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Der Israelit · 1866-10-31 · Heft 44 (31.10.1866) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 44 (31.10.1866)
Date
1866-10-31
Page
– (sequence 2)
Language
German
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718 tragte, diese Summe auf die Weise zu verwenden, wie es die Geber wünschten. Es ist Ihnen bekannt durch die Mittheilungen, die ich Ihnen mit Vergnügen von Zeit zu Zeit während Mernes Aufenthaltes zu Jerusalem zukommen ließ, daß ich durch die Gnade des Allmächtigen im Stande war. das zu vollführen, was ich für diese meine sechste Reise in das heilige Land beabsichtigte. Ich hatte die Befriedigung, mein geringes Schärflein in die Hände der Wittnssn und Waisen, der Blinden, Kranken und Bedürftigen zu legen. Ich überzeugte mich sowohl durch persönliche Jnspection als auch durch Erkundigungen bei den höchsten Landesbehörden, welches die besten Mittel seren, um für die Folge die Wiederkehr der Calamitäten zu verhindern, die dieses Jahr so verderbliche Wirkung hervorgebracht hatten; jedoch verwendete ich — abgesehen von meinem Beitrage — vom Vermögen des Unterstützungsfonds nur 200 L. für den später erwähnten Zweck, und hoffe dieselben, nach den Versicherungen der Bevölkerung Jerusalems, dem Wunsche der Geber entsprechend verwendet zu haben. Den Stock des Unterstützungsfonds behielt ich zu Bauzwecken vor, wie ich dieses weiter auseinandersetzen werde. Seit meiner Rückkehr aus dem heiligen Lande hatte ich fortwährend die Absicht, dem Board einen Bericht über meine Vorkehrungen in dem wichtigen und bedeutungsvollen Aufträge, den dasselbe mir anvertraute, zu erstatten; jedoch viele und dringende Geschäfte, die meine Aufmerksamkeit erforderten, eine Verstimmung, die ich durch den Tod meines sehr betrauerten und geschätzten Freundes vr. Hodgkin erfuhr und besonders eine Krankheit, die mich neulich zwei Monate lang in Anspruch nahm, verhinderten mich bis heute, dem Board das mitzutheilen, was nunmehr zu berichten ich das Vergnügen haben werde. Lassen Sie mich also mit der Bemerkung beginnen, daß ich jede unnütze Verlängerung zu vermeiden suche; jedoch, wenn ich das lebhafte Interesse Seitens der Subscribenten für den Unterstützungsfond des heiligen Landes bedenke, besonders für den Zustand der Wohlfahrt Palästinas — wenn ich ferner in Betracht ziehe, wie sie zahlreiche Beiträge zur Unterstützung der Bewohner jenes Landes gegeben und die Sympathie, die sie durch Wort und Ahat an den Tag gelegt haben — so erachte ich es für meine Pflicht, mich nicht auf einen trockenen Bericht zu beschränken und nur die Beschlüsse zu erwähnen, die ich gefaßt; ich werde vielmehr versuchen, ein treues Gemälde von dem wiederzugeben, was ich gesehen und gehört habe; ich werde es daher wagen, meine Beobachtungen in eine journalistische Form einzukleiden, welche, obschon sie Details aufnehmen wird, die, streng genommen, nicht zu unserer Sache gehören, dennoch, so hoffe und glaube ich, sowohl dem Board als auch unserer Gemeinde und den vielen Personen, die sowohl in unserem eigenen Lande als auch in fremden Ländern stets ein reges Interesse in allen Dingen, die die Lage und Wohlfahrt des heiligen Landes betreffen, kundgeben, nicht unangenehm sein wird. Da ich bei allen Gelegenheiten durch die Regierung Ihrer Majestät kräftig unterstützt wurde, wann ich berufen war, meine bescheidenen Kräfte dem Dienste der Humanität zu widmen, und da ich in dankbarem Andenken behalten habe, wie sie nie verfehlte, mir prompt und gütigst meine Gesuche um Epsehlungsschreiben an die Gesandten und Admiräle und besonders an die britischen Beamten des Auslandes zu gewähren, so hielt ich es für billig, vor meiner Abreise um die Erneuerung dieser Gunst nachzusuchen. Wie ich es nicht anders erwartet hatte, wurde mir meine Bitte mit der größten Bereitwilligkeit gewährt. In erster Stelle wünsche ich daher meine dankbare Anerkennung Ihrer Majestät Regierung auszudrücken, besonders dem derzeitigen Secretair des auswärtigen Ministeriums, dem Earl of Clarendon, der mich vor meiner Abreise von England mit Empfehlungsschreiben an Herrn Noel Moore, Ihrer Majestät Consul zu Jerusalem, ebenso mit Briefen an andere britische Consulatbeamte des Ostens versah und mir einen Vezier-Brief von der türkischen Regierung an Seine Excellenz Jzzet Pascha, den Gouverneur von Jerusalem, ebenso wie noch andere Schreiben an die türkischen Beamten des heiligen Landes verschaffte, was die besten Dienste leistete. Ebenso bin ich Sr. Excellenz, dem Brron Brunnow, dem russischen Gesandten an unserem Hofe, sowohl für den warmen Ausdruck der Sympathie für das Werk, das ich vollführen wollte, als auch für die Güte, mich bei Herrn Carstoff, dem General - Consul Sr. Majestät des Kaisers von Rußland zu Jerusalem, einzuführen, verpflichtet; Sr. Excellenz, Herrn Musärus, dem türkischen Gesandten in London, bin ich ebenfalls für manchen Act der Güte in Betreff meiner Reise zu Dank verpflichtet. Es ist Ihnen bekannt, wer meine Reisegefährten waren, nämlich mein geschätzter Arzt und sehr beklagter Freund, der verstorbene Vr. Hodgkin, Capitain Henry Moore, Bruder von Ihrer Majestät Consul zu Jerusalem, und der während des indischen Ausstandes als thätiges und ausgezeichnetes Mitglied in dem Stabe des General Sir Hugh Rose bekannte Lewis Loewe, Phil. Doc., mein sehr geschätzter Begleiter bei verschiedenen meiner früheren Misstonen, einschließlich zweier Reisen nach dem heiligen Lande, dessen vollständige Meisterschaft in de» orientalischen Sprachen und dessen eifrige Dienste mir unschätzbar waren, und meine theuren und sehr geschätzten junge« Verwandten, Herr und Fräulein Sebag.

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