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Der Israelit · 1867-02-20 · Heft 8 (20.2.1867) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 8 (20.2.1867)
Date
1867-02-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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/ Ein enlrat - Organ für das orlhodore Zudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 20. Februar 5627 (186 7). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 BogmÄr. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder st. 5. 15 kr. rh Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate U/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Emirs. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Ein Sabbaiverein für die Israeliten Deutschlands. — Bulletin der „Alliance Israelite Universelle“. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. Breslau. — Oesterr. Kaiser st.: Wien. Wien. — Italien. — Feuilleton: Die Rettung. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Das Seminar in Rheinland und Westphalen. — Die Wuthausbrüche eines Reformblattes gegen die Wiener Kultusgemeirrde. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. Aus Baden. Buchau. Lübeck. MerKel. — Oesterr. Kars erst-: Wien. Prag. Gr.-Wardein. Jamnitz. — Frankreich: Paris. — Leitende Artikel. Gin Sabbatverein für die Israeliten Dentjchjiands. ptn niTjr injn n« V Einer helfe dem«Andern und zu seinem Bruder spreche er: sei stark! Einer der Grundzüge der menschlichen Natur, der in der äußeren Nothwendigkeit der Dinge seine Begründung findet, ist der, daß Gleichgesinnte einander aufsuchen. Md sich in Folge dessen fest aneinander anschließen, daß sie zu gemeinschaftlichen Zwecken ihre Kräfte vereinigen, daß sie das, was dem Einzelnen unerreichbar ist. durch die größere Macht verbundener gleichartiger Kräfte zu verwirklichen wissen. Wenn! wir noch das organische Zusammenwirken verschiedenj artiger Kräfte, die sich unter einander binden und er-! ganzen, in Erwägung bringen, so haben wir mit wenigen Worten das gesammte Völker- und Staatenleben, dem Principe nach, veranschaulicht. Den ersten, wichtigsten und heiligsten Verein, die Familie, stiftet schon die Natur; sie erweitert die Familie zum Stamm und zur Gemeinde, diesem Triebe wiederum verdanken die meisten Staaten ihre Entstehung. Die Schwäche und Anvollkommenheit - des menschlichen W>sens weist gebieterisch aus das Zusammenwirken und Anschließen, auf das gegenseitige Ergänzen hin. Selbst das Geringfügigste und Unbedeutendste würde oft zur Unmöglichkeit werden, wenn nicht die Unternehmer von dem Gedanken geleitet wären, daß es durch das Gesammtinteresse geboten und daher auch von diesem verlangt würde. Kaum würde ein Baum gepflanzt werden können, wenn sich alle Menschen immer nur als isolirt betrachten und ihr Wirken auf sich und ihr eigenes Leben beschränken müßten. Wie diese Nothwendigkeit sich im socialen Leben Geltung zu verschaffen wußte, so hat sie auch von jeher im religiösen Leben der ältesten positiven Religion ihren Rang zu behaupten gewußt. Wo sich auch immer Glaubensgenossen auf dem weiten Erdenrund in entsprechender Anzahl niederließen, waren sie bestrebt, dieses Verständniß zu bethätigen. Da entstanden Vereine, Gemeinden, und diese sorgten alsdann für die Beschaffung und Herstellung der Gemeindeinstitutionen. Die Synagoge und das Lehrhaus, die man früher und mit Recht so eng miteinander zu verbinden wußte, bildeten von jeher einen Hauptbestandtheil dieser In-

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