Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 52 (26.12.1866)
- Date
- 1866-12-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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VII. Jahrgang. A2 Der Israelit. Ein Central-Organ s,' das orthodoxe Jndenthunr. Id hwann in Mainz. Mainz, den 26. December 5627 (4866). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 3 Thlr. pr. C. oder st. k. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Lhlr. pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franco einzusenden. Da mit dem I. Januar ein ueueS Quartal beginnt, io erlauben wir n»S, die geehrte« Abonnenten daraus aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Lbouurmeut frühzeitig erueuerl werden muß, damit dir Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitender Artikel: Palästinensische Angelegenheiten. — Zeitungsnachrichten und Sorrespondenzen: Deutschland. Hannover. München. Würzburg. — Schweiz: St. Gallen. — Oesterr. Kaiserst. Agram. Preßburg. Pisek. — Fenilleton: König und Jude. — Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Eorrrspoudenzeu: Deutschland: Mainz. Magdeburg. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Prag. Stuhlweißenburg. Erlau. Gyertyamos. TemesvLr. — Italien: Modena. — England: London. — Westindien: La Havanna. — Feuilleton: wrnnv ->P1 N'2 Gallerie der Rabbiner. Leitender Artikel. Palästinensische Angelegenheiten. Das Interesse für das heilige Land und die jüdischen Bewohner desselben wird G. s. D. von Tag zu Tag reger. Wir veröffentlichen gern folgenden Aufruf, welchen die ehrw. Herren Rabbinen Elias Guttmacher von Grätz und Hirsch Kalischer von Thorn erlaffen haben: „Du wirst wieder Weinberge Pflanzen auf Schomron's „Höhen. Wirst noch Häuser und Felder erwerben in ..diesem Lande." (Jerem. 31.) „Ich werde ihnen errichten eine Pflanzstätte zum Ruhme „und sie sollen nicht mehr vom Hunger hinweggerafft „werden." iHesekiel 35) „Höret Ihr tzdlen des Volkes, vernehmet Ihr, die Ihr Euch für Heiliges interessirt, fühlt Erbarmen mit unfern Brüdern im heiligen Lande, nehmet Euch des verlassenen, verödeten, geweihten Bodens an! Also mahnen dringend Stimmen und Zeichen, die darauf hindeuten, daß es endlich Zeit sei, Jenen eine wirksame Hilfe zu leisten. Verheerende Seuchen und HungerSnoth wüthen, wie im vorigen, so auch in diesem Jahre in erschrecklicher Weise in jenem Lande, und Eure noch so reichlich fließenden Gaben und Spenden reichen nicht hin, die Noth zu lindern, den Hunger zu stillen; auf uns blicken die Hilfsbedürftigen und flehen um Abhilfe. Aber es gibt nur einen Weg, ein Mittel, wirksam der Wiederkehr solcher Noch zu steuern, und dieses Mittel besteht in der Colonisa tion, in der Urbarmachung und Anbauung des palästinensischen Bodens. Dieser Vorschlag, schon vor einigen Jahren in Anregung gebracht, drängt jetzt mehr als je zur endlichen Verwirklichung: der Boden muß eingelöst werden. Auch der in seiner Wirksamkeit so große Verein „^UiLnee LsrnülLte" zu Paris, an dessen Spitze der Präsident Adolph Crömieux steht, hat sein Interesse für diese Idee kundgeqeben und seine Verwendung und Unterstützung zur Ausführung derselben zugesagt, wie aus dem jüngst erschienenen halbjährlichen Bericht desselben ersichtlich ist. Daß dieser Gedanke auch in Palästina Anklang gefunden hat, geht aus einem Schreiben des Sir Moses Montefiore, das er an uns nach seiner glücklichen Rückkehr aus jenem Lande gerichtet hat, hervor, worin er uns benachrichtigt, daß aus Zephat allein 60 jüdische Familien sich flehentlich an ihn mit der Bitte gewendet hätten, man möchte ihnen Land zum Ackerbau anweisen. Daß die hart gedrängten jüdischen Einwohner von Sch ab atz in Serbien sich be-