Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1867)
- Date
- 1867-03-13
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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188 archeologische Schilderung. Paris, Finnin Didot 1845, groß in 8. 700 Seiten zu je zwei Columnen. 2) Betrachtungen über den Cultus der alten Hebräer im Vergleich mit den anderen Culten des Alterthums; gefolgt dem 5. Buche der „Gesetze des Manu", frei übersetzt nach dem Sanscrit und mit Anmerkungen begleitet. 1833. 3) Notiz über Rabbi Saadia Gaon und seine arabische Uebersetzung des Buches Jesaias, und über eine . handschriftliche persische Uebersetzung der kaiserlichen Bibliothek. 4) Commentar des Rabbi Tanchum Hajeruschalmi zu dem Buche Habakkuk, veröffentlicht in arabischer Sprache nach dem einzigen Mff. der bodleinischen Bibliothek und begleitet mit einer französischen Uebersetzung und mit Noten. 1843. 5) Notiz über Joseph den Jehuda, den Schüler Maimonides'. 1642. Diese Schrift enthält zahlreiche noch unedirte Documente über Maimonides und den Schüler, für den er seinen Moreh nebuchim schrieb. 6) Die phönicische Inschrift zu Marseille übersetzt und erklärt. 1847. 7) Notiz über Aboul-Walid-MerwLn-ibn DjanL'h und über einige andere hebr. Grammatiker des X. und XI. Jahrhunderts. 1851. (Siehe Journal asiatique 1850, 1851. D»ese Schrift hat im Jahre 1851 einen der Preise Volney's erhalten. 8) Eine Serie von Artikeln über die Philosophie der Araber und Juden. (Diese Artikel, die nach den Quellenschriften redigirt sind, wurden in dem Dictionair der philosophischen Wisienschaften abgedruckt.) 9) Eine Serie von Artikeln über orientalische Literatur (namentlich über die Poesie und Philosophie der Hindu's), veröffentlicht in dem „ Temps " und in verschiedenen Zeitschriften von 1834 bis 1838. (Siehe Adelung, Bibliotheca sanscrita. passim.) 10) Verschiedene Noten, betreffend den Antheil, den die Araber an der Entdeckung der ungleichmäßigen Mondbewegung genommen haben. 1843. Protokoll der Sitzungen der Akademie der Wissenschaften BB. XVI. und XVII. 11) DalLlat al'Hayirin oder Führer der Irrenden von Moses Maimonides zum ersten Male in dem arabischen Originale veröffentlicht und mit einer französischen Uebersetzung und erklärenden Noten versehen. Das Werk Maimonides', deffen hohe Wichtigkeit für die Studien der arabischen Philosophie bekannt ist; 3 Bände in 8, veröffentlicht 1866, 1861 und 1866. Herr Munk hatte die Absicht, dieses Werk mit einer erklärenden Einleitung zu versehen; das Mff. dieses Versuches befindet sich noch in der Buchdrücken. 12) Die Quelle des Lebens, eine metaphysische Abhandlung von Salomon Jbn-Gebirol, genannt Lvicebron; veröffentlicht in hebräischer Sprache mit einer französischen Uebersetzung und Noten [unb versehen mit einer Notiz über den Verfasser. Diese Veröffentlichung hat zum ersten Male die Werke des mysteriösen Avicebron erkennen lassen und besonders seine Fons vitae, von welcher Herr M. in der kaiserl. Bibliothek einen abgekürzten hebräischen Text und eine vollständige lateinische Uebersetzung gefunden hat. (Siehe La Philosophie scolastique von M. B. Haureau, B. 1, S. 376, Note 3.) Manuskripte, die Herr M. der kaiserl. Bibliothek übergeben hat: Catalog der sanscritischen Mff. der kaiserl. Bibliothek. Catalog der Mff. der verschiedenen Fonds, welche das Suplement höhreu bilden, nebst erklärenden Notizen über die Mff. des Fonds des Oratoriums, wichtig für die Geschichte der Philosophie und der Wissenschaften bei den Arabern und Juden. Herr M. hatte auch den Vorsatz, eine neue verbesserte und erweiterte Ausgabe seines Palästina zu besorgen, deffen Erfolg ein immenser war. Es ist sehr zu wünschen, daß seine gelehrten Berichte für das Institut, seine Vorlesungen am College, de France und seine zahlreichen einzelnen Arbeiten, die in verschiedenen Zeitschriften erschienen sind, veröffentlicht werden. Die jüdische und die Gelehrtenwelt wird dieses als ein köstliches Erbe betrachten und Alles sammeln, was dieser große und unvergleichliche Geist hinterlaffen hat. Die letzte Veröffentlichung Munk's ist ein Brief, der sich in dem „Univers Jsraölite" vom Monate Februar l. I. vorfindet. Zur Geschichte der spanischen Inquisition. Herr vr. C. A. Willens, Pfarrer an der reformirten Kirche zu Wien, hat eine Biographie des gelehrten Augustinermönches Fray Luis de Leon, Professors an der Universität zu Salamanca im 16. Jahrhundert, herausgegeben. Wir entnehmen daraus, daß Luis de Leon gegen die vom Tridentiner Concil als kanonisch anerkannte Vulgata des Hieronimus opponirte, indem er verlangte, daß die Erklärung der Rabbinen bei der Interpretation der Bibel berücksichtigt werden und überhaupt auf den hebräischen Urtext zurückgegangen werden sollte. Fray Luis wurde in Folge dessen von der Inquisition verhaftet und mußte 5 Jahre (vom Jahre 1572—1577) in deren Kerker schmachten; ja er wäre ohne die Intervention des Cardinals Gaspar di Quiroga, an den er sich in seiner äußersten Bedrängniß gewandt hatte, zum Tode verurtheilt worden. Der Letztere nahm sich seiner an und bewirkte seine Freisprechung wie auch die Wiedereinsetzung in sein Amt. Verantwortliche Redaction: vr. Lech mann. — Verlag der Le Roux'schen Hofbuchhandlung. — Dampf»Schnellpreffendruck von I. Gottsleben in Mainz.