien. Aus Großwardein^ Aus Mähren. — Schweiz: Bern. — Frankreich: Paris. Paris Paris. Metz. — England: London. — Ostindien: Calcutta. — Feuilleton: De Pinto von Amsterdam. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Die Vorgänge in Ungarn. ZeituupSnachrichlcn und Corrrspoudemen: Deutschland: Aus Norddeulschland. Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. Magdeburg. — Oesterr. Kaiserst.: Wien.Prag. Prag. Kesmark. — Syrien: Beirut. — Feuilletov: David Rubeni und R. Salomo Molcho. Leitender Artikel. Äie Falascha's. (Nach dem „Jewish Chronicle") Von Joseph Kahn in Mainz. Ein Bericht in einer unserer jüngsten Nummern hat neuerdings unsere Aufmerksamkeit aus die Falascha's gerichtet. In demselben wurde die Mittheilung gemacht, daß die „Alliance Jsr. Univ." einen Glaubensboten nach Abeffynien sendet, um die lange unterbrochene Verbindung zwischen einem großen und interessanten Theil der jüdischen Familie und den übrigen auf der ganzen Erde zerstreuten Zweigen derselben wieder anzuknüpfen. Einer der heißesten Wünsche von Hunderten und Tausenden unserer jüdischen Brüder, deren Herzen für die Wohlfahrt Israels hoch schlagen, ist nun nahe daran, in Erfüllung zu gehen. Diese Mission ist die erste wichtige Unternehmung, die von der jüdischen Bevölkerung zur Ausführung eines hohen Zweckes veranlaßt worden ist und die darum, abgesehen von dem zu erstrebenden Ziele, gleich allen ähnlichen Werken auf Jedermann eine veredelnde und stärkende Wirkung ausübcn wird. Sie wird das Gefühl der Einigkeit unter den zerstreuten Gliedern vergrößern, die Israeliten geneigter machen, in einen enger geschloffenen Organismus zu treten, sie an größere Anstrengungen für das Allgemeine gewöhnen und ihnen zum Beispiel dienen, was durch gegenseitiges Zusammenwirken erzielt werden kann — und das ist schon ein werthvollerer Preis als das goldene Vließ. Dieser Preis muß gewonnen werden, mögen auch die Hindernisse, die sich der Erreichung desselben entgegenstellen, noch so groß und noch so viel sein. Die Intelligenz und der Eifer des Präsidenten der „Alliance Jsr." sind eine Garantie für uns, daß die Mission so geleitet werden wird, daß die zu erstrebenden Resultate erlangt werden. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, bedauern wir kaum das Fehlschlagen aller privaten Unternehmungen nach diesem Lande. Sie alle gingen aus den Anstrengungen Einzelner hervor, oder hatten eine so schwache Basis, daß man kaum einige Befriedigung erwarten konnte. Diese Versuche, obgleich sie mißlungen sind, sind immerhin werthvoll für uns, da sie zeigen, wie groß und lebendig von jeher der Wunsch war, diesen auswärtigen Theil des israel. Volkes kennen zu lernen. Obgleich die Existenz einer beträchtlichen, alten jüdischen Bevölkerung jenseits deS rothen Meeres schon vor vielen Generationen bekannt war, so hat sich doch