Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 26 (27.6.1866)
- Date
- 1866-06-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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442 Reihen der Bayern und OarywvWaner, der Württemberger und Badenser, Hen /Sa»stzK,urck .HMw re» . Uno wie wenn es nicht Hnrw wMe M FG SMeDk^k deS Krieges, haben traurige Ereigmffe Hs jüngsten Vergangenheit gezeigt, daß ein zerstörungssüchtiger Pöbel nur zu geneigt ist, seine Wuth an den Schwäch-? sten, an den Juden aMzulgßen. Wir Mer, wir WchM inmitten ^dieses MM>s' hinter den mächtigsten Wall/wir bergen uns bei Ihm, dem ewigen, unerschütterlichen Horte, der nicht zu Schanden werden läßt Alle, so auf Ihn vertraueniimnii nm, dies ist das Gesetz der Lehre, heißt es am Anfänge des Wochenahschnittes des kommenden Sabbats. Längst ist das Heiligthum zerstört, in dem Israel seine Opfer darbrachte, längst ist die rothe Kuh nicht mehr geschlachtet und verbrannt worden, deren Asche die reinigende Kraft innewohnte; aber das pm, das Gesetz, bleibt in seiner erhabenen Ruhe, in feiner unveränderlichen Gestalt, wie Gott, der Ewige, Unveränderliche es gegeben. Wie die Lehre der Riß, der Bauplan ist, nach welchem Gott die Welt gestaltet hat , so ist das Gesetz das Fundament, das Gott Seiner Schöpfung zu Grund legte. Siehst Du das brausende Meer, wie es vom Sturme gepeitscht himmelan die Wellen thürmt, abgrundtief den Rachen öffnet? hernieder strömen unaufhaltsam die Fluthen aus der Wolken unermeßlichem Schlauch, mit donnerartigem Getöse suchen die Wogen das Ufer zu überströmen — was wird daraus werden, wenn diese ungeheuren Wassermasien Herausbrechen aus des Meeres Becken, das trockene Land überfluth-n und alles Lebendige hinwegspülen ins nasse Grab? O, sorge nicht, zage nicht; pui Gptt hat seip Gesetz geben, der unscheinbare Sand ist dem mächtigen Meere die unübersteigliche Grenze. Folge mir hinaus unter den gestirnten Himmel! Welch' seine Pracht, welch' eine Fülle wunderbarer Herrlichkeit. Ueber uns wölbt , sich das unermeßliche Gewölbe und an ihm flimmern tausend und aber tausend glänzende Lichtlein, und jedes dieser Lichtlein ist eine ganze,Welt und viele sind größer, hei ryeitern größer Ms die von uns bewohnte Erde, und viele , sind gar Sannen, umgeben pon einer .Anzahl Planeten, die unserem Micke entzogen sind. Sie alle wandeln ihre Bahn, wie sie ihnen der Schöpfer <M vierten Schöpfuygslage vorgeschrieben. Wenn aber einer, nur eiyer von diesen tausenden, gewaltigen Himmelskörpern seine Bahn verlaßen und die Erdbahn streifen jnöchte — da würde unsere große Erde mit ihrer Wjliarhe,von Menschen , mit Bergen und Thälern, nyt SWjen und Burgen, sie würde gleich einer Glaskugel zer schellen und ihre Ktome, würden sich verfluchttaMtzim ungeheuren WeltMLM — doch sorge nicht; UM hat das Gesetz - gegeben/das feste, unerschütter- Me nb O.D irA, nicA^eine seiner Welten weicht HönMrer Bahn/ 5 -Jetzt, mein Bruder, laß uns — die kurze Sommernacht ist bald zu Ende — dem jungen Tage entgeaenwandeln. Wir besteigen jene wohlbekannte An- , vÄ'j»er Mö Mr/sehen eNmieä, wie/fich die Königin des Tages/wie sich die Sonne erheben wird. So, jetzt sind wir oben; jetzt laß uns Umschau halten. Noch deckt Hinsterniß die Erde, noch ruht Alles im tiefsten Schlummer; aber schon wird bleicher der Glanz der Sterne. Da liegt zu unseren Füßen schweigsam die Stadt und auf ihren Lagerstätten ruhen hinge- .Areckt. vom-Schlaf umfangen die Menschen, vergeffend aller Sorgen und Müh m, jedes Kummers und Elends; im Dunkel zeichnen sich die Umriße jenes großen Gebäudes ab, in welchem der entsetzlichsten, verderblichsten Leidenschaft, der Spielsucht gefröhnt wird. Hier links dehnt sich her Wald aus mit seinen Millionen gefiederter Sänger, die noch alle in ihren warmen Nestern schlummern, bis der anbrechende Tag sre zum neuen Jubelliede weckt. Noch hellt sich der Osten sticht auf; wie, wenn sie heute nicht käme die majestätische Beherrscherin des Tages, wie, wenn sie ansbliebe, nicht Licht, nicht Wärme uns brächte, wenn in das sich bewegende All plötzlich Stillstand träte, wenn die Sommertuft in Eiseskälte sich wandelte, wenn unser Auge das Licht nicht mehr schauen, wenn nicht mehr gesäet und geerntet werden könnte? Was dann, was dann? — O, zage nicht, bange nicht! siehe, schon röthet sich der östliche Rand des Horizontes; da erhebt sich quch die Lerche, ihr JubMed,zu schmettern, silbern schimmert bereits das Gewölk, und her ^erste Sonnenstrahl läßt Millionen Thautropfen gleich -Demanten erglänzen. Gott hat sein . Gesetz dem Weltall zu,Gründe gelegt, und Alles geht seine Bahn,/wie der.Allmächtige, sie vorgezeichnet hat. Alles? auch der Mensch? Hat uns nicht die Sonne des Friedens so lange geleuchtet und die schönsten Früchte gezeitigt, sind nicht in der Sonne des Friedens die Menschen und Völker gediehen, haben nicht Kunst und Wissenschaft, Handel und Industrie sich in ihrem Glanze zur schönsten Blüthe entfaltet 777 und jetzt 77jetzt.zieht.der Zerstörer Krieg über den Erdboden, unt zu vernichten, zu verwüsten, die Saaten zu verstampfen, die Fruchtbäume zu fällen, die Städte einzuäschern und die Gefilde mit Menschenblut zu färben? Ja, auch der Mensch zieht die Bahnen, die Gott ihm vorgezeichnet hat, uür daß ihm vom Schöpfer die Freiheit des Willens verliehen ist. Es kann der Einzelne, es kann ein ganzes Volk, es kann ein gan- W Mtalter 'vpn M'W Hott,pbrgezeichnetßn HM abwerchen zum eigenen VerheMn; aUr.'-ole MMG-