Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1867)
- Date
- 1867-05-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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j\e 18 . Jahrgang. > yj _ ) Der Israelit. Ein Genlrat - tzrgan für das orlhodore Iudenthum. Herausgegeben von *. T*t. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 1. Mai 5627 (186 7). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder st. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Die Alliance Jsr. Universelle. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondeuzeu: Deutschland: München. Würzburg. Erlangen. Heilbronn. Eßlingen. Karlsruhe. Berlin. Magdeburg. — O esterr. Kais erst.: Wien. Wien. Eisenstadt. — Frankreich: Paris. — Belgien: Brüssel. — Schweden u. Norwegen: Stockholm. — Palästina. — Australien: Sidney. — Feuilleton: Gedolah Lcgimah. — Inhalt d?r Beilage: Zeitungsnachrichten und Lorrespoudenzen: Deutschland: Mainz. München. Frankfurta. M. Kassel, Posen. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Wien. Pesth. — Italien: Padua. — Amerika: St. Franzisco. Cincinnati. — Ostindien: Bombay. Feuilleton: D’3 Gallerte der Rabbiner». Leitende Artikel. Dir Älliance Isr. Universelle. Wir erhalten vom Präsidium des genannten Vereins auf unser in Nr. 13 d. Bl. milgelheilles Schreiben folgende, durchaus befriedigende Antworl: Paris, den 6. April 1867. Sr. Ehrwürden, Herrn Rabb. vr. Lehmann in Mainz. Hochgeehrter Herr Rabbiner! Wir haben den Brief, durch welchen Sie uns den Beitritt neuer Mitglieder anzeigen, erhalten und wollen nicht zögern, Ihnen unfern Dank für die werthvolle Mitwirkung zur Förderung unseres Werkes auszudrücken. Wir fühlen uns glücklich zu vernehmen, daß Sie die Wichtigkeit unserer Bemühung zu schätzen wissen, und daß wir auf die sympathische Anstrengung eines der vorzüglichsten Organe der israelitischen Presse, dessen wichtiger Einfluß uns nurzum größten Nutzen gereichen kann, rechnen dürfen. Sie machen jedoch Ihre Unterstützung von der Beantwortung der Frage, ob in den von uns im Orient gegründeten Schulen das religiöse Element genügend vertreten ist, abhängig. Es gereicht uns zum Vergnügen, Ihre Ungewißheit in dieser Beziehung beseitigen zu können. Wir gehen wie Sie von dem Gedanken aus, daß unsere Lehrer nur dann das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen und sich die Autorität, welche ihnen so nothwendig ist, erwerben können, wenn sie von der heißesten Liebe zur jüdischen Sache durchdrungen sind und den Vorschriften der Religio n Folge leisten. Wenn einer von ihnen seine Pflicht so vergessen sollte, daß er durch sein Betragen die Unzufriedenheit seiner Glaubensgenossen erregen würde, so wären wir schon im Interesse unseres Werkes genöthigt, uns von ihm zu trennen, und wir würden nicht anstehen, ihn seiner Funktionen zu entheben. Wir verlangen auch von den Direktoren unserer Schulen, daß sie bewandert seien in den heiligen Schriften und in den Elementen der hebräischen Theologie, damit sie im Stande sind, diesen Theil des Unterrichts, welcher überall den von den Gemeinden selbst dazu ernannten einheimischen Rabbinen anvertraut ist, zu überwachen. Das sind die Prinzipien, welche die Organisation aller unserer Schulen leiten: sie sind von