Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 22 (30.5.1866)
- Date
- 1866-05-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2447245-2447261--04242-2459685- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
384 kraft zuwendet, und Lei dem sich istfseüetz-r Weise ein so universeller Blick Über das, was der Tesammtherr N-rh ihm, mtt der größten Energie Ler Ausführung des für wahr und notwendig Erkannten verbindet. ES sind dort durchschnittlich 20—30 wmn2, welche, wenn nicht ganz auf eigene Kosten lebend, durch Erthellung von Privatunterricht ihre Listensichern. Auch bestehen dort einige Vereine, theils zur Verabreichung von Medicin re. an Kranke, theils zur Anschaffung von v'^SO; daß unter der Leitung des großen Rabbinen daselbst schon viele '12^ gebildet, die theils .-inni 22 bp, theils in o'wiiO '22 auch ihrerseits 2'222 p'222 sind, braucht wohl nicht erst gesagt zu werden. — Eine sehr seltene Erscheinung bietet d. nahe bei W. der kleine Ort Zell, wo die beiden Gebrüder Rosenbaum und ihr Vater ^p2 — wer von den v'-ivi' in ganz Deutschland kennt sie nicht? — wie für so vieles Andere auch dafür Erstaunliches leisten. Es sind jetzt gewöhnlich 3 — 4 W21112 dort, die bei jener Familie, die wenige ihres Gleichen hat, freie Wohnung und Kost haben, und theils bei 2^2^81 7>n' ^1.-12, theils bei seinem Bruder '"1 ^1712 lernen; beide Kaufleute, die aber ihre übrige Zeit 7>->ir^ weihen. Dieses edle Brüderpaar mit ihrem greisen Vater gehört auch zu den Privaten, an denen dem Gesammtjudenthume sehr viel gelegen, und auf die es nach wie vor die größten Hoffnungen setzt. — Nicht weniger merkwürdig in ihrer Art ist die Erscheinung, welcher der Anspruchslose, allen Freunden des p"7in sehr wohl bekannte, ^.12 2-,n in 0. Höchberg darbietet. Derselbe leitet eine .-12'w' von etwa 20 jüngern 2'2in2, theilweise aus weiter Ferne, die später höhere rn2'L" besuchen. Der Bedarf der ,-i2'L7' wird von ihm durch Erlangung von Spenden aufgebracht; ja, derselbe hat sogar durch unermüdliches Bestreben einen Fond herbeigeschafft, wodurch es ihm möglich wurde, einen Lehrer zum Unterrichte in den nothwendigsten deutschen DiSciplinen zu engagiren. Die sittlich moralische und religiöse Erziehung der Schüler leitet derselbe mit einer bewunderungswürdigen Vorsicht und Aufmerksamkeit, und erzielt dadurch die schönsten Resultate, wovon sich Schreiber dieses bei mehreren Schülern, welche später zu ihm kamen, mehrfach überzeugte. — Ob in Burgpreppach gegenwärtig noch eine .12'L" ist, weiß ich nicht. — Im Ganzen haben wir hier in Bayern die erfreulichste aller dieser unsere Frage betreffenden Partien; die Leistungsfähigkeit wird mir von allen Seiten als '".12 recht bedeutend bezeichnet, und was die Hauptsache ist, es versichern mich die bei sehr genauen Kennern des Landes eingeholten Instructionen, daß auch der Wille ein recht zufriedenstellender fei, und so wollen wir denn getrost 15 0/0 auf unsere Rechnung stellen, also ca. 9000 Personen. Leider hat die Medaille auch eine Kehrseite — wir komm« zu Württemberg (11036 S.), «0 bekanntlich nicht alles ganz geheuer ist. Wie miserabel 'runter der schon fast 30jährigen (durch daSWefetz nvnr 25. April 1828 hervorgerufen n) unsäglichen. Despotte in dem Gewtffenzwange der „Kirchenoberbehörde" aussieht, wie dort freie Regung geknebelt und niedergedrücktist, wie das „Stuttgart Jerusalem" der Refrain in alle« religions-(?) gesetzlichen EntMießnngen ist, das braucht man den Lesern des „Israelit" nicht erst zu sagen, und ist es wirklich ein Gotteswunder, daß sich trotz der 30jährigen Knechtschaft doch noch eine so compacte, Achtung gebietende Opposition erhalten, welche selbst in der Abgeordnetenkammer und bei den Räthen der Krone sich bereits moralisch Anerkennung verschafft hat. Dieser Geist nun, wenn er '".12 erst autonom wird, er wird schon „fortzeugend Gutes gebären", und daher können wir Gl. weniger niedergedrückt folgende theilweise sehr traurige Statistik geben; es ist Gl. schon sehr Vieles „faul im Kirchenoberbehördlichen Staat". Von einem Jesch.-Wesen in W. zu sprechen, wäre wirklich die größte Ironie. Im Einzelnen ist die Bevölkerung in 12 Rabbinate getheilt. In Stuttgart und ganzer Umgegend, vielleicht das vielgenannte Laupheim nicht ausgenommen, ist leider das ganze Verständniß des Werthes und der Institutionen des 7w-ip.-> 2^12 2127 ganz geschwunden, und in den von den 2'-ri7i' am meisten bevölkerten Provinzen hat die Kirchenbehörde, verbunden mit den privaten Reformhelden ihres Schlages, eine wahrhaft schaudererregende Ignoranz in und Indifferenz für dieselbe hervorgerufen. Doch ist auch hier nicht alles hoffnungslos. Selbst in Stuttg. sind unzweifelhaft auch heute noch zu finden, welche sich sicher unserem Unternehmen anschließen würden; in Laupheim, einer großen , wäre unschwer Verständniß für Timipn.1-m hervorzurufen; in Mergentheim ist der größte Theil recht gesinuungstüchtig; besteht doch dort wenigstens noch gegenwärtig eine «1271 O"w; auch Niederstätten ist eine zahlreiche recht fromme Gemeinde unter der würdigen Leitung des ^2 p"2 '"2 s27ix; auch noch viele kleinere so auch Braunsbach (mit 12 kleinern Gern., wie auch andere Rabbinate kleine Filial-Gemeinden haben, wo wie überall auf dem Lande die Religiosität weit mehr als in den Städten vertreten); auch in Freudenthal, dessen Bewohner religiös, sowie in Weikersheim mit den Gern. Mederstätten und Hohenbach finden sich 7i"2 noch viele v'-iiN', auf die zu rechnen ist. In Möhringen hingegen, wo der Romanschreiher vr. Wassermann an der Jugend und am Alter herumwirthschaftet, dürfte wieder sehr wenig zu machen sein. Uebrigens steht in W. die „Frucht der bösen That" entschieden auf unserer Sslte und in unserem Dienste; die wahnsinnig ruimrende Krrchenbehörde hat nämlich auch dem Blindesten die Augen darüber geöffnet, daß W. auf dieser Fährte