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Der Israelit · 1867-04-03 · Heft 14 (3.4.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 14 (3.4.1867)
Date
1867-04-03
Page
– (sequence 13)
Language
German
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231 Mir scheint, daß die solcher Art motivirte Abstimmung des Herrn Dr. Laster, durch die er den davon betroffenen Antrag auch wirklich zum Falle brachte, einer übelangebrachten und unberechtigten Regung von Großmuth (?) entsprungen ist. Die Ablehnung der Special-Gesetzgebung kann nicht wohl als Consequenz der vergangenen Verwerfung allgemeiner Grundrechte, die das ganze Volk berühren, bedingt sein, da der Fall ja ganz anders tiegt, indem den politischen und bürgerlichen Ausnahmszuftänden der Juden, dem speciellen Nothstande der sie belastet, nur durch specielle Gesetzgebung Remedur gebracht werden kann. Mag dieser Gesetzgebung immerhin von vornherein eine generalisirende Form gegeben werden, und wie weittragend ihre Bestimmungen immer sein werden, solchen wird offenbar bis zu dem Punkte der Charakter des Specialen anhaften, als durch sie die Stellung und Rechte der Juden auf das Niveau, das diejenigen ihrer Mitbürger anderer Confessionen einnehmen, erst gehoben werden muffen, um eine gemeinsame Basis der rechtlichen und freiheitlichen Fortentwicklung zu gewinnen. Uns unsererseits setzt die großmüthige Anwandlung des Herrn Dr. Lasker in Erstaunen, die ihm eingibt und es ihm leicht macht, über den Jammer der Mecklenburgische» Juden zur Tagesordnung überzugehen und sie in der „Tiefe des Elendes" solange weiter vegetiren zu lasten, bis seine Logik ihm erlaubt, der Ectheilung fast der primitiven Menschenrechte an sie, sich nicht zu widersetzen, vorausgesetzt, daß derselben dann noch zur Lösung gleich günstige Elemente sich bieten. Nicht nur wir, die Anhänger der von Ihnen vertretenen relig. Richtung, sondern wohl ganz ebensosehr die Kämpen der uns entgegenstehenden Bestrebungen werden in dieser Vertretung jüdischen Interesses Seitens des Herrn Dr. Lasker eine unglückliche, mindestens aber eine starke Uebereilung finden. Wie schon gesagt, schließt sich unsere Ansicht über die Ungleichartigkeit des Wesens der beiden nach einander behandelten Anträge an die des Herrn Dr. Prosch an, dessen Humanität, ja dessen Gewissen sich nicht bescheiden konnte, statt begangene Frevel zu sühnen, fortsetzen zu lassen Zertretung der heiligsten Menschen rechte und namentlich des obersten konstitutionellen Grundsatzes, der Gleichheit aller Bürger eines Staates vor dem Gesetze, bis zu einem Zeitpunkt, dessen Bestimmung der Zukunft in die Hand gelegt wird. Gg. M. A N Z_E Die zum 1. April neueintretenden Abonnenten erhalten die Nummern 9—13, in welchen sich der Anfang der Erzählung „Rabbi Elchanan" befindet, gratis, sobald sie dieselben bei der betreffenden Post oder Buchhandlung reclamiren. Vacanz. Durch einen Ruf unseres Lehrers Herrn Kuttnauer nach Baltimore wird unsere Religionslehrer- und Cantorstelle mit dem 1. März vacant. Der fixirte Gehalt beträgt fl. 400 sowie weitere fi. 50 als Wohnungsvergütung. Nebenqefälle nicht unbedeutend. Resiectirende wollen ihre Anmeldungen frankirt, unter Beilage ihrer Zeugnisse, an den Unterzeichneten alsbald machen. Musikalisch Gebildete, sowie solche, welche befähigt sind, deutsche religiöse Vorträge zu halten, werden bevorzugt. Seligenstadt bei Frankfurt a. M., 24. Febr. 1866. Für den Vorstand der israel. Gemeinde: M. Bacharach. Mm 15. Mai d. I. wird die hiesige israel. Relivl gionslehrer-, Vorsänger - und Schächterstelle vacant. Diese Stelle trägt bei freier Wohnung und I C E 1. Holz zur Beheizung des Schulzimmers fl. 300 Fixum, wobei jedoch bemerkt wird, daß dieselbe in den zwei letzten Jahren mit Nebeneinkünften fl. 450—500 getragen hat. Bewerber um diese Stelle wollen sich baldigst an den Unterzeichneten wenden. Die Cullus gemeinde Egenhausen. _I. Schwarz, Cultus-Vorstand._ Annonce. In unserer Synagogengemeinde ist die Stelle eines Religionslehrers, der gleichzeitig Schächter und Vorbeter ist, vacant. Dieselbe bietet ein jährliches Einkommen von 5 bis 600 Thlr. Bewerber wolle« sich in portofreien Briefen bei uns melden- Der Vorstand der Synngogengeinde _in Gnttstadt in Ostpreußen._ ie israel. Lehrer- und Vorbeter-Stelle dahier ist gegen einen jährlichen Gehalt von 3 — 400 fl. vacant. Franco-Anfragen beliebe man an Unterzeichneten zu richten. Homberg an der Ohm, den 11. März 1867. _ Der Vorstand Simon David. in israel. Bäckeraeselle findet sofort gute Stelle bei A. M. Cohen in Crefeld.

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