Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 52 (26.12.1866)
- Date
- 1866-12-26
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Rechtsgutachten, 189 an der Zahl, die er selbst zum Drucke bei Salvmon Proops in Amsterdam beförderte und die mehrere Mal überdruckt wurden; haben wir von diesem ausgezeichneten Gesetzlehrer noch folgende Schriften: Schreiben an David Nieto in Betreff seiner Rede über die Einheit von Gott und Natur, London 1704 in Quart, mit einer spanischen Uebersetzung nebst den Anfragen der Rabbiner über David Nieto's: Dell» äivrvL proviävvt!» sie. v"riii 27>r w.-u.-i, Bemerkungen zum Cvmnientar Tore Sahob, über den Chvschen Mischpot, Homburg v. d. H. 1692, in Quart; Berlin 1766, Quart; Fürth 1767, Fol. Bemerkungen zum Commentar Tore Sahab Über den Eben Ha-Eser, Tyrhenfurt l754; Zolkiew 1794; Wien, 1809 in Fol. wL-iin, Novellen zu talmudischen Stücken. Abgedrnckt in: ^2 nmv, von Sabbotai Cohen b.Mose, Fürth 1741, in Fol. '28 O2!1 'vipv, Glossen zu schwierigen Talmudfiellen oder seiner Commentatoren- Aus einer Handschrift abgedruckt in: 2"n i->ri« r>'2 von Ahron MireleS: Berlin, 1829, in 4». '28!22rr rn2i^r>, Neue RechtSgntachten, zum ersten Male nach einer Handschrift, gedruckt im genannten Werke von Mireles: Berlin 1829, m 4°. Gutachten und Excommunicationsfchreiben gegen Nechemja Chajjun. Amsterd. 1713, in8o. 2. Schotten, Hebräisch: sv-rL', ist eine kleine Stadt am Flusse Nidda und dem Bogelsberg, in der Wetterau, gab seinen Namen an mehrere Rabbiner, die dorther stammten. Wir nennen unter Andern R. Salman Schotten, der in Oppenheim und R. Samuel Schotten, der in Frankfurt a. M. lebte. Samuel Schotten war im Talmud, in der Kabbala und der Poesie ein sehr geübter Rabbiner. Seine vielseitigen Kenntnisse im Gebiete der jüdischen Literatur verschafften ihm 1668 den Platz des Rectors an der Rabbiner-Schule, genannt Claus, welche die Erben des Mannes Darmstadt in Frankfurt gründeten. Er stand diesem Institute mit Ehre mehr als dreißig Jahre vor und starb den 1. Juli 1719. Sein Leichenzug war sehr feierlich, er wurde zur Seite des Oberrabbiners Abraham Brod begraben. Samuel Schotten schrieb viel; im Druck erschienen jedoch außer einigen Gelegenheitsgedichten und Approbationen auf verschiedene Werke, nur folgende Schriften: mpuL" O12, Observationen über den Talmud, über die Tractate Babot, Maccot, Schebuot, Sanhedrin und Abol da Sara, Frankfurt 1711 in Folio. Dos ChronoSgram j der Druckzeiten dieses Buches ist höchst sonderbar und verdient als Anx » v äikkieNLs erwähnt zu werden. Buß-Gebet auf den großen Frankfurter Brand im Jahre 1711; abgedruüt nebst der deutschen Uebersetzung von I. I. Schudt'S, Jüdische Merkwürdigkeiten, m, 74. Brief an Meelführer. Dieser weitläufige Briefs befi^et sich in Merlführers visx. ckv knris Schotten war auch oft Corrector der hebräischen Bücher, die in Frankfurt erschienen; namentlich corrigirte er die Fortsetzung des in Amsterdam angefangenen babylonischen Talmud'-. Er hinterließ mehrere Söhne, unter Andern Salmon Schotten und Moses Schotten, der 1757 starb. 3. Vp.-I -PI' Joseph Heß, früher Dajan zu Fürth, nachher Rabbiner in Cassel, wo er, Samstag, den 27. CheSwan 554, d. i. den 2. November 1793, starb. Sein Sohn Jtzig Heß hielt eine Trauerrede auf seinen Tod, zuerst in Stadtlengsfeld, dann in Cassel, diese ist inOffenbach a. M. in 12, unter dem Titel: '22 Stimme des Weinens, erschienen. Man hat von unserm Joseph Heß einen Commentar über die Haftara s in ausführlicher und deraschischer Weise, den sein Sohn Jtzig, mit Glossen in Fürth 1796 in —40 unter dkm Titel: ppp n-nD p, „ein schwaches Reis, Joseph," herausgegeben hat. 4. Nathan Spira, Cohn des Rüben David Tebel, Richter zu Krakau, ließ sich in Jerusalem nieder. 1654 wurde er von der deutschen Gemeinde in der heilig.» Stadt noch Italien geschickt, um dort Almosenc.elder zu sammeln. Hier veröffentlichte er verschiedne Werke, die ihn als Kabbalisten bekannt machten. Er starb um 1667 zu Reggio und hinterließ mehrere Handschriften, die nicht im Druck erschienen sind, unter Andern einen Commentar zur Haggoda Schel Pefach, welcher in der Oppenheim er'schen Bibliothek aufbewahrt wird. Sen e gedruckten Schriften sind folgende: 2,v „Das Beste des Landes", über die Herrlichkeiten des gelobten Landes, des Tempels zu Jerusalem und die heiligen Gereiche. Venedig 1655, bci Vmdramen 8". s", „der bewahrte Wein," über verbotenen Wein nach kabbalistischen Ansichten, Venedig 1660, 4-. 5>iLv „Mazoth Schemurim" über Hilchoth Mesusa, Zizit und Tifillin nach kabbalistischer Weise abgehandelt. Venedig 1665, 4° bei Ant. RezzinU _ (Forts, folgt.)