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Der Israelit · 1866-06-27 · Heft 26 (27.6.1866) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 26 (27.6.1866)
Date
1866-06-27
Page
– (sequence 15)
Language
German
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455 bemerkt, und im Glauben, er wolle die Todten ihrer Gewänder berauben, erAriffm fitz ihn And führten Eh« vor den Richter. — Der Richter fuhr den Bettler hart an, indem er sprach: „Wie hast Du es gewagt, die Gräber schänden zu wollen l" — „Behüte der Himmel," antwortete der Arme, „daß ich eine solche SchaNdthat im Sinne gehabt!" Und er erzählte sein ganzes Schicksal, «er er gewesen, wie er gegen die Armen gehandelt, wie einst ein armer kranker Mann, der im größten Elend auf einem Dunghausen lag, seine Gabe mit verächtlichen Worten zurückgewiesen, warum er da eine Rolle Geldes auf dem Friedhöfe vergraben, und daß er dieselbe heute, nachdem er selbst in die bitterste Noth gerathen sei, habe wieder ausgraben wollen. — Der Richter schwieg eine Weile, dann sprach er zu dem Manne: „Sieh mich au , ob Du mich nicht kennst?" — „Wie sollte ich das?" sagte der Arme, „es ist schon lange, daß ich mich von hier entfernt Habe." — „Nun wohl,'" sagte der Richter, „ich bin ftnor arcke Mensch auf dtzm Dunghausen, von Dem Du glaubtest, daß er auf Erden keine Hoffnung mehr habe. Roch denselben Abend hat sich Gctt meiner durch gute Menschen angenommen und mir weiter geholfen, hat mir nicht nur die Gesundheit wieder gegeben , sondern ließ mich auch hier, wo einst Mein Vater ein angesehener Mann war, Brod und Ehre finden. Du siehst also, daß ich Recht hatte, als ich Dir sagte: Gott kann erhöhen und erniedrigen, und so lange der Mensth Roch Odem h»t, darf und soll er hoffen und auf Gott vertrauen. Du hast mir einst helfen wollen, jetzt will ich für Dich sorgen." — Der Richter schickte nun hin und ließ das Geld wieder ausgraben, stellte es dem durch hartes Geschiä gebesserten Manne zu und behielt ihn bei sich und pflegte seiner, so lange derselbe lebte. S. w L L LllAach vieler Anstrengung mannichfacher Versuche wegen im Einverständnisse mit dem Herrn Distrikts-Rabbiner S. B. Nürnberger in Würzburg, ist es dem Unterzeichneten endlich gelungen, Limburger- und Schweizer iwd Käse in bester Qualität auf hiesigem Platze, unter eigner Leitung und Aufsicht, anfettigen zu lasten, und empfiehlt solchen an Wiederverkäuser unter Zusicherung billigster Bedienung. W. Akvserrbamv in Memmingen. Auch unter Adreste M Roserrbaum in Würzburg. tu junger Mann, routinirter Verkäufer, gegenwärtig noch in Stellung, dem die besten Empfehlungen zur Seite stehe«, sucht per 1. September resp. 1. October in einem am Samstag und an Festtagen geschlossenem Geschäft Stellmrg. Derselbe ist sowohl im Manufactur- und Tuchals auch Herrengarderobe-Geschäft vorzüglich bewandert. Hierauf bezügliche gütige Offerten werden unter her Chiffre 8. 382 durch dis Expedition d. Bl. erbeten. Empfangsbescheinigung. Der Einsender des Aufrufes zur Unterstützung einer tirsbekümmetten Wrttwe hatte kaum gehofft, daß sein schwacher Ruf vernommen werden würde ln dieser ernsten Zeit, wo Jeder mit und Ln seinem Kreise vollauf zu thun hat. Um so erfreulicher war für ihn, daß das Ergebniß der ersten Tage schon ein so gün¬ I « L stiges war. Indem er den edeln Spendern innigen Dank ausspricht, bittet er freundlich um weitere gefällige Gaben. Bei Herr« S. Eisenmann sind bis heute eingegangen und dem Unterzeichneten zur wettern Beförderung abgegeben: Aus Frankfurt a. M.: von M. S. 2 fl., vr. E. 2 fl., M. L. M. 1 fl., A. M. 1 fl. 45 kk., S. A. H. 2 fl., M. Swl. 2 fl., A. M. S. 1 fl., I. R. G. 2 fl. 45 kr., A. I. S. 1 fl., M. S. S. 3 fl. 30 kr., M. I. H. S. 2 fl. 20 kr., I. P. S. 1 fl. 45 kr., P. M. S. 5 fl., L. M. S. 1 fl., N. N. 3 fl. 30 kr., von N. N. in WunSdors 1 fl. 45 kr.. Ungen. in Nidda 2 fl., Ung N. in Cöln 3 fl. 30 kr., durch Herrn Lehrer Strcms in Raibach ges. 2 fl. .42 kr. > d«vch Herrn Jacobson von jüdischen FvaurR rn Malcho« (Mecklenburg) ges. 7 fl. 52 kr., ein Ungen. in Sommerhausen 5 fl, ein Ungen. in Aschbach 3 fl., ein Ungen. in R. 10 fl., zusammen 69 fl. 24 kr. Bei Unterzeichnetem sind zu gleichem Zwecke eingegangen: Von I. M. M. hier 1 fl. 30 kr., M. L. M. (fernerer Beittag) 1 fl. 45 kr., Ad. M. 6 fl., S. G. 1 fl., S. L.. t 5 fl., M. S. Sch. 10 fl., E. B. 2 fl. 45 kr., Mad. Fl. 1 fl. 45 kr., vr. H. 2 fl., vr. S. 3 fl., zus. 33 fl. 45 kr.* Summa : 102 fl. 9 kr. Frankfurt a. M., 18. Juni 1666. I. M. Japhet, Lehrer der isr. Religionsgesellschaft hier. «

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