Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 19 (8.5.1867)
- Date
- 1867-05-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Vin, Jahrgang. Jw i». Der Israelit. Ein Kentrat - Grgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von Di*. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 8. Mai 5627 (166 7). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 1b kr. rh. Man abvNNirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen <w. Inserate 1V2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition fxanco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Die Pentateuch-Aus^, * - ^-s Herrn Rabb. R. S. Hirsch. — Zeitungsnachrichten und Correfpoaveuzen: Deutschland: Münchm. Fürth.— Oesterr. Kaiserst.: Wien. Wien. Wien. Prag. Prag. Aus Mähren. — Frankreich: Paris.— England: London. London. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Gedolah Legimah. — L'NpO bl. — Inhalt der Beilager ZeitnnaSnachrichteu und Correspoudeuzen: Deutschland: Dürkheim. Breslau. Celle. — Oesterr. Kaiserst.: Loschitz. Pesth. Kalladai. — Italien: Florenz. Florenz. — Frankreich: Paris. — England: London. Dublin. — Schweden: Stockholm.— Palästina: Jerusalem. Aus Jerusalem. — Amerika: Chicago. — Ostindien: Bombay. — Feuilleton: Die gestohlene Mesuso. — An einen Bar-Mizwah. Inhalt der Extra-Beilager Statuten-Entwurf für den deutsch-österreichischen Verein rOfl?. — Eisenstadt. — Sassin. — Verein zur Förderung und Conservirung des religiösen Lebens für die Juden in Deutschland. — Bamberg. — Köln. — Leitender Artikel. Die Pentateuch - Ausgabe des Herrn Rabb. R. S. Hirsch. „Alle Ströme fließen in das Meer und das Meer wird nicht voll;" seit Jahrtausenden sucht der Forschergeist das heilige Wort unseres Gottes zu ergründen, und den „Nachfolgenden" bleibt noch immer Raum und Gelegenheit, zu forschen, zu ergründen und zu klären; wenn dieses nun in einer das Verständniß fördernden Weise geschieht, so ist das ein höchst wichtiges Ereigniß auf dem Gebiete des jüdischen Geisteslebens. Mit lebhafter Freude begrüßen wir daher das in diesen Blättern bereits mehrfach angezeigte neue Werk des genialen Rabbinen der israel. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M., des begeisterten Verfassers der „neunzehn Briefe", des muthigen Eiferers der „Naphtule Naphtali", des weihevollen Verkünders von „Israels Pflichten" (Horeb), des umsichtigen Redacteurs der nun seit länger als einem Jahrzehnt für Lehre und Leben wirkenden Monatsschrift „Jeschurun", des ersten Schöpfers einer mustergiltigen israelitischen Unterrichtsanstalt — — — — Welch' ein Mann, welch' ein Leben, welch' reiches Wirken! Blicken wir ein wenig in die Vergangenheit zurück. Vor vier Jahrzehnten etwa trat die sogenannte neue Richtung im Judenthume mit keckem Uebermuthe unfern nach Jahrtausenden zählenden Institutionen entgegen; die größte Gefahr drohte der Religion Israels; das deutsche Wort war den Vertretern des Judenthums nicht geläufig, und daher fand ihre Rede unzugängliche Herzen. Da erschienen die „neunzehn Briefe", erregten ein ganz ungewöhnliches Aufsehen und hatten auch unter göttlichem Beistände einengroßartigen Erfolg. Nun kam die Periode der Geiger'schen Monatsschrift; hier wurde von gelehrtseinwollenden Männern in angeblich wissenschaftlicher Weise die Axt an den Baum des Judenthums gelegt; der große Haufe der Halbgebildeten ließ sich blenden; da machte Hirsch jene Phantastereien durch die beißendste Ironie, mit der er in seinem „Naphtule Naphtali" die Behauptungen Geiger's und seiner Nachtreter «.ä adsuräum führte, lächerlich und dadurch wirkungslos. Hatte sich Hirsch hier nur abwehrend verhalten, so entwickelte er in seinem „Horeb" oder „Israels