Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 36 (5.9.1866)
- Date
- 1866-09-05
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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59) SenkVSrdigkette« aus der Geschichte, Literatur und Kunst der Israeliten. (Fortsetzung. XVW. Alfonso dejr Weise und seine jüdische» Astronomen. In Castilien regierte vom Jahr 1252 bis 1284 ein Prinz, dm schon die Zeitgenossen den Weisen nannten, ich meine König Alfonso X., der die Wissenschaften, namentlich die Sternkunde, sehr liebte. An fernen Hof zog er mehrere jüdische Astronomen, deren Talente er sich bediente, um seinen Namen unsterblich zu machen. Es war dies besonders Don Jsaac ben Sid, Vorbeter der Synagoge von Toledo, einer der großen Astronomen seiner Zeit. Der König beauftragte Lkn im Jahre 1252, astronomische Tafeln anzulegen, me unter dem Ramm der „alfonfinischen Tafeln" bekannt sind und dis zu dm astronomischen Entdeckungen der neuen Zeit als Autorität galtm. Diese astronomische Tafeln wurden aus dem Lateinischen in's Hebräische übersetzt, jedoch nicht von MoseS auSKirjat-Jearim (Carcuffonne), wie Wolf und de Rosst irrthümlich angeben, sondern von KalüttymoS b. KalonymoS. Ein zweiter am Hofe Alfonson'S X. hochgestellter Astronom war Don Jehuda b- MoseS Cohen, Ms Toledo. Der König ersuchte ihn, im Jahre 1216^ daS arabische Werk eines Astronomen Namens Wu!- haffan über 1022 Fixsterne aus dem Arabische» in'S Castilianische zu übertragen. Dieser Don Jehuda b. Moses Cohen war zugleich ein Meister der Heilkunde und Leibarzt Alfonso's X. Ihm verdankt man noch andere wissenschaftliche Uebersetzungen aus dem Arabischen in's Castilianische. Endlich lebte am Hofe des Königs Alfonso ein dritter jüdischer Astronom, genannt Samuel Lest, ebenfalls aus Toledo dessen Name sich an eine kunstreiche Wasseruhr knüpft, die er im Aufträge des Königs anfertigen ließ. Er war auch mit Don Jehuda Cohen an einer Übersetzung betheiligt. (Fortsetzung folgt.) E. Carmoly. Zn der Wnsions - Anstatt von WIM» «SW i ordentlichem Lehrer an der israelitischen Unterrichtsanstalt (Direktor Herr Vr. Lehmann) erhalten Knaben, welche die obengenannte Unterichtsanstalt oder das hiesige Gymnasium besuchen wollen, eine streng religiöse Erziehung, gewissenhafte Vorbereitung, Nachhilfe und Beaufsichtigung, gründliche Ausbildung mit besonderer Berücksichtigung, des Commerziellen, die sorgsamste geistige und körperliche Pflege. Näheres durch den Prospektus. Referenzen: Herr Rabb. vr. Auerbach in Halberstadt, Herr Dist.-Rabb. G. B. Äamberger in Würzburg, Herr Michael Bär in Nassau, Herr S. Bloch, Chef-Redacteur des I7uivsrs isrnöiits, Duri», Kas Viklzcko Fc>. 9, Herr Vr. AlbertCohn aus Paris, rus Lürbsr Xo. 42, Herr Oberrabb. I. Ettlinger in Altona, Herr Rabbiner vr. Feilchenseld in Düsseldorf, Herr Rabb. vr. Hildesheimer in Eisenstadt, Herr. Rabb. SamsonRaphaelHirsch in Frankfurt a. M., Herr Oberrabb. Jsaacsohn in Rotterdam, Herr Oberrabb. Isidor in Paris, Herr Akiba Lehren in Amsterdam, Herr Rabbiner vr. Lehmann in Mainz, Herr Rabb. LiberleS in Breiten (Baden). Herr Ludwig Rapp in Frankfurt a. M., Herr Rabbinats-Assessor Rosenstein in Ber-! lin, Herr Rabbiner vr. Schwarz in Köln, Herr! Rabb. Schwarzschild in Schlüchtern(Kurheffen), die! Herrn Gebrüder Sender, in Biebrich, Herr G. Ticktin, Oberlandes-Rabb. von Schlesien in Breslau, Heer! Distr-Rab. D. Weiskopf in Wallerstein (Baiern), Herr Kreis-Rabb. M. Wetzlar in Gudensberg (Kur« Hessen), Herr Joseph Wolf in Wiesbaden, Herr S. Zuckermann in Mohilew a/D. (R aßland). — In England sind angesehene Glaubensgenossen, die ich auf schriftiche Anfragen nahmhaft machen werde, bereit, nähere Auskunft zu ertheilen. sLin Mit gute» Referenzen versehener junges Mann, >2^ der seit mehrere» Jahren in einem bedeutenderen Bank- und WschseigeMfl Hamburgs ihätig ist. sucht, um sich zu verbessern, eine Stelle in einem Haufe, das am Sonnabend und . an d^n iseaet.- Feiertagen geschlossen ist. Franco-Offerten «erde» »ui» öl. 25 posßs rsst. Stadtpostamt Hamburg erbeten.