Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 15 (10.4.1867)
- Date
- 1867-04-10
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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240 Motiv zu Israels großem Anfänge auf Erden und den leitenden Gedanken, der -um Verständnisse desselben führt. — Di« Schöpfung der neuen Jsraelswelt, die in "oaP nrn iennn„ den ersten Satz ihres Zeitgesetzes hat — sie ist eine Fortsetzung der Wellschöpfung überhaupt, eine nach dem göttlichen Schöpfergedanken sich ergebende Konsequenz derselben und “üib n:n tennn,, bedeutet für Israel das, was "a'pd« «*ia rme\nn„ für die ganze große Naturwelt bedeutet. Soll indessen die soeben aufgestellte Behauptung etwas mehr als eine bloße Phrase sein, so darf es uns nicht zu viel sein, dieselbe weiter zu erläutern, indem wir sie in ihre einzelnen Theile zerlegen. Wir müffen hiebei an den Kultus denken, der sich für Israel an die ^Erneuerung" der Mondgestalt knüpft; und wenn wir da zu "tennn tennp„ zu der „Heiligung" Israels, seines Zeitmessers und seiner Zeit gelangen, so bleibt uns zu untersuchen, welcher Art diese Heiligung sei, wieso sie den Ausdruck bilde für Israels Anschauung von der Weltschöpfung und Weltleitung durch Gott. — Wir müssen fragen: I. In welchem Verhältnisse steht die Weltschöpfung zur Zeiterneuerung, — welche nothwendige innere Gedankenverbindung knüpft sich zwischen „rvtpsro" und „tennn vad nm" — zwischen der Betrachtung der ersten Stunde der Welt und der eines jeden neuen von der Mondsichel angegebenen Zeitabschnittes? II. Wieso muß sich der Gedanke der fortwährenden göttlichen Weltleitung an den Gedanken der Weltschöpfung schließen, um uns den Begriff der Zeiterneuerung und Zeitheiligung durch Israel klar zu machen, zum Lnnern Bewußtsein zu bringen? und III. Woher nimmt Israel das Recht, Priester der Zeiten zu sein, die Zeiterneuerungen zu heiligen; — worin besteht diese Heiligung und worin unterscheidet sie sich von dem, was andere Völker und Menschen außer Israel heilig nennen? — Nehmen wir auf diesem Untersuchungsgange die sinnigen Worte unserer Weisen, die wir im nan ten-iö z. St. ausgesprochen finden, zur leitenden Richtschnur. — b«nt7' rner pta -pna iwn nja!>n ritt n«nn ,ü*bnn cennc iro jnoi« pan p L" tennn net panpD onöi« Dno 2" ,onenn tenpa “pna onoi« ono ten trnp im«;'tt ini« pttnpo bmw';'« D«tp ,bn-\un tenpo benss»» ntt imp n"a"pn"tff ,m by nsnn bxi ,taPa wai ('a xapn) 'n n« tennp '3 D'tennp p Drvni '«Jtff ,tenipo «in ^anpo ontcr na p1? coteP D»ten»pö on» ppon ntt tenp twd ,nnten Paa idPi «s pnP "pisn ,pnpyi «ad nwo 'n bo’ ,DtenpD '\n ’□ i’ba da n«i Pani tvnp bv nan la dapv pan 'n ,ptenj/ vn no txbt< itt "idj s" itt najan onn nwv tenpt? dbd ntenpna bin Pa d«i anpnö din Pai svn Paa nnpai nn^v dttntr" nva nntt dp ,^npnv L^npn ja abono «intr^a nno nan mo) dai tennn n« D’tcnpoi n^tennp nrw tta Wer den Neumond sieht, wie muß er die Benediktion sprechen, zur Zeit, da Israel den Neumond heiligt? Einige Lehrer meinen: „Gelobt der Erneuerer der Neumonde!" Andere meinen: „Gelobt der da heiligt die Neumonde!" und wieder andere fügen hinzu: „Der da heiligt Israel!" denn wenn Israel ihn nicht heiligt, so ist er nicht im Geringsten heilig. Verwundere dich hierüber nicht! Hat ja der Heilige, g. s. E., Israel geheiligt, wie es heißt: „Und ihr sollt mir sein heilig, denn heilig bin ich, der Ewige!" (3. B. M. 20) und da sie, die Nachkommen Israels, geheiligt sind dem Himmel, so ist das, was sie heiligen, wieder heilig. Willst du dieses aber begreifen, so gehe hm und lerne es von den „Gefäßen zum Dienste": Moscheh heiligte die „Wohnung" (Gottes auf Erden); und alle zu derselben gehörigen Gefäße, wer heiligte denn diese? Konnte Moscheh jedesmal kommen und sie heiligen? Nein! Und wie denn? Der „Wohnungsdiener" empfing damit (mit dem betreffenden Gefäße) eine Sache, die heilig, und das Gefäß heiligte sich sofort, sowie Moscheh geheiligt — mit dem Blute der Opferstätte, oder dem Weine der Ausgießung oder dem Hingebungsopfer, indem er hineingoß in das „gemeine Gefäß" und das „gemeine Gefäß" sich heiligte. — Und — wenn schon ein gemeines Gefäß dadurch, daß es sich füllte mit Heiligem, heilig ward, um wie viel mehr Israel — selbst heilig — den Neumond heiligend u. s. w. — lü’tenn tenpa -pna Jouenn ienno *jna! bttntv' ttnpn -pna. So lautet der Weihespruch, mit dem Israel seinen sich verjünaenden Zeitmeffer, den Mond begrüßt! Dies der paffende Ausdruck für den von drei verschiedenen Gesichtspunkten aus in's Auge gefaßten, aber einen «nn na« nai «nn n»« noi mPö) erhebenden Gedanken, der dem Verhältniffe Israels zu seiner Welt und seiner Zeit zu Grunde liegt, „Zeiterneuerung" (tenna) — „Zeitheiligung" (tenpa) — „Heiligung Israels" (d«nre?' tenpb). Dies ist das schöne, welterleuchtende Dreigestirn, welches die Mondessichel umgibt, wann diese, erneuet, am Himmel sichtbar wird und Israel mit der ganzen Summe seiner Nationalgefühle, mit seinem Nalionalgevanken und seinem Nationalbewußtsein zu ihrer Begrüßung ladet. L „ Zeiterneuerung." — (v'trnn tenno) Aus der tiefen Nacht Mizrajims trat Israel auf wunderbare Weise an das helle, klare Licht eines schönen Freiheitsmorgens. — Das Morgenroth, das demselben voranging, fällt in die Zeit, da Gott zu Moscheh und Aharon sprach:! D'tenn twn vad nm tennn dieser Monat sei euch Anfang der Monde! da Gott der werdenden Nation Israel neben der natürlichen Zeitbestimmung, die sich vom ersten Tage der Sonnenherrschaft her datirt, welche die Sonne zu ihrem Mittelpunkte und Tischri zum ersten Monde hat — da Er,