Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 42 (17.10.1866)
- Date
- 1866-10-17
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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K96 entkräfte«' Er behauptete, ohne alle Lobhudele» sogen zu können, daß man in dieser Stadt me einen Lord Mayor gehabt hätte, der sein Amt besser verwaltet habe. In der Erledigung seiner gewöhnlichen städtischen Functionen, in der Aufmerksamkeit seinen Magistratspflichten gegenüber, in der Sorgfalt, die er entwickelt habe, um Alles aufzubieten, die alten Rechte und Privileg«» zu wahren, in der großartigen Gastfreundschaft, die er nicht allein Engländern, sondern auch Fremden in dem Manfion-Hause der Stadt London üben konnte; in der Aufmerksamkeit, die er den Bedürfnissen der Armen gewidmet, würde die Stadt London alle Ursache zur höchsten Befriedigung in Bezug auf den Lord Mayor Phillips haben. Die Jnhaberschaft aller dieser Aemter ist nun in andere und ebenfalls sehr würdige Hände übergegangen. Mit diesen Aemtern ist ein gewisses Maaß von dem, was die Welt Ehre und Ruhm nennt, übergegangen; wenn man aber die Sache näher betrachtet, so dürfte man mit dem Dichter ausrufen:" Ls Ars>vä«ur, ^bat is po^or? Luxerlor toll, suxerior paiv." „Was ist Größe, was ist Macht? Höhere Würde, schwerere Bürde." Ich möchte dies besonders anwendcn auf die letzten drei Monate, in denen ich die Thätigkeit des Lord Mayors beobachtete, was er bei dem Auftreten der Cholera geleistet und wie er besonders eine Anzahl Männer um sich versammelt hatte, die den Sterbenden beistehen und die Wittwen und Waisen unterstützen sollten. Die Privilegien, welche die Zunftbürger so hoch schätzen, uud die Rechte, die ihnen so theuer waren, waren vollkommen sicher, so lange sie einen Mann an der Spitze hatten, der mit rechtschaffener Aufrichtigkeit der Grundsätze und gewissenhafter Pflichterfüllung den wahren Typus in sich trug, den die erste Magifiatsperson Londons haben müsse. Er glaube, der gegenwärtige Lord Mayor sei ein solcher Mann, daß man, ohne in irgend einer Weise seinen Vorgängern zu nahe zu treten, behaupten könne: „Daß diese Common Hall mit Gefühle« de» Stolzes »nd der Befriedigung die Erledigung der Berufspflichten des Sehr Ehrbare» Benjamin Samuel Phillips, des Ch«f Magistrats der Stadt anerkenne, sowohl in der Aufmerksamkeit, die er seinen muntcipalen Pflichte», in der Aufrechthaltung der theuren Gerechtsame, in der Unterstützung, die er de» große» WohlthätigkeitSanstalten der Metropole, als auch in der einsichtsvollen Advokatur der Principien des Self- Gouvernemeuts, in der Ausübung einer ausgedehnten und liebevollen Gastfreundschaft, der Lord Mayor, nach dem Urtheil dieser Common Hall, den Charakter seines Amtes gehoben hat und in der nobelsten und bewunderungswürdigsten Weise sich so betragen hat, wie es des erwählten Beamten einer so ausgezeichneten Gemeinde würdig ist. Daß es dieser Hall einZeiche» der höchsten Befriedigung ist, daß der König und die Königin der Belgier, der Thronerbe, die Prinzeß von Wales und andere Glieder der königl. Famiie die Gastfreundschaft unseres Lord Mayor und seiner Gattin der Lady Mayoreß angenommen haben. Daß diese Common Hall ihre Befriedigung und ihren Beifall den prompten, liebreichen und trefflichen Maßregeln, die unter der Leitung des Lord Mayor zum Schutze gegen die Cholera getroffen, ausspreche. Daß diese Common Hall die Amtsniederlage nicht vorübergehen lasten kann, ohne dem Lord Mayor in den herzlichsten Ausdrücken ihren hohen Beifall auszusprechen für die Ehre, die er den Bürgern durch die geistreiche, großartige und unabhängige Weise der Verwaltung dieser ehrwürdigen, großen uud freien Institution verschafft. (Laute und anhaltende Cheers). Auf diese Beschlüste, die durch Herrn Deputy Virtue unterstützt wurden, dankte der Lord Mayor mit wenigen Worten und drückte dabei den Wunsch aus, daß es ihm vergönnt sein möge, sich auch für die Folge den Beifall seiner Mitbürger zu erwerben. Die Bemerkungen seiner Lordschaft wurden mit großem Applaus ausgenommen. (I. C.) wLLL « « w Concurrenzeröffnung. Die Stelle eines ReligionSlehrers, Vorsängers und Schächters in der israelitischen Religionsgemeinde Bensheim, womit ein fixer Gehalt von circa 265 fl. und ein accidentelleS Diensteinkommen von etwa 135! fl. verbunden, ist erlegt. Concurrenzfähige Bewerber i um diese Stelle wollen sich binnen 6 Wochen, unter i Vorlegung ihrer Legitimationspapiere und Zeugniste,! beim Borstand bezeichnter Gemeinde melden.! BenSheim, den 10. October 1866.! Großherzliches Kreisamt Bensbeim. r> Sküßkrg ie hiesige Gemeinde sucht sofort oder spätestens zum 1. Januar 1867 einen vom Landesrabbinat zu approbirenden unverheiratheten ReligionSlehrer, Schächter und Vorbeter. Jährlicher Gehalt drei Hundert fünf und zwanzig Thaler Fixum, außerdem Nebeneinkünfte für Schechita u. a. m. Qualifieirte Bewerber wollen sich unter portofreier Einreichung ihrer Zeugnisse baldigst an uns wenden. Bützow in Mecklenburg, October 1866. Der VsrftauL der ö»raeä Geweivd^