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Der Israelit · 1867-02-13 · Heft 7 (13.2.1867) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 7 (13.2.1867)
Date
1867-02-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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VIII. Jahrgang. M 7. Der Israelit. Ein rat-Hrgan für das orthodoxe Iudenlhuw. Herausgegeben von Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 13. Februar 5627 (186 7). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 11/2 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Die Mortarageschichte in Straßen und das „Mainzer Journal". — Bulletin der „Alliance Israelite Universelle“. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: München. Aus Niederbayern. Aus Württemberg. —Oesterr. Kaiserst.: Ofen. — Frankreich: Paris. Paris. — Feuilleton: Die Rettung. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Die Wuthausbrüche eines Reformblattes gegen die Wiener Kultusgemeinde. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. München. Aus Württemberg. Vom Neckar. Eßlingen. Berlin. Königsberg. Düsseldorf. — Rußland: Warschau. — Amerika: New-Pork. — Feuilleton: Salomon Munk. Leitende Artikel. Die Mortaragefchichte in Straßen und das „Mainzer Journal". Mainz, den 5. Februar. Unsere Leser werden sich noch des in Nr. 2 d. Bl. mitgetheilten Mortara-Falles, der sich im Dorfe Straßen bei Luxemburg ereignet hat, erinnern. Wir haben, wie bereits mitgetheilt, das Referat darüber einem Luxemburger Blatte, „das Land," entnommen. Das „Mainzer Journal" behauptet nun in seiner Nummer, vom 31. Januar, der in Rede stehende Bericht beruhe auf Lüge und Verleumdung; wenn das „Mainzer Journal" glaubt, uns bei dieser Gelegenheit mit'den Bezeichnungen „Judenzeitung", „Judenblatt" wehe zu thun, so irrt es gewaltig; wir schätzen unS glücklich, „Juden" zu sein und zu heißen und danken unserm Schöpfer tagtäglich dafür, daß er uns als Juden hat geboren werden lasien; selbstverständlich ist unser Blatt „ein Judenblatt". Wenn thörichte Leute den schönsten und heiligsten Namen, den ein Mensch führen kann, den Namen „Jude", als Schimpfwort gebrauchen, so ist dies die Erfüllung einer göttlichen Verheißung, die wir freudig über uns ergehen lasten; allein denen, welche diese Verheißung executiren, gereicht das ebensowenig zum Ruhme, wie denNeducadnezar und Haman, die doch auch göttliche Verheißungen vollzogen — nicht immer sind es die Lieblinge Gottes, welche Er zur Geißel Seines Zornes macht. Gehen wir nun zur Sache über. Das „Mainzer Journal" glaubt sich berechtigt, das m Rede stehende Referat als lügenhaft und verleumderisch zu bezeichnen aus drei verschiedenen Gründen: 1) habe kein Complott gegen die religiöse Ueberzeugung der jungen Henriette Levy stattgefunden; dieselbe sei vielmehr freiwillig katholisch geworden; 2) sei das Kind nicht 14, sondern 15 Jahre und einige Monate alt; 3) erheische die Gewistensfreiheit, daß die Mutter kein Recht auf die religiöse Ueberzeugung des Kindes habe. Ueder den ersten Punkt theilt das „Mainzer Journal" ein Actenstück mit, an besten Echtheit zu zweifeln, wir keinen Grund haben; das getaufte Kind bezeugt darin, daß es die Taufe freiwillig an sich habe vollziehen lasten; der zweite Punkt ist wohl ziemlich unwesentlich; es hat wohl nur geringen Einfluß auf die Mündigkeit eines Menschen, ob derselbe 14 oder 15 Jahre zählt; über den dritten Punkt ließe sich

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