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Der Israelit · 1866-07-04 · Heft 27 (4.7.1866) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 27 (4.7.1866)
Date
1866-07-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Central - Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von V». Lehms«« in Mainz. Mainz, den 4. Juli 5626 (1866). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens S Bogen. Preis des Jahrgangs: 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 18 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franco einzusenden. Anhalt: Leiträder Artikel: Ein Angedenken von dem verewigten Rabbinen vr. Michael Sachs zu Berlin. — Zeitungsnachrichten nud Korrespondenzen: Oesterr. Kaiser st.: Wien. Wien. Eisenstadt. Schütt - Szerdahely. Aus der Schütt. — England: London. — Anhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und tzorrespondenzeu: Deutschland: Hemsbach. — Preußen: Berlin. Magdeburg. Posen. — Oesterr. Kais er st.: Wien. Wien. Pesth. Pola. — Italien: Florenz. — Frankreich: Paris. Paris. — Belgien: Brüssel. — Schweden und Norwegen: Stockholm. — Donaufürstenth.: Bukarest.Jassy. — Australien: Geelong. — Amerika: New-Aork.— Feuilleton: Wer ist der Dieb? — Nachschrift. Leitender Artikel. Gin Angedenken non dem verewigten Nabbinen Dr. Michael Sachs M Aertin.'» Bad Homburg, den 26. Juni. Gerade in diesen Tagen, da die große israelitische Gemeinde zu Berlin sich derart degradirt, daß *) Predigten von Vr. Michael Sachs, aus dessen schriftlichem Nachlaß herausgegeben von vr. David Ros in; erste Lieferung: Festpredigten. Berlin, Louis Gerschel sie die Kanzel, von welcher nock vor wenigen Jahren ein ganzer Mann, der verewigte vr. Michael Sachs, das Wort Gottes mit beredter Zunge und in gluthvoller Begeisterung verkündete, einem der seichtesten und unbedeutendsten Resormapostel einräumt, drängt es uns, das Angedenken, welches der Verewigte noch nach seinem leider zu früh erfolgten Tode uns sendet, der näheren Betrachtung zu unterziehen. Wie uns der Freund des Verblichenen, Herr vr. Rosin, ehemals Director der israelitischen Religionsschule zu Berlin, in der Vorrede zu den von ihm edirten nachgelassenen Predigten des vr. Michael Sachs mittheilt, hat sich der Verewigte in den letzten Jahren seines plötzlich unterbrochenen Lebens mit dem Gedanken getragen, eine Predigtsammlung herauszugeben, ohne jedoch zu irgend einer dazu vorbereitenden Thätigkeit zu gelangen. Wir sind dem Herrn Herausgeber für seine Arbeit, die nicht ohne Schwierigkeiten war, da die vorhandmen Ausreichungen nur für das Auge des Aufzeichners, also sicher nicht für dm Druck bestimmt warm, sehr dankbar. Nur ein Mann wie Herr Vr. Rosin, der treue, hingebende Freund und Verehrer des Dahingegangenen, der es stets verstanden hat, sich ohne Selbstgefühl in das Wesen des väterlichen Freundes zu versenken, war zu dieser Arbeit geeignet, die er dann auch mit Glück und Geschick vollbracht hat. Wir fühlen uns von der Lectüre dieser Predigten förmlich angeheimelt; es ist uns, wie wmn wir den Vollklang jenes wundervollen Organs vernähmen, wie wenn wir die majestätische Gestalt schausten, wie wmn wir die Nähe jmes edlen Gedankenlebens empfänden, das in der Thora wurzelnd und an sie anlehnend

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