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Der Israelit · 1866-08-01 · Heft 31 (1.8.1866) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 31 (1.8.1866)
Date
1866-08-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sabbats halber wird kein gesetzestreuer Jude für seine Kinder den Staatsdienst wählen. Hoffen wir zu Gott, daß der gegenwärtige Krieg neben der Trauer und dem Schrecken auch den Keim des Guten in sich trage. Wolle Gott, daß der Uebermuth, der sich von allem Erhabenen loslöste, gebrochen, daß das überstolze Herz des Menschen demuthsvoll geworden, daß die Menschen ihre Ohnmacht erkennen und sich vor dem Allmächtigen beugen. Nimm es zu Herzen, thörichter Vater, der Du Deines Sohnes Glück zu gründen hofftest, indem Du ihn zur Entweihung des Sabbats veranlaßtest — nimm es zu Herzen, wenn Dir die Kunde wird von des Lieblings Tod durch die feindliche Kugel, und kehre zurück, suche Trost ber Deinem Vater im Himmel. Nimm es zu Herzen, thörich/e Mutter, die Du Deine Tochter nicht zu jüvi'cher Sitte erzogest, da sie jetzt Wittwe worden nach kaum geschlossener Ehe, — nimm es zu Herzen und suche Trost und Hilse bei Gott, dem Allerbarmer. Nimm es zu Herzen, Du, der Du stolz warst auf Deine Habe, die Dir der Krieg nunmehr geraubt hat - denk' daran, wie oft Du gesprochen: Meine Kraft und meiner Hände Geschicklichkeit hat mir all Das errungen! — Jetzt stehst Du trauernd am Grabe Deines Neichthums! Möchte Dir nur die Lehre erwachsen, daß aller Besitz ein Gnadengeschenk des allmächtigen Gottes, das dankbar hingenommen und angemessen, in Tugend und Wohlthun verwendet verwendet werden muß! Wir geben dem Elul-Monate, der Zeit der Vorbereitung zu den höchsten Festen des Jahres, entgegen . . . . möge er uns bereit finden zur Buße, zur Rückkehr, und der Krieg mit seinen Schrecken würde uns heilsamer geworden sein denn alle Segnungen des Friedens! '.-im '2 ich danke Dir, o Gott, daß Du mich gepeinigt und wardst mir (dadurch) zur Hilfe! — Erwiderungen auf verschiedene das Religionsgesetzliche oder die Tradition überhaupt betreffende reformistische Gutachten von I)r. Israel lliläeslieiiittzr. (Fortsetzung und Schluß.) Vf. wird immer dreister, immer „selbstständiger". Mit dieser unerhörten Dreistigkeit wird das im Sinne aller 2'pms ganz correcte Zurückwelsen der 'hiOS mi), fürJrrthum erklärt "inipv,, v-r und behauptet, daß (selbst innerhalb dieses irrigen Standpunktes, zu dem sich, beiläufig gesagt, zu allen Zeiten alle ->n.-i 'bi-u, ja Jeder, der nur einfach mit dem Bekanntschaft hat, bekannten), hier demnach alles rosenfarbig klar und eben sei. — Und warum? es ist schrecklich, wie tief ein Dienstmann im Troß der Reform sinken kann, trotzdem demselben, wie man nicht leugnen kann, sonst weder Belesenheit noch Productivität abgeht. — Warum? nun nach Kidduschin 49 b., Eben Hass. 38, 31 sind, wenn ein unter der Angabe, er seip'-!L, sich verlobt, die doch p2O2 giltig, vielleicht hat er Reue gefühlt, wie vielmehr (?) bei den Zeugen (wobei noch auf Chosch. Misch. 34, 22 not. 8iis. Kob. 21 und 29 verwiesen wird). Nun, meint man nicht, dies sei Alles so recht und genau pm p".-nn rn2"p? Leider wimmelt es hier wieder von Flatterhaftigkeiten, Ungenauigkeiten :c., und wir muffen diese hervorziehen, weil es sich, wie schon oft erwähnt, um eine Angelegenheit von größter Tragweite handelt. Folgen wir also in diesem Hergange und bemerken 1) es ist eine Leichtfertigkeit, 7,"^ L'"2, daß, wenn der Betreffende sage, er habe Reue gehabt, er beglaubt sei, trotzdem 7UP2.^ zur Stelle und zu das. diesen sehr in Zweifel zieht, weshalb mpiL" z. St. ganz gewiß Recht hat, wenn er behauptet, spreche nur von solchem M->, welcher nicht ist, also ein giltiges Zeugniß für sich ablegen kann, nicht aber ron einen: h-iph Jemand aber, dem es Ernst um seine Erleichterungen ist, hat die strenge Pflicht, die gediegenen maßgebenden (und wer gehöre dazu mehr als 7UP27I?) nachzusehen, und wenn dem Vers, in dem großen Wien auch Gelegenheit fehlte, zu vergleichen (was ich nicht glauben kann), so doch gewiß nicht einen .-^p27i, es sei denn, Vers, wäre auch nicht nur im genialen wn'S sondern auch in 712771 pvs, wie über so manches Andere, über ^->7>r< erhaben. Es ist 2) eine große Leichtfertigkeit, sich auf Chosch. Mischp. 34, 22 und 54 zu beziehen, die, wie 2'21r> (20) nachweiset, das Gegentheil von dem sagen, was sie der Vers, behaupten läßt; weshalb auch von demselben die auch nur so kurz und vornehm citirte Schlußfolgerung des (27) und der von demselben angezogene Beweis mehr als „abgeschwächt" wird. Die Schlußworte desselben lauten: Ei, wie könnten wir einen durch bloße Vornahme der Aenderung aufnehmen, umsoweniger Einen, der an die Sünde gewöhnt und darin versunken ist . . . und das Hauptmotiv des (bei -»Qi») ist, daß wir sehen, daß er sich factisch von seiner Verbindung losgesagt und zu uns zurückgekehrt ist; und auch hierin stimmen nicht allempOiO bei. . . Alles hängt daher von der gewissenhaften Einsicht des -,"2 ab, wozu noch hinzuzufügen, daß nach Tipi Tim' 158 Ende ein Schluß von -1212 auf andere 7>->'2p '-121p nicht gezogen werden kann. Was nun die Stelle 53 betrifft, so hat, wie schon

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