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Der Israelit · 1866-06-20 · Heft 25 (20.6.1866) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 25 (20.6.1866)
Date
1866-06-20
Page
– (sequence 14)
Language
German
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438?>. ).-Ibs. --^)7i.:N0>> 7'- Serach, -re Ltchte^ÄMer's. Von ^Lwalisin ^eirÄLa» - _ Froh und wohlgemuth kehrte« die-Brüder JD> stph'L nach dein Lande Canaaw zurück: dSnn sie durften ihrem Vater Jakob die Botschaft bringen, daß fein Joseph »och lebe. Als sie aber an> die Grenze des Landes gekommen waren, wa sprachen-sie züeinaüder: „Wie sollen wir die Sache? vor unseren Vater brittgen? Die plötzliche Nachricht könnte ihn erschrecken und ihm schaden; vielleicht auch, daß er uns mcht Mmol Gehör schenkt!"— Sie gingen so in Zweifel weiter bis in die Nähe ihrer Wohnungen. Da kam Serach, die Tochter Ascher's, daher. Das Mädchen war schön und anmuthsvoll, klug und verständig, und wußte vorzüglich die Harfe zu spielen und lieblich dazu zu singen. Auf ihren Zuruf eilte SeAch heran, Lewillkommte und küßte Alle. „Höre, Serach!" sprachen die Söhne Jakobs. „Gehe und hole Deine Harfe! Du sollst damit zum Großvater gehen, Dich vor ihm niedersetzen, die Harfe schlagen und die Worte syM st-pgen,. die wir Dir sagen werden." — Serach Me fort und holre ihre Harfe, und als sie vernommenwas sie dem Großvater Vorsingen sollte, ging sie mit ihrer Harfe zum Großvater, ließ sich vor ihm nieder, begann leise die Harfe zu schlagen und sang dazu mit zarter, halölauter Stimme: „Onkel Jo'eph ist nicht tobt! — Onkel Jo'eph lebt! — Lebt und herrscht im Lande Egypten." — Sie machte hierauf eine Pause, spielte dann lauter und sang freudiger dieselben Worte, so daß Jakob aus ihr Spiel und ihren Song aufmerksam würde und Wohlgefallen daran fand, und als sie wieder und wieder dieselben Worte mit immer mehr jubelnder Stimme und mit immer tonenderem Spiele wiederholte, da kam die Freude auch in das bisher erstarrte Herz Jakobs, und Gottes Geist belebte ihn auf's neue; er begriffdaß sie die Wahrheit singe. „Gott segne Dich, mein Kindl" rief Jakob voll innigen Dankes; „Du hast durch Tein Spiel und Deinen Sang mein Herz erquickt und meinem Geiste neues Leben gegeben, dafür möge der Allmächtige Dir ewiges Leben gewähren und Deinen lieblichen Mund nie den Geschmack des Todes kosten lasten! — O spiele und finge mir noch einmal, mein Kind, und mach' das Herz mir *) Vergl. außer dm bei der Erzählung ,,die Heide« Kvdm" angeführten Stellen, noch: Sepher Hajaschar S. 72,; b., Jonath. 1 B M. 43, 17. und 2 B. M. 13. s. — „D§r., par. 94. — Kohel. rab. zu Predig. 0,16. — tzalntt Simll Nr. 152- <2 Sam. 20, 16-16.) Ezech. Nr. 367. — Jalkut Chadasch Artikel Gan Eden Nr. 46. und Artikel David Nr. 149. — Ben Sira S. 15. 16. — l früh!" —« Roch Mng und spielte sie, d»i kame« M! Söhne mit de« Gsschenkbn Josephs UrcküerMhttrck > von VeffeN Lobs« , und Walten w Ggypttü, und Jakob rief freudigen Herzens: „Es ist: gsnWl Mein Sohn Zoheph lebt noch! IAH muß hin und ihn scheu/chr ich sterbs." —^ i-. Jakobs unwillkürliches Wort, sein vatchWÜ Segen-Mg Etfüllung. Als Israel fich zmü Auszüge aüs Egypten rüstetelebte noch die ersahrungs-! rkW/' die Meise und verständige Altmutttr Servchdie Tochter Ascher's. — Drei Tage und drei Nächte schon irrte' MoseS umher und suchte uach dem Sarge, welcher die Gebeine Josephs umschloß, um sie, wie Joseph vor seinem Tode zugeschworen worden, mit aus Egpptett zu nehmen. Da begegnete ihm Serach, die Tochter Ascher's. — ,.Du scheinst so müde, Moses!" frug Serach, „woher kommt Das?" >? ,.Äch ," sagte Moses, „schon drei Lage irre ich umher, die Gebeine Josephs aufzusuchon; kannst Dir mir nicht sagen, Mutter Serach, wo sie: begraben! sind?" — - „Wohl kann ich es," antwortete Serach.' „Als Joseph gestorben war, da gaben die Weisen und Bilderschristkrrndigen Egyptens, weil durch den Schwur Josephs die Erlösung Israels an seine Gebeine gebunden sei, Pharao den Rath, dieselben in einen metallenen fünfhundert Centner schweren Sara einguschlnßen und diesen in den Nil zu versenken; dadurch , würden zugleich die Wassir des Nils gesegnet werden; ich will Dir die Stelle zeigen, wo Das geschehen." — Moses ging mit Serach an den Nil zur Stelle. Dort angekommen, nahm er eine Scherbe, schrieb den heiligen Namen Gottes darauf, warf sie in den Fluß und rief: „Joseph! Joseph! die Stunde der Erlösung ist gekommen, die Gott unserem Vater Abraham verheißen. Gib Ehre dem Herrn, dem Gotte Israels! und halte Deine Erlösung nicht auf; denn unsere Erlösung ist durch Deinen Schwur an die Deine gebunden/ Zeige Dich also, Joseph! wo nicht, find wir Deines-Schwures ledig " — Augenblicklich erhob sich der Sarg vom Hefert Grunde des Nils und schwamm an die Oberfläche. Moses nahm ihn auf und trug ihn davon. — Und lange noch lebte die Altmutker Serach und. blieb die Weise und weise Rathgeberin, das Kleinod Israels- In den Zeilen Davids, als Scheba, dch Sohn Bichris,! aus dem Stamme Benjamin, sich gßgen David empört hatte, rückte Joab rwr Abelr- Bech-Maachah, in welche Stadt sich Schebah gewmB fen, warf einen WM dagegen auf undwar schon Vasalldüs Stadt zu stürmen und der KerstSMüg MiSzugeben. — Da trat die wM AlLnutter Serach «st-ditz-Mauer der Stadt uüd rief von da hsräb:

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