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Der Israelit · 1866-10-31 · Heft 44 (31.10.1866) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 44 (31.10.1866)
Date
1866-10-31
Page
– (sequence 14)
Language
German
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7S0 schritt er seiner Wohnung zu; ehe er die Hansthür öffnete, drehte er sich um und ballte die Faust. „Was, ihr wollt Löb*) Rimbach zwingen? Lob Rimbach läßt sich nicht zwingen; Löb Rimbach hat noch immer gehalten, was er versprochen!" (Forts, folgt.) Nachschrift. Mainz, den 29. Oct. Wir haben oben in einem Artikel, datirt, „Wilna", die Verfolgungen geschildert, Venen unsere dortigen Glaubensgenossen unter der Aegide des Generals Kauffmann ausgesetzt sind. Der Verfolger ist G. s. D. bereits unschädlich gemacht worden, General Kauffmann ist abgesetzt. Ms Grund der Entlastung des Generals Kauffmann gibt der Warschauer Correspondet der „Br. Z." den folgenden Vorfall an: Nachdem es in den Landestheilen Litthauens, in denen die katholische Bevölkerung nur einen kleinen Bruchtheil ausmacht, zur Regel geworden ist, jedes neugeborne Kind katholischer Eltern auch gegen deren Willen von Amtswegen griechisch-orthodox taufen zu lasten, befühl Kauffmann auch in Samogitien, das von einer durch und durch eifrig katholischen Bevölkerung bewohnt ist, mit dieser Art Rnssificirung vorzugehen. JnS Haus einer Bäuerin drang der russische Pope und taufte dort mit Gewalt das neugeborne Kind nach griechischem Ritus. Der hierüber in Wuth versetzte Vater, ein eifriger Katholik, erschlug fein eigenes Kinv und stellte sich hierauf selbst dem Gerichte mit der Bemerkung, daß er jede Strafe der Sünde vorziehe, ein Kind als Ketzer zu erziehen Kauffmann oder seine Helfershelfer waren nicht vorsichtig genug, den mörderischen Vater vor ein Kriegsgericht zu stellen, wo die Sache in aller Stille nach ihrem Wunsche abgefertigt worden wäre; die Sache wurde vielmehr dem Civilgericht übergeben und kam so im Jnstanzenzuge an den Senat nach Petersburg, wo die Gegner der Russificirungswuth ihrer sich bemächtigten, um dem Kai- *) gleichbedeutend mit Leofer die schrecklichen Folgen des Fanatismus klar zu machen. Der Kaiser soll von dem Vorfall höchst peinlich berührt worben sein und sofort die Absetzung Kauffmann's befohlen haben. An Kaufmann 's Stelle kommt Graf Baranow II. Hoffen wir, daß damit auch den Verfolgungen unserer Glaubensgenoffen ein Ende gemacht ist. — Die Gerichtsverhandlungen gegen diejenigen, welche im vorigen Frühjahr die Judenverfolgungen in Böhmen m Scene gesetzt haben, wurde am 22. October in Pisek begonnen. Es liegen uns bereits sehr interessante Berichte vor, die wir s. G. w. in der nächsten Nummer veröffentlichen werden. Aus Ungarn kommen uns viele Berichte über das wahnsinnige Treiben des Herrn Akiba Joseph Schlesinger und seiner Genoffen zu; die entsetzlichsten Flüche und furchtbarsten Schimpfworte werden gegen Rabbinen geschleudert, die ganz Israel als seine ehrwürdigsten Lehrer und Führer verehrt; wir wollen unsere Leser mit diesem Unsinn nicht ermüden und zeigen unfern geehrten Correspondenten hiemit an, daß wir es nicht für nothwendig halten, Männer wie die hochverehrten Rabbinen von Altona, Würzbnrg, rc. gegen derartige Tollheiten zu vertheidigen. Diese Männer sind die Freude und der Stolz des Judenthums, die echten Megine Hador, die starken Säulen, an welche die Gegenwart sich anlehnt, während Herr Akibah Jehoseph Schlesinger ein Chaffid choteh nicht ist, sondern wie von achtbarer Seite versichert wird, zu sein heuchelt. Gott bessere den Bejammernswerthen und führe die Verirrten zurück auf den rechten Pfad! - Aus Jerusalem theilt uns Herr MosesSachs daselbst mit, daß trotz der Verheerungen der Heuschrecken die Ernte wider Erwarten gut ausgefallen fei; nichtsdestoweniger Halle die Theuerrmg dort an, was auch nach solchen Calamitäten nicht anders zu erwarten. Möge der Allgütige bald unfern uothleidenden Brüdern ausreichende Hilfe zu Theil werden lassen. kV L L I « L ^vis important. plso« cke äirevteur cle?öeolo isrsslite ä. Ksxckack sst äsvevus vLvavts. IIv Irsitsvaevt 6s 3000 Iravvs est assurs an ckireoteur. Oa oovuuis- 8LN66 »pprvkvväiS äu kravtzais vu äs l'unAlais est iväispsusabls. I^es lettres äv vuuckiäaturv avev pibves k l/sppui äevrvvt Ltrv ackress^es äaus 1v plus drei ckstai au seorstariat äe l'^Iliavee israsuniverselle-, Le karis, rus ä'Luxbieir 23. urch das Ableben des ehrwürdigen Kreisravbiners j H. David Löwy ist in Amschlberg, Post Sobin^- i lau (Böhmen), die Stelle für einen Local-Rabbiner vakant. Reflectirende wollen sich bis Ende Dezember l. I. an den gefertigten Eultusvorstand wenden. Dem Acceptirten werden Reisekosten vergütet. Amschlberg, den 22. Oktober 1866. _ Dev GultusvorAand in junger Mann, der auf einer hies. Lehranstalt das Zeugniß der Reife zum einjährigen Milikairdienst erhalten, wünscht in ein nobles Geschäft als Lehrling einzutreten, wo an Sabbat- und Festtagen geschloffen ist. Frank. Adr. nimmt entgegen Predrger V». P. Meuttadt in Breslau, Renichestr. 38.

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