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Der Israelit · 1867-03-20 · Heft 12 (20.3.1867) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 12 (20.3.1867)
Date
1867-03-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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VIII. Jahrga JVl 12. Mr Israelit. E i n Genlrat - Grgan für das orlhodore Iudenthum. Herausgegeben von I>r. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 20. März 5627 (1867). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Da mit dem I. April ein neues Quartal beginnt, lo erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitender Artikel: Zur orientalischen Frage. — Zeitungsnachrichten uud Korrespondenzen: Deutschland: Schwerin. Düsseldorf. Xanten. —Oesterr. Kaiserst.: Prag. Prag. Prag. Pcsth. Pcsth. — Portugal: Lissabon. — Süd- Afrika: Capstadt. — Feuilleton: Rabbi Elchanan. — Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Verein zur Förderung und Conservirung des relig. Lebens für die Juden in Deutschland. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Von der Donau. Königsberg. — Oesterr. Kaiserst.: Szill- Szomogy. Liptü-Sz.-Miklüs. — Frankreich: Paris. — Inhalt der Extra-Beilage: Spenden zur Linderung der Hungersnoth in Palästina. — Spenden für die Armen des hl. Landes. — Für die Wittwen und Waisen im hl. Lande. — Bau jüd. Armenu. Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Zur Beförderung des Ackerbaues im hl. L. —, . Leiernder Artikel. Zur oricntülischcn Frage. Wenn man einer Depesche aus Constantinopel vom 9. d. M. Glauben schenken darf, so hat Serbien von der Pforte vollständige Unabhängigkeit erhalten. Sei dem, wie ihm wolle, es läßt sich nicht mehr verhehlen, daß früher oder später im Orient, besonders in den Ländern, die unter dem Halbmond stehen, bedeutende und nachhaltige staatliche Veränderungen hervortreten werden. Das Nationalitätsprincip gibt seit der Neujahrsrede Napoleons von 1859 den großen Ton an;; unterstützt von Hinterladern mit und ohne Zündnadeln; führt es die Schlachten und revidirt die vielfarbige; Karte Europa's nach der „Logik der Thatsochen". Die ■ christlichen Bewohner des ottomanischen Reiches sind es besonders, die der Türkenherrschaft sich zu entziehen! suchen. Unterstützt von den europäischen Großmächten; wird ihnen dieses vielleicht gelingen. Die Donaui sürftenihümer sind nun aber auch von einer respec-! tablen Anzahl Israeliten bewohnt, und werden deshalb! auch diese von der eventuellen politischen Umgestali lung mehr oder weniger berührt. Vor Allen aber i sind es die nach „vollständiger Unabhängigkeit" stre-! benden Serben, die uns heute zu einigen Betrach-! tungen Anlaß geben. Die großen Principien von Menschenwürde und Freiheit wiederhallen jetzt an allen Ecken und Enden, wo christliche Völker unter der Herrschaft des Sultans stehen. Schon monatelang rvüthm Feuer und Schwert dort, und würde das ^gegenseitige Würgen bei der schlechten Taktik der Kämpfenden wahrscheinlich eine Entvölkerung und totale Verwüstung jener gesegneten Länderstriche nach sich ziehen, wenn nicht, wie dieses bereits schon früher geschehen, die Intervention der europäischen Großmächte diesem Elende Schranken setzen würde. Diesem Vorgehen allein werden also jene Völker ihre dereinstige Befreiung von den Türken zu verdanken haben. In welch' schlechtem Contraste stehen aber diese so laut proclamirten und verlangten Freiheilsbestrebungen der Serben zu ihrer Toleranz gegen Juden und Judenthum! Das jüngste „Memorial diplomatique" bringt

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